Bremse hinten fast ohne Funktion - verölt?

      Bremse hinten fast ohne Funktion - verölt?

      Hallo Leute,

      die hintere Bremse an meiner Dnepr ist fast ohne Funktion. Der Vorbesitzer meint, sie wäre wohl verölt, aus dem hinteren Getriebe heraus.

      Wenn ich das Rad rausnehme, komme ich dann an die Dichtung zum wechseln dran?

      Danke für eure Antworten vorab.

      Jochen
      Wirf den ollen Russendichtring so weit Du kannst und mach einen normalen Wellendichtring rein: 45x58x7
      Unsere Kinder merken doch, daß die Werte, die unsere Gesellschaft hoch hält, nicht die sind, nach denen sie funktioniert.

      Gruß
      Der Bundschuh

      DNEPR MT 16 - das Motorrad für richtige Männer!
      Hinterrad raus, dann 7 Schrauben öffnen, Deckel ab, Dichtung wechseln und wieder zusammenschrauben. Die Orginaldichtungen sind aber auch gut genug, wenn die Qualität stimmt.

      Hole die eine Dichtung von einem guten Teilehändler und nicht aus irgendwelchen dubiosen Quellen.

      Ist alles recht schnell machbar.

      Viel Erfolg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ural(t)Drummer“ ()

      Wahrscheinlich ist die Ablaufbohrung senkrecht aus dem Gehäuse nach unten mit Dreck verstopft, kann man gut kontrollieren ,wenn der alte Dichtring ab ist. Banale 2. Möglichkeit: zuviel Fett im Bremshebelsystem,
      Gruß Jochen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „einyeti“ ()

      Falsch eingestellt kommt auch noch in Frage, wenn der Hebel am gehäuse anschlägt geht auch nichts mehr.
      Was nicht dran ist, geht nicht kaputt!!!!!!
      "Der Saarländer unter Fremden, also zum Beispiel in der Pfalz, hat ein Problem, weil ihn keine Sau versteht..."
      Für neuen Bildschirm Nagel hier-> O <- einschlagen... :whistling:

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      Ich wollte am WE der Sache mal auf den Grund gehen.

      Wie stelle ich mir das vor? Sofern es keine Einstellungssache ist...

      Ich lasse hinten das Öl ab, bocke den Bock auf, löse die Kronenmutter, ziehe die Steckachse raus und entnehme das Rad inkl. Bremse?

      Dann löse ich den Dichtring am Sekundärgetriebe und tausche auch das darunter liegende Lager aus?

      Das war's dann? Nach Reinigung alles wieder andersrum zusammenbauen?

      Danke für eure Tipps....klingt wenn es denn so ist, gar nicht so kompliziert.

      Gruß Jochen

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      Da es sich um einen TWD handelt,
      gibt es noch einen schönen anderen Simmerring, der zwischen Mitnehmerwelle und Distanzrohr sitzt.
      Wenn der nicht in Ordnung ist, läßt er sich nur tauschen, wenn man das komplette HAG Getriebe zerlegt.

      Ich würde wie Robert schrub,
      die Dichtmanschette tauschen, alles sauber machen und dann erst mal weiter fahren und schauen ob es noch woanders herkommt.

      Dazu die Steckachse raus, Hinterrad raus, Backen abnehmen und dann lassen sich die Schrauben am Flanschdeckel lösen.
      Dahinter liegt der Dichtflansch, der jetzt abzunehmen ist.
      Ablaufbohrung freimachen, alles sauber machen (darauf achten, das man keinen Dreck oder Reinigungsmittel in das jetzt offene Lager laufen läßt).
      Die Dichtfläche auf dem Mitnehmer kontrollieren, Gummiflansch leicht an der Dichtlippe einfetten und in der richtigen Position (auf die Ablaufbohrung achten) wieder einbauen.
      Bremsbacken tauschen oder Entfetten und wie bereits erwähnt die Lage des inneren Bremshebels prüfen.
      Ggf. die Backen unterfüttern und die Anlagefläche der Backen an die Trommel anpassen.

      Guck dir die Explosionszeichnungen im Ersatzteilkatalog der MT 16 an(Downloadbereich dieses Forums).

      Ölstand in der linken und rechten Getriebegehäusehälfte kontrollieren.
      Du hast ja auch zwei Ablaßschrauben...

      Einen Ölfred werde ich jetzt nicht eröffnen, ich selber habe die Erfahrung gemacht, das dickes Getriebeöl nicht so schnell wieder raus läuft und Getriebefließfett mehr an den Gehäusewandungen klebt als auf den rotierenden Komponenten .

      Gutes Gelingen

      Matthias

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      Backenfutter.
      FJ - Einfach Fahren :) - Langweilig :thumbsup:

      URAL - a bissel was geht immer :wacko: What would MacGyver do? ?(

      "... und Gott fragte die Steine: "Wollt Ihr Ural-Fahrer werden?" Und die Steine antworteten: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug."

      Warnung: Lesen gefährdet die Dummheit!

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      Unterlegscheiben unter den Pilzen helfen nicht wirklich,
      das ist aus meiner Sicht nur eine Notlösung, wenn man mit dem Einstellkonus schon auf der "letzten Rille" ist.
      Meist passt die Seite am Betätigungsnocken nicht
      und die Bremsbacken stehen nicht zentriert in der Bremstrommel.
      Zum "Futterblech":
      Ich habe das früher mal als MZ Ersatzteil gehabt;
      das ist eine u-förmige Blechklammer, die über die Fläche der Bremsbacke kommt,
      auf die die Betätigungsnocken des Bremshebels drückt.
      Oder diese Variante:
      ddr-motorrad.de/Distanzblech-Bremsbacken-1mm-MZ-TS

      Zum Einstellen der Bremsbacken bietet es sich an, eine alte Dneprvollnabe (mit Radlagerung) umzubauen.
      Dazu am besten eine Nabe nehmen, bei der die Mitnehmerverzahnung nicht mehr i.O. ist, dann ist das Zerschneiden nicht so schade.

      Man schneidet mit der Flex einen Teilkreisringausschnitt aus der Stirnfläche der Bremstrommel.
      Der Lagersitz bleibt komplett stehen und wird nur zur Hälfte umschnitten.
      Den Rest der Stirnfläche bis zum Bremstrommelring schneidet man ebenfalls weg.
      Das kann dann so aussehen:

      ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeig…nitten/707296594-306-3109


      Dadurch das man jetzt mit Achse genau die Mitte der Bremstrommel zur Ankerplatte hat, sieht man sehr schön die Lage der Bremsbacken zur Bremsfläche.
      Wenn man das so weit hat, kann man sich um das Tragbild der Bremsbacken in der Trommel kümmern.

      Viel Spaß beim justieren der Bremsbacken

      Grüße

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