MT 10-36 Der Quatsch- und Blödelthread

      MT 10-36 Der Quatsch- und Blödelthread

      Liebe Foristen,

      ich habe mir eine DNEPR MT 10-36 gekauft und möchte die gesamte Mechanik (Motor, Getriebe und Endantrieb) überholen. Irgendwie war das mit der MT 10 so nicht geplant, ich wollte eigentlich eine MT 11 haben, aber wie das Leben so spielt...

      Laut des MT 11 Manuals benötige ich für den MT 11 Motor folgende Kugellager:

      [6-205K] 6205 C3 (vordere Lagerung der Nockenwelle)
      [209] 6209 C3 (vordere Lagerung der Kurbelwelle)
      [42209K-1M] NU209 E (hintere Lagerung der Kurbelwelle)

      Weiss jemand von Euch, ob diese Lager auch in den MT 10 Motor passen? Gibt es bezüglich der Lager und Dichtringe (Simmerringe) eklatant Unterschiede zwischen dem MT 10 und MT 11 Motor?

      Herzliche Grüße und Dank für Eure Antworten,


      Armin
      Bilder
      • mt11_004_1024.jpg

        157,82 kB, 1.024×758, 66 mal angesehen

      mt1036 schrieb:

      Unterschiede zwischen dem MT 10 und MT 11 Motor?


      Bin zwar kein Dnepr Besitzer oder Fahrer, obwohl ich Dnepr Teile in meiner Ural verbaut habe. Trotzdem denke ich das die Motoren OHV Dnepr keinen Unterschied ob in MT 11 oder MT 10 verbaut machen. Es sei den der war schon mal offen und wurde individuell mit Spezialteilen ausgestattet.
      Lager und Dichtungen sind gleich, sogar in der 6v Vorgängerversion bis auf die Lichtmaschinendichtung.
      Was nicht dran ist, geht nicht kaputt!!!!!!
      "Der Saarländer unter Fremden, also zum Beispiel in der Pfalz, hat ein Problem, weil ihn keine Sau versteht..."
      Für neuen Bildschirm Nagel hier-> O <- einschlagen... :whistling:
      Das ist aber eine unangenehme Frage! Aber wenn jemand alle Lager wechseln möchte, dann wird er sich wohl (hoffentlich) damit auskennen und vorher alles abgeklärt haben. Wenn nicht, dann............!!!
      Kennen wir ja alles schon. Taucht immer wieder auf, z.B. der Klassiker: ...muß nur mal eingestellt werden!
      Schauen wir mal was daraus wird. Freue mich immer, wenn unerschrockene Bastler und schmerzfreie Schrauber die Dinger auf die Straße bringen.
      Alles wird gut!!!
      Sorry cattleman und Eisenschwein, irgendwie verstehe ich die Antwort auf meine Frage nicht. Warum so negativ? ;)

      Na denn, hier ein paar Infos über das geplante Projekt:

      Der Motor läuft nicht, bzw. nur auf einem Zylinder, Getriebe schaltet einwandfrei, Endantrieb hat sehr wenig Spiel. Es sollen auch nicht nur ein paar Lager gewechselt werden, sondern eine komplette Überholung durchgeführt werden. Das beinhaltet für mich:

      Komplette Zerlegung der gesamten Mechanik (Motor, Getriebe, Endantrieb).
      Vermessung aller Teile (Verschleiß, Maßhaltigkeit)
      Entfernen von Graden
      Reinigung der Baugruppen
      Austausch von Verschlissenen oder nicht Maßhaltigen Teilen
      Austausch aller (russischen) Teile, die es auch als Normteile in besserer Qualität bei uns gibt
      Fachgerechtes Zusammensetzten der Mechanik

      Da ich versuchen möchte, den Motor in seinen Ursprungszustand zu versetzten, stellt sich für mich natürlich auch die Frage nach bestimmten Baugruppen, hier speziell die Vergaser. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir in diesen Punkten mit eurem Wissen helfen könntet.

      Bei Interesse eurerseits habe ich vor, die Überholung der MT 10 in diesem Thread zu dokumentieren.

      Danke und liebe Grüße

      Armin
      Hallo Armin,

      Gratuliere zum Projekt!

      Je älter die Dnepr desto eher hast du noch eine halbwegs brauchbare Material- und Teilequalität.
      Daher ist MT10 die bessere Wahl gewesen.

      Ein paar meiner Erfahrungen aus einiger Dnepr Schrauberei:
      - die aktuell erhältlichen neuen Ersatzteile sind oft total unbrauchbar oder zumindest schlechter als alte Gebrauchtteile
      - auch mit viel Liebe und Zuwendung werden manche Baugruppen nie auf Dauer zuverlässig,. Besonders russische Vergaser und Lichtmaschinen sind ein Quell stetiger Frustration.
      - die in der Literatur angegebenen Maße und Toleranzen sind Theorie die schon im Werk kaum berücksichtigt wurde.

      Viel Erfolg!

      Gruß
      Oliver
      Bevor Du neue Vergaser suchst und Geld ausgibst, mach erstmal alles was Du geplant hast. Anscheinend ist die Maschine ja mal gelaufen mit den verbauten Vergasern. Also lass die dran und wenn alles gemacht ist sollte sie auch damit laufen. Dann kannst du immer noch nach anderen Vergasern suchen. Die besten Vergaser sind die, die funktionieren. Und das tun nicht alle Neuvergaser. Da sind schon mal Bohrungen vergessen....usw....usw....! Und bevor den großen Rundumschlag machst, bring die Kiste zum laufen und fahre erstmal auf einem Feldweg. Nur so zum ausprobieren. Vielleicht läuft das Maschinchen ja ganz passabel. Oder sie läuft aber die Räder eiern, oder du fühlst dich überhaupt nicht wohl weil die Leistung nicht reicht oder die Bremsen auch nach dem dritten Mal einstellen nicht ziehen.
      Wenn du sie nicht zum laufen bekommst, dann lass die Finger davon und spar das Geld für die vielen Teile. Du wirst nicht glücklich!!!!
      Woher ich das alles weiß?.......weil ich gerade die 3. Leiche in Arbeit habe und immer wieder auf Überraschungen stosse. Und weil ich Lehrgeld bezahlt und auch so manche Mark und Euro versenkt habe.
      Und ich bin seit Jahren hier im Forum. Hier haben sich viele Enthusiasten mit großen Plänen angemeldet, wie wild gepostet und sind dann sang- und klanglos verschwunden.
      Also, nix für ungut, ich wünsche viel Glück und stehe natürlich für Ratschläge jederzeit zur Verfügung.
      Wenn Du uns mittteilst wo Du wohnst und im Fall des Falles zeitig fragst, dann wird es bestimmt jemand aus der Nähe geben der Dir über die Schulter schaut und die schlimmsten Fehler verhindert.
      Viel Glück
      Andy
      Alles wird gut!!!
      Hallo Oliver, hallo Andy,

      vielen Dank für Euere Hinweise und das Angebot der Unterstützung bei meinem Projekt MT 10 (das ich sehr gerne annehme). Eure Hinweise finde ich sehr hilfreich und ich werde diese gerne Berücksichtigen. Ich habe zwar einige Erfahrungen mit alten Motoren (Aermacchi, BMW Einzylinder, Ducati Einzylinder, MV Augusta Zweitakter und Moto Morini) gesammelt, aber noch nie hatte ich einen "Russen". Neben dem "üblichen" Werkzeugen habe ich eine Drehbank und eine CNC Fräse (und ich kann diese auch bedienen), sodass hier "Sonderanfertigungen" von Teilen für mich durchaus möglich sind. Dennoch ist mir bewusst, dass die "Russen" sich nicht mit den alten Italienern und deutschen Motorrädern vergleichen lassen. Dies ist auch der Grund, warum ich die Erfahrungen von Euch in diesem Forum suche. Nochmals vielen Dank für die hilfreichen Posts. Besonders den Hinweis von Andy, das Motorrad fahrbereit zu machen und auszuprobieren finde ich sehr gut.

      Ich berichte was ich plane und wie es weiter geht,

      liebe Grüße

      Armin

      PS: Zurzeit wohne ich noch in Berlin, ab Mitte September in Konstanz (Umland).
      Hallo MT 10,
      der Motor dreht anscheindend frei. Also kein Klemmer oder sonstiger gravierender Schaden.
      Den Motor so zum Laufen bringen und erst mal Fahren ist keine Option? Meist geht eh vorher was Anderes kaputt.
      Motorausbau, Zerlegung usw. ist schon ein Aufwand. :whistling: Und qualitativ kommt es nicht an BMW ran.
      Gruss
      doc