M72 - Vorderrad seitlich versetzt?! + Vorstellung

      M72 - Vorderrad seitlich versetzt?! + Vorstellung

      Hallo und guten Abend,

      mein Name ist Guido. Seit Dezember letzten Jahres bin ich stolzer Besitzer einer Ural M72, Bj. 46.

      Zunächst vielen Dank an dieses Forum. Bereits bei der Suche nach dem richtigen Motorrad konnte ich hier sehr viele nützliche Informationen finden.

      Die M72 habe ich als Gespann gekauft. Fahren will ich sie aber vorrangig Solo.
      Das Boot ist nun erst einmal eingemottet.

      Die erste Solofahrt war überreich an Adrenalin. Nach etlichen Kilometern mit Touren AWO, EMW und Harley WLA bin ich davon ausgegangen ältere Mopeds bewegen zu können. Soviel Angst hatte ich jedoch schon lange nicht mehr. Alles hat gehakt. Besonders das Fahren von Kurven war hochinteressant. Also Radlager wechseln, Lenkkopflager neu, usw., usf.

      Im Zuge der Domestizierung der Bremse am Vorderrad habe ich dann festgestellt, dass mein Vorderrad nicht mittig zwischen den Gabelholmen läuft.

      Ist das Normal?

      Mein Moped steht auf gelochten Halbnaben. Die Duplexbremsankerplatte ist laut diesem Forum aus einer späteren Dnepr. Das komplette Vorderrad ist nach links versetzt. Soweit, dass es fast am linken Gabelholm schleift. Zwischen dem Anschlag der Bremsankerplatte und dem rechten Gabelholm sind gut 2-3mm Platz, was dazu führt, dass sich die Platte beim Bremsen verdrehen kann. Zum rechten Gabelholm ist sehr viel mehr Platz als auf der anderen Seite.

      Lange Rede kurzer Sinn: kann mir bitte ein M72 Kenner eine Tipp geben, welcher Fehler hier vorliegen kann. Passen diese Duplexankerplatten doch nicht ohne weiteres zu diesen Halbnaben?

      Bin dankbar für Lösungsvorschläge aller Art!

      Vielen Dank im Voraus

      Guido

      lsmf schrieb:

      Ural M72

      :bcm: :P 8) :D

      ansonsten: kann ich mir so gerade nichts drunter vorstellen... muss morgen mal bei mir was schauen (nachbau von molotov m72))
      Mache etwas Idiotensicher und es erfindet jemand einen noch größeren Idioten.

      Ich möchte mich herzlichst für meinen Schreibstil entschuldigen, aber für mich wird die Groß-/ Kleinschreibung überbewertet...

      lsmf schrieb:

      Mein Moped steht auf gelochten Halbnaben. Die Duplexbremsankerplatte ist laut diesem Forum aus einer späteren Dnepr. Das komplette Vorderrad ist nach links versetzt.
      die M72 hat nicht gelochte Halbnaben mit Bremsankerplatte für 25 mm Bremsbelagbreite ... da die (vermuteten) Uralräder zusammen mit der Dnepr-Bremsankerplatte für 35 mm Bremsbelagbreite dann nicht mehr mittig laufen dürfte nur logisch sein ...

      lsmf schrieb:

      Zwischen dem Anschlag der Bremsankerplatte und dem rechten Gabelholm sind gut 2-3mm Platz, was dazu führt, dass sich die Platte beim Bremsen verdrehen kann.
      wenn die 2-3 mm am Anschlag (und nicht auf Höhe der Achse) vorhanden sind ist das (da die Bremsankerplatte da so nicht reingehört normal ...

      lsmf schrieb:

      daher ist alles verschoben?

      lsmf schrieb:

      Passen diese Duplexankerplatten doch nicht ohne weiteres zu diesen Halbnaben?
      die Duplexankerplatten und die Halbnaben passen schon zueinander ... nur die Duplexankerplatten und die Halbnaben zusammen passen da nicht "so einfach mittig" rein ...

      wie sitzt denn die Achse so im Linksgewinde ?
      Die Achse schaut 3mm aus der rechten Verschraubung raus. Das Gewinde trägt also für meine Begriffe optimal. Auch die Ankerplatte sitzt plan und ohne Spiel an der Gabel an.

      Gesetzt den Fall ich würde die Belege (auch Nocken usw.) auf 25mm anpassen, um die Duplexankerplatte zu erhalten, wäre also auf der gegenüberliegenden Seite plötzlich 10mm Platz.

      Da müsste ja dann eine Buchse o.ä. drauf, um das Rad festzuhalten. Die Gabel macht eigentlich auch keinen "aufgebogenen" Eindruck.

      Bin ein wenig ratlos.

      Guido

      lsmf schrieb:

      auf 25mm anpassen, um die Duplexankerplatte zu erhalten, wäre also auf der gegenüberliegenden Seite plötzlich 10mm Platz.
      nö ... dem ist nicht so ... :!:

      Umbau von 35 auf 25 mm macht kein Mensch ... würde auch nichts bringen ...

      schau dir mal die beiliegende Schnittzeichnung an ... also bitte unterlassen * ... :!: :!:

      daher: erstmal keine hektischen Bewegungen ... :!:

      was ist der Grund deines Tuns ?
      - Fahrverhalten ?
      - Optik ?

      wenn Fahrverhalten ...
      - ist dein Lenkkopfspiel/-lagerung o.k. ?
      - vorherige Gespannreifen an jetziger Solomaschine ?

      BTW: gibts Bildchen ???

      *
      - allein durch Einbau schmälerer Bremsbacken verringert sich nicht die wirksame Gesamtbreite der Nabe auf der Achse :!:
      - es ist auch Tatsache daß es keine 25 mm breiten Bremsbacken für die 203er Duplexbremsen gibt :!:
      Bilder
      • M72_Vorderradnabe_ust2_255_294.PNG

        321,15 kB, 644×591, 125 mal angesehen
      Die Optik ist zweitrangig.

      Das Fahrverhalten solo hat mich sehr erschreckt. Im Gespannbetrieb war alles Ok.

      Die Reifen (es sind in der Tat die alten) sehen noch nicht so platt aus und sind auch jüngeren Datums.

      Die Lager (Lenkkopf und Achse) habe ich vor einigen Tagen gewechselt, konnte danach aber noch nicht wieder Probe fahren.

      Im Zuge dessen habe ich auch erst das dezentrale Rad entdeckt.

      Ich kann mir einfach nicht vorstellen wie man eine anständige Spur einstellen will, wenn die Räder nicht in einer Flucht sind.

      Abgesehen davon geht das wahrscheinlich am Hinterrad weiter. Hier ist auch ein anderer Karden verbaut als sich gehört und die Bremsbacken sind auch 35mm.

      Aber schön der Reihe nach. Achse für Achse. Was würdest Du tun?

      G
      Stell doch mal Bilder von der Geschichte ein! Dann wird man dir ordentliche Antworten geben können. So wird das nix!!!! Bilder der Nabe Links und Rechts, Rad von vorne.
      URAL - weil's Spaß macht....und weil's nie fad wird
      AiA Alteisentreiber Interessengemeinschaft Austria
      Vorab - ich fahr keine M72 sondern ne Chang Jiang mit Dosendeckel-Halbnaben, aber vielleicht hilft folgende Information:

      Aber auch bei mir wurde von einem Vorbesitzer vorne auf Duplex-Bremsankerplatte umgestellt.
      Zwischen rechtem Holm und Bremsankerplatte sitzt dort, wie die Bremsankerplatte ihre Momentstütze hat ein passender Blechstreifen von ca 2mm Dicke.
      Beim Zusammenbau liegt zwischen Bremankerplatte und Nabe eine ebensostarke Scheibe - etwas fummelig bei der Montage, aber man gewöhnt sich dran.
      Durch diese Konstellation kann ich die Ural-Bremsankerplatte im Zusammenspiel mit den Dosendeckelnaben nutzen und das Rad läuft recht mittig - allerdings fahre ich die maschine als Gespann und nicht Solo...
      es könnte vielleicht auch sein, dass der Vorbesitzer die Räder extra aussermittig eingespeicht hat, um Platz für breite Stollenreifenreifen oder Schneeketten zu haben, du schriebst ja auch was vom Kardan, das darauf hindeutet, Gruß Jochen
      Tachschen!!

      Also ich hab auch diese Duplexbremse bei meiner M72. Das Rad sitzt mittig und muss es auch! Das ist das erste. Die Achse (Gewinde) sollte satt in dem rechten Gabelholm sitzen aber nicht drüber hinwegschauen, also bündig......naja..so ist es bei mir. Ich habe mit einer Art U-Scheibe links zwischen Anschlag der Achse und der Mutter mit Aussengewinde nachgeholfen......also die Mutter die die Radlager abdeckt..die mit dem Lochschlüssel angezogen wird.... 8| 8| 8|

      Miss einfach wieviel das Rad ausser der Mitte steht und dann bekommst Du es schon mittig......vorausgesetzt mit der Bremse stimmt alles aber das Innenleben dieser kannst Du hier anhand von Zeichnungen und evtl Fotos checken.

      Aber -wie hier schon geschrieben wurde- FOTOS, FOTOS, FOTOS machen und hier posten. Am besten von der Achse links und rechts des Rades und der Bremse von innen und aussen.....dann wird es schon was werden...... :thumbup:
      Ich hab meine Bremsankerplatte (Duplex) für den Einbau in die M72 gekürzt. (also auf der Aussenseite etwas abgedreht) Außerdem hab ich in die Momentabstützung ein dünnes Blech eingelegt, damit die dort sauber am Gabelholm anliegt. Die Gabel ist mit der Bremswirkung der Duplex leicht überfoprdert. :D . Außerdem stimmt das Hebelverhältnis der Innenzughebel nicht sehr schön zur Duplexbremse. (finde ich. Andere haben damit bessere Erfahrungen gemacht. Das liegt aber auch an den Microtoleranzen bei der Hebelfertigung)

      Schau Dir das mal genau an, wie Robert geschrieben hat und überlege lieber zweimal, bevor Du einen unüberlegten Schritt tust. Zwei mal abgesägt und immer noch zu kurz... :D
      Hallo an Alle,

      hat ein wenig gedauert, Sorry.

      Anbei die Fotos.

      Über die These mit dem dezentralen Einspeichen habe ich auch schon nachgedacht, aber da ich die Breite der Originalankerplatte nicht kenne war das reine Spekulation.

      Auch das Abdrehen (oder in meinem Fall feilen) kam mir schon in den Sinn. Das wären dann schon 3-4mm in die richtige Richtung.

      Sobald jedoch rechts etwas Material fehlt, muss die Achse weiter in den Holm geschraubt werden um den Seitenhalt wieder herzustellen. Alternativ könnte auch eine Buchse oder Scheibe am
      gegenüberliegenden Bund der Achse eingesetzt werden.

      Aber mittig ist das Rad dann immer noch nicht!

      Seht ihr auf den Fotos noch andere Teile die nichts an der Gabel zu suchen haben?

      Vielleicht hat es ja noch eine ganz andere Ursache?

      Danke!

      Guido
      Bilder
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      Hallo Guido
      genau so sah das Rad bei meiner Dnepr MT aus.
      Von der Bremsplatte muß was ab damit sie schlüssig am Holm liegt !
      Wenn die Achse weiter durchkuckt ist das doch kein Problem.
      Ich hab von der Bremsplatte was abdrehen lassen, passt straff am Holm, Rad sitzt mittig !!!

      Gruß Radi
      ich sammle auch Spannungsabfälle !!!

      lsmf schrieb:

      Über die These mit dem dezentralen Einspeichen habe ich auch schon nachgedacht, aber da ich die Breite der Originalankerplatte nicht kenne war das reine Spekulation.


      da helfen die Chinesen

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