Helle Ladekontrolle nach Winterpause

      Helle Ladekontrolle nach Winterpause

      Moin.
      Chang SV mit 12V
      Nach der langen Winter- und Bastelpause lief die Maschine mit frischer Batterie.
      Allerdings interessierte sich die Ladekontrolleuchte nicht für Drehzahl oder so.
      Leuchtet durchgegend hell.
      Ist zwar eine 3W Lampe, die jedoch auch vorher für die Geschichte genutzt wurde.

      Was kann denn da durch 6 Monate Standzeit am/im Regler passiert sein?
      Draufhauen oder irgendwelche Kontakte da drin säubern?
      bei meiner chang ohv haben sich die kabel an der lichtmaschine etwas gelockert. habe die Kabelschuhe mit der zange etwas zugedrückt, anders verlegt und mit kabelbindern wieder befestigt. passierte bei mir allerdings beim fahren und nicht in der winterpause...

      claus
      [align=center][size=18][color=#ff6600][color=#990000][font='Geneva, Arial, Helvetica, sans-serif']Lech-Stammtisch der Russen und Chinesen Gespannfahrer
      jeden letzten Freitag Abend im Monat!
      Örtlichkeit nach vorheriger Ansage
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      bei dem mech. Regler verkleben schon mal die Kontakte oder Relais
      [align=center][color=#ff0000][size=14]"I tried religion, meditation, even therapy... then I realized all I really needed was more horsepower. "[/color][/size][/align][align=center][size=12][color=#0000ff][b]10.Russenboxertreffen Siegerland 15.06.-18.06.2017 Koordinate 51.001765,8.002274
      diesmal 4 Tage wegen Feiertag[/b][/color][/size][/align]
      Ok, danke soweit.
      In der Tat habe ich den 8er Stecker auseinander gehabt,
      damit ich für den neuen Kabelbaum dort 3 Kontakte ersetzen konnte.
      Heißt, das Starterrelais, die gesicherte Kl.30 und die Ladekontrolle
      habe ich von der 8er Buchsenseite ersetzt.
      Möglicherweise ist das wegen strammen draufdrückens defektiert.

      Dann ersetze ich den 8er mit Stecker und Buchse am besten komplett.
      Und den Regler kann man öffnen und prüfen wegen hängender Kontakte?

      Gibt es einen schnellen Prüfmodus zum Reglertesten?
      Irgendwo brücken, und wenn dann dies oder jenes, dann ist so und so?
      Leitungen und Verbinder sind ok.
      Auf dem Regler steht FT III 085 drauf.
      Nach einer Prüfvorgabe habe ich die Leitung zum Kontakt DF an der Lima, gesteckt und ungesteckt auf mindestens 2V bzw. 7V gemessen.
      Da war nichts.
      Daraufhin am Regler vorbei mit Batt-Plus gebrückt.
      Nun sollte die Lima hörbar mehr arbeiten - was ich nicht gehört habe.
      Auspuff ist laut. Vergaser neu, und noch nicht so toll eingestellt.
      Konnte mangels weiterer Hände auch nicht die aktuelle Spannung messen, die diese Brückung wohl generieren sollte.
      Aber warm geworden ist der 0.5er Draht schon.


      Sieht nach Reglerproblem aus.

      Habe den jetzt hier liegen, sieht ladenneu aus.
      Ich sehe da nur eine Spule mit Kontakt, Diode und Kondensator und darunter 3 Widerstandswicklungen auf Keramik.
      Was kann ich da dran jetzt wie testen mit dem Multimesser?

      Zoidberg schrieb:

      Was kann denn da durch 6 Monate Standzeit am/im Regler passiert sein?
      Kontakt oxidiert ... kommt öfter vor ... nicht außergewöhnlich ... daher:

      Zoidberg schrieb:

      irgendwelche Kontakte da drin säubern?
      genau das ...

      Zoidberg schrieb:

      Was kann ich da dran jetzt wie testen mit dem Multimesser?
      messe mal am FT 111 den Widerstand zwischen den beiden Klemmen ...
      Sollwert wäre 0 Ohm ... sollte dieser Wert ca. 150 Ohm sein muß der Ruhekontakt des Relais geputzt werden ...

