Tank entrosten

      Tank entrosten

      Hallo Leute,

      eine kurze Frage. Ich bin gerade dabei, den Tank meiner K750 mit Zitronensäure zu entrosten. Klappt wunderbar. Aber sobald ich das Wasser ablassen, wird alles gelblich und fängt an Flugrost zu bekommen. Was eignet sich hier gut? Habe mal was von "Wasser vor dem ablassen neutralisieren" gelesen. Oder hilft danach mit Aceton oder Benzin zu spülen? Würde den Tank danach nämlich gerne versiegeln. Er hat einige kleine Löcher die ich durchs Schweißen einfach nicht dicht kriege.

      Danke :)

      andiii schrieb:

      Wasser vor dem ablassen neutralisieren
      neutralisieren des Zitronensäuresudes durch Eingabe von einem halben Teelöffel kristallinem natriumhydroxidhaltigem Abflussreiniger vor der Tankentleerung ...
      wie in simson-bastler.de/tankentrostung_zitronensaeure-i26.html erwähnt ...
      Säure plus Lauge ergibt Salz plus Wasser ...

      BTW:
      die vorherige Reinigung des 9l-Tanks meiner Honda CB50J hab ich letztes Jahr so gemacht:
      (1) mechanische Grobreinigung mit Glasscherben und Mörtelmaschine
      (2) dann mit der "DanKlorix-Methode" ...

      wie bspw. in

      bzw.

      zu sehen ...
      Bemerkungen zu den Videos:
      wenns blitzt ist das bei Verwendung eines Ladegerätes unkritisch ...
      keine Verwendung einer Fahrzeugbatterie ... die lügt nicht ...
      die entstehenden Chlordämpfe sind nicht entzündlich/explosiv ...
      ist kein Knallgas (wie der Typ im zweiten Video behauptet) ... das wäre wirklich gefährlich ...
      Wichtig: das Ganze im Freien machen ... nicht die Nase reinhalten ...
      Ansonsten habs ich so gemacht:
      Volumenverhältnis vom Sud: Danklorix zu Wasser 1:2 ...
      altes 6A-Ladegerät ohne vorwitzige Elektronik etc. ...
      bei "Nagel rein" Strom ca. 4 A ...
      Strom geht dann zurück ...
      dann muß der Nagel wieder gereinigt werden ...
      Stromaufnahme geht dann wieder hoch ...
      irgendwann wird der Sud dann "müde" ...
      3 Tage lang das gemacht ...
      jeden Tag neuen Sud angerührt ...
      4 Zimmermannