Zusammenbau Endantrieb

      Zusammenbau Endantrieb

      Moin , moin

      Hab mir einen neuen , gebrauchten Endantrieb für meine MW 750 zugelegt.

      War eine Schraube abgerissen und zum überprüfen der Lager und neu abdichten hab ich ihn erstmal zerlegt und gereinigt.

      Jetzt gehts ans zusammensetzen.

      Wie baut ihr die Nadeln des doppelten Nadellagers wieder ein? Mit Fett auf den Sitz kleben ?

      Zusätzlich sind da ja noch die grösseren Rollen, wie verfahrt ihr mit denen? Auch mit Fett aufkleben und dann Alles wieder zusammenstecken?

      Vielleicht gibt es ja noch ne bessere Lösung.



      noch kein Frühling

      Lührsi
      Ich würde sagen Fett ist richtig!

      Mit Sekundenkleber hab ich da keine Erfahrung,hält aber bestimmt alles schön zusammen ;)

      Man könnte aber vielleicht auch die Nadeln aufmagnetisieren,dann kleben se von selbst(rein Theoretisch)

      Ich habs vor Jahren Old School mit Fett gemacht!

      Oder haste Angst vor Fett anne Finger? :rolleyes:

      Alles Gute aus Lippe
      Mache das nacheinander! Erst das Tellerrad und dann das Antriebsrad mit der Welle. Mache qalle Nadeln mit Bremsenreiniger ölfrei und nimm zum Ankleben Heißlagerfett oder Polfett. Schaue Dir vorher die Lagerhülse gut an.Zähle vorher alle Rollen und Nadeln ab.

      Lührsi schrieb:

      doppelten Nadellagers
      ergo Differential-EA für Bw-Antrieb mit den 90 Rollen ...

      Achim 49 schrieb:

      Mache das nacheinander! Erst das Tellerrad und dann das Antriebsrad mit der Welle. Mache qalle Nadeln mit Bremsenreiniger ölfrei und nimm zum Ankleben Heißlagerfett oder Polfett. Schaue Dir vorher die Lagerhülse gut an.Zähle vorher alle Rollen und Nadeln ab.
      dem ist nix hinzuzufügen ... höchstens:
      - die 29 Rollen mit Fett anheften
      - alleinig das Tellerrad 48101 aufsetzen
      - danach die Linksnabe 48131 mit den 90 Rollen versehen und einsetzen
      - da den Rest (Rechtsnabe 48005, Ausgleichsgetriebeschale 48121, Räder 48014+15 , Achsen 48805 + restliches Gedöns) auf dem an Ort und Stelle befindlichen Tellerrad komplettieren

      den umgekehrten Weg (den Kram zusammenbauen, die Rollen anpappen und dann einsetzen) bekommt man nicht hin ...

      Ich "klebe" seit Jahrzehnten Nadeln (oder Rollen und Kugeln) in Lagerbüchsen mit einfachem Mehrzweckfett (DIN 51 825 - K2K-30) ein, das auch die Lagerhersteller verwenden oder empfehlen. Wie etwa SKF LGMT 2 .... aber mit Sicherheit KEIN POLFETT, dessen Zusammensetzung und Bestimmung nicht das Schmieren von Wälzlagern ist.

      Milvo Ruga schrieb:

      aber mit Sicherheit KEIN POLFETT, dessen Zusammensetzung und Bestimmung nicht das Schmieren von Wälzlagern ist.

      Achim meinte mit "Polfett" wahrscheinlich "Bosch Fett ft1v4". Das läuft bei den meisten Älteren noch unter der Bezeichnung. Ist halt ein sehr sauberes Fett und dadurch auch zum Einsatz in der Fahrzeugelektrik geeignet. Ist ansonnsten ein sehr hochwertiges Heißlagerfett. Wieviel Gramm Fett werden denn gebraucht um die Nadeln und Rollen fest zu kleben? Da kannst du, weil es nachher sowieso in Öl läuft, eigentlich alles nehmen. Ich selber würde Kettenfett aus der Sprühdose nehmen, klebt wie Scheiße der Teufel.
      Gruß
      Kalle
      Kalle

      Kalle schrieb:

      Da kannst du, weil es nachher sowieso in Öl läuft, eigentlich alles nehmen

      Richtig! Man kann auch Butter, Margarine, Vaseline oder Schmalz nehmen ... egal, hauptsache es beppt die Nadeln an die Lauffläche. Der Rest ist eine Frage der Lagerlebensdauer.
      SKF hatte ich nur erwähnt, weil ich noch einige Tuben liegen habe. Die waren mal ein Kunde von mir als Werkzeugmaschinen-Serviceunternehmer.

      Kalle schrieb:

      Achim meinte mit "Polfett" wahrscheinlich "Bosch Fett ft1v4". Das läuft bei den meisten Älteren noch unter der Bezeichnung.

      Man sage mir,was man denn als Jüngerer unter diesem Begriff versteht.
      Mehrzweckfett hat eine gewisse Bandbreite.Mag sein,daß es da etwas gibt.Ich habe damit nichts erreicht.
      Weil wir gerade dabei sind: Ankleben mit Kleber zerstrt das Lagerweil es das Abwälzen verhindert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Achim 49“ ()

      Hallo Achim,
      hier mal kurz:
      Polfett besteht aus einem Gemisch aus hochraffinierten Kohlenwasserstoffen und Korrosionsinhibitoren. Polfett ist bedingt säurefest.
      de.wikipedia.org/wiki/Polfett
      Zusatz von mir: Ist Salzfrei.
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      Neben der Schmierung ist eine wichtige Funktion der Schmierfette auch der Schutz vor Korrosion,
      de.wikipedia.org/wiki/Schmierfett
      Zusatz von mir: Enthält Salze. Dadurch kann bei falscher Materialwahl die Korrosion gefördert werden. Ist recht selten, passiert aber.
      Gruß
      Kalle
      P.S. Den Unterschied kennen die meisten KFZ-ler wahrscheinlich nicht. Für Batt.pole zu schützen gibt es heute bessere Sachen, z.B. Siliconfette. Würde ich aber nicht im Endantrieb oder sonstigen schneller drehenden Lager vervenden. Für Hochspannung würde ich Fluorfett nehmen. Ist aber schwer zu bekommen und recht teuer.
      Kalle