      Zur Funktion des Reglers FT 111:
      Lichtmaschine/Motor steht > Zündung wird eingeschaltet
      Die einseitig an Masse hängende Wicklung des Relais bekommt über die Ladekontrolllampe Spannung zur Anfangserregung der Lichtmaschine an die linke (obere) Klemme angeliefert. Diese Spannung wird über den bei nicht abgeregelter Lichtmaschine nicht betätigten und daher noch geschlossenen Ruhekontakt des Relais an die rechte (obere) Klemme und weiterhin von da an die Feldwicklung im Rotor der Lichtmaschine geschaltet.
      Lichtmaschine/Motor läuft bei niedriger bis mittlerer Drehzahl > ohne Abregeln
      Nun wird über die linke (obere) Klemme eine über die Hilfsdioden der Diodenplatte erzeugte Hilfsspannung angeliefert. Diese Hilfsspannung erreicht irgendwann die Batteriespannung und bringt die Ladekontrolllampe zum Erlöschen. Der Anker des Relais wird durch seine Rückzugsfeder am Anziehen und dem Betätigen des Ruhekontaktes (Öffner) noch gehindert.
      Lichtmaschine/Motor läuft bei höherer Drehzahl > mit Abregeln
      Bei weiterem Ansteigen der Hilfsspannung wird der Anker immer stärker angezogen und letztendlich ab einem durch das Widerlager der Rückzugsfeder justierbaren Zeitpunkt der Ruhekontakt betätigt sprich geöffnet. Die Überbrückung des parallel zum Kontakt liegenden Widerstandes von ca. 150 Ohm wird aufgehoben, der Feldwicklungsstrom sinkt stark ab, dessen Magnetfeld wird schwächer und die Stromerzeugung der Lichtmaschine geht zurück. Folglich sinkt die Batterie- sowie Hilfsspannung ab. Die absinkende Hilfsspannung läßt das Relais wieder abfallen. Der Ruhekontakt schließt wieder und gibt wieder vollen Dampf auf die Feldwicklung. Die Batterie- sowie Hilfsspannung steigt wieder an und das Spiel beginnt von vorne.

      Ergo: Durch Einjustieren/Verstellen der Rückzugskraft des Relais kann die Abregelspannung eingestellt werden. Dies geschieht wie bei allen (in unseren Böcken serienmäßig verbauten Relaisreglern) durch sehr feinfühliges Hintrimmen (ich schreib jetzt nicht Verbiegen) der die Feder haltenden Blechlasche.
      Systematik:
      höhere Abregelspannung > Relais soll erst bei höherer Spannung anziehen und Kontakt öffnen > Federzug erhöhen
      niedrigere Abregelspannung > Relais soll schon bei niedrigerer Spannung anziehen und Kontakt öffnen > Federzug vermindern

      BTW:
      wieder vielzuviel Text ... versteht auch wieder mal kein Mensch ... und das zu dieser Uhrzeit ... aber egal ...


      Quelle: oldtimergarage.eu

      Robert schrieb:

      Zitat von »Zoidberg«



      Was kann denn da durch 6 Monate Standzeit am/im Regler passiert sein?
      Kontakt oxidiert ... kommt öfter vor ... nicht außergewöhnlich ... daher:

      Robert schrieb:

      Zitat von »Zoidberg«



      irgendwelche Kontakte da drin säubern?
      genau das ...


      Habe etwas Abbrand gesehen - aber geklebt hat es nicht.

      Robert schrieb:

      Zitat von »Zoidberg«



      Was kann ich da dran jetzt wie testen mit dem Multimesser?
      messe mal am FT 111 den Widerstand zwischen den beiden Klemmen ...
      Sollwert wäre 0 Ohm ... sollte dieser Wert ca. 150 Ohm sein muß der Ruhekontakt des Relais geputzt werden ...


      Ist nahe null, schwankt von 2 bis 6 Ohm.

      Robert schrieb:

      Zur Funktion des Reglers FT 111:
      Lichtmaschine/Motor steht > Zündung wird eingeschaltet
      Die einseitig an Masse hängende Wicklung des Relais bekommt über die Ladekontrolllampe Spannung zur Anfangserregung der Lichtmaschine an die linke (obere) Klemme angeliefert. Diese Spannung wird über den bei nicht abgeregelter Lichtmaschine nicht betätigten und daher noch geschlossenen Ruhekontakt des Relais an die rechte (obere) Klemme und weiterhin von da an die Feldwicklung im Rotor der Lichtmaschine geschaltet.
      Lichtmaschine/Motor läuft bei niedriger bis mittlerer Drehzahl > ohne Abregeln
      Nun wird über die linke (obere) Klemme eine über die Hilfsdioden der Diodenplatte erzeugte Hilfsspannung angeliefert. Diese Hilfsspannung erreicht irgendwann die Batteriespannung und bringt die Ladekontrolllampe zum Erlöschen. Der Anker des Relais wird durch seine Rückzugsfeder am Anziehen und dem Betätigen des Ruhekontaktes (Öffner) noch gehindert.
      Lichtmaschine/Motor läuft bei höherer Drehzahl > mit Abregeln
      Bei weiterem Ansteigen der Hilfsspannung wird der Anker immer stärker angezogen und letztendlich ab einem durch das Widerlager der Rückzugsfeder justierbaren Zeitpunkt der Ruhekontakt betätigt sprich geöffnet. Die Überbrückung des parallel zum Kontakt liegenden Widerstandes von ca. 150 Ohm wird aufgehoben, der Feldwicklungsstrom sinkt stark ab, dessen Magnetfeld wird schwächer und die Stromerzeugung der Lichtmaschine geht zurück. Folglich sinkt die Batterie- sowie Hilfsspannung ab. Die absinkende Hilfsspannung läßt das Relais wieder abfallen. Der Ruhekontakt schließt wieder und gibt wieder vollen Dampf auf die Feldwicklung. Die Batterie- sowie Hilfsspannung steigt wieder an und das Spiel beginnt von vorne.


      Habe ich verstanden, aber erst um 9.12 Uhr :)

      Der Eingangskontakt bekommt über LKL Zündungsplus - und reicht es weiter oder eben auch nicht.
      Jener Kontakt mißt sich gegen das Gehäuse mit etwa 30 Ohm (Federkontakt aufgedrückt weiter 30 Ohm),
      gegen den Ausgang mit nahe null Ohm (Federkontakt aufgedrückt 170 Ohm.)
      Ausgang gegen Gehäuse 30 Ohm (offener Kontakt 200 Ohm)

      Wie hoch muß denn die schon verhanden Grundladung der Batterie, die Betriebsspannung sein, damit der Regler überhaupt arbeiten kann?
      Glaube mich zu erinnern, mal in einem ähnlichen Fall bei einer tiefenentladenen Batterie im Betrieb erst durch einen zusätzlichen kurzen
      Ladegerätimpuls das Laden "angestoßen" zu haben - weil die Batterie bei etwa fast 8 Volt herumdümpelte.
      Meine Batterie war voll (hoffe und dachte ich), habe aber nach etwa einem Kilometer bei Licht die Ladekontrolle bemerkt.
      Im Betrieb waren dann etwa knappe 11V zu messen, abnehmend...
      Lade mal deine Batterie ganz kann sein dass die Lampe dann nicht mehr leuchtet.
      Ich hatte das Problem auch dass die Lampe immer geleuchtet hat und wollte den Regler ersetzen und da hat sich herausgestellt dass die Batterie defekt war.
      Gruss
      Laurent
      Fährst du noch oder stehst du schon ???

      Laurent schrieb:

      Lade mal deine Batterie ganz kann sein dass die Lampe dann nicht mehr leuchtet.
      Ich hatte das Problem auch dass die Lampe immer geleuchtet hat und wollte den Regler ersetzen und da hat sich herausgestellt dass die Batterie defekt war.
      Gruss
      Laurent


      Ja, die war natürlich auch in der Winterpause.
      Hatte sie vor zwei Wochen vollgeladen, was aber nichts heißen muß.
      Ich werde den Fremdimpuls einer nebenstehenden Autobatterie mal probieren.
      Die Impulsgeschichte habe ich gelassen.

      Nochmal das Schätzeisen raus, Stecker abgezogen und die Stromwege abgegangen:
      Der Regler hat keine Chance irgendeine Spannung durchzuleiten - der bekommt eine dicke NULL.
      Bleibt ja nicht viel... die Diodenplatte.
      Die liegt jetzt an meiner Tastatur hier, und ich messe (-) von der Lötfläche für die Reglerversorgung
      auf die drei folgenden Felder jeweils eine Diode (+) (um die 500 irgendwas) und den oberen Kühlkörper (ca. 880 irgendwas)
      Umgekehrt gepolt gemessen rührt sich nix nach anderen Lötflächen.

      Ich verstehe nicht, warum die Ladekontrolle/Reglereingang (abgeklemmt vom Regler) auf nahe NULL liegt.
      Es ist auch keine Mutter herausgefallen, die vielleicht etwas kurzgeschlossen haben könnte.

      Groß rumsuchen für Platinemessung kann ich jetzt auch nicht mehr - der Dienstherr ruft.
      :cursing:

      Wo anfangen?
      Passt die 150 er Lima bei Chang Chang? Hätte eine funktionierende, Fahrtest, rumliegen.

      doc
      FJ - Einfach Fahren :) - Langweilig :thumbsup:

      URAL - a bissel was geht immer :wacko: What would MacGyver do? ?(

      "... und Gott fragte die Steine: "Wollt Ihr Ural-Fahrer werden?" Und die Steine antworteten: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug."

      Warnung: Lesen gefährdet die Dummheit!

      Superdoc schrieb:

      Passt die 150 er Lima bei Chang Chang?
      nö ...

      Zoidberg schrieb:

      Ist nahe null, schwankt von 2 bis 6 Ohm.
      passt ...

      Zoidberg schrieb:

      Jener Kontakt mißt sich gegen das Gehäuse mit etwa 30 Ohm (Federkontakt aufgedrückt weiter 30 Ohm),
      passt ... ist die Relaiswicklung ...

      Zoidberg schrieb:

      Jener Kontakt mißt [..] gegen den Ausgang mit nahe null Ohm (Federkontakt aufgedrückt 170 Ohm.)
      passt ... wie von mir geschrieben ...

      Zoidberg schrieb:

      Ausgang gegen Gehäuse 30 Ohm (offener Kontakt 200 Ohm)
      passt auch ... geschlossen = Relaiswicklung ... offen = 170 Ohm Kontaktparallelwiderstand plus 30 Ohm Relaiswicklung ...

      Zoidberg schrieb:

      Der Regler hat keine Chance irgendeine Spannung durchzuleiten - der bekommt eine dicke NULL.
      Bleibt ja nicht viel... die Diodenplatte.
      Denkfehler ... kuck mal auf den Schaltplan ...

      für die Anfangserregung bei stehender Lichtmaschine und eingeschalteter Zündung gilt

      Robert schrieb:

      bekommt über die Ladekontrolllampe Spannung zur Anfangserregung der Lichtmaschine an die linke (obere) Klemme angeliefert
      die Diodenplatte kommt nämlich erst später bei laufender Lichtmaschine zum Tragen ... es sei denn sie überbrückt den Regler samt der Feldwicklung gegen Masse ...
      mach doch mal - um das abzutesten -
      - die Diodenplatte von der Grundplatte wegnehmen und isoliert beiseitelegen
      - was macht die LKL bei eingeschalteter Zündung bzw. ist jetzt an der linken Klemme Spannung gegen Masse meßbar ?
      !!! Motor in diesem Zustand keinesfalls starten !!!
      Zitate mobil sind schwierig.
      Aber Du weißt ja was ich meine.
      Also der Denkfehler ist meine Messung, nicht meine Annahme der Funktion.
      Ich befürchte also wirklich einen Masseschluß über die Diodenplatte.
      Oder wenigstens zwischen 8er Stecker und Regler.
      Deswegen meinte ich, daß nicht viel bleiben würde.

      Zoidberg schrieb:

      zusätzlichen kurzen Ladegerätimpuls das Laden "angestoßen" zu haben

      Zoidberg schrieb:

      den Fremdimpuls einer nebenstehenden Autobatterie
      genau diese Spannungsrumtupferei gibt den Dioden oftmals den Rest ...
      Hallo.
      Ein Eigenei, wie meistens.

      Die merkwürdige Masse kam aus dem Lampenkörper.
      Dort hatte ich die LKL in der vorhandenen Fassung an das Zündstartschaltergehäuse per Kabelbinder und Heißkleber befestigt.
      Leider ist die Isolation dabei verrutscht und hat über das Gehäuse der LKL ne klare Masse gegeben.
      Das habe ich aber erst bemerkt, nachdem ich den Kabelweg rückwärts gefolgt bin, inkl. Tankdemontage.
      Waren ja auch erst 10 Liter drin, und der Honda Sprithahn ist bei 4 Litern Restgehalt im Tank schon am Ende.
      Sauerei!
      Jetzt ist alles wieder zusammen und schick isoliert.
      Dafür ist die Batterie ultraplatt.
      Lädt gerade, ist aber für das bischen Antreten und Testen eigentlich viel zu leer gewesen.
      Immerhin, die ganze Geschichte ist bis auf die Batterie wieder im Lot.
      Morgen die Vergaser einstellen und die Kapazität der Batterie prüfen.

      Danke für alle Hilfestellungen.
      Dadurch habe ich jetzt die Laderegelung echt drauf.
      Grüße und schönen Samstag noch.

      Zoidberg schrieb:

      Ein Eigenei, wie meistens. [..] Jetzt ist alles wieder zusammen und schick isoliert.
      tja ... dann passt das ja wieder ... :D

      Zoidberg schrieb:

      Dadurch habe ich jetzt die Laderegelung echt drauf.
      dann war es ja nicht unnütz ... :thumbup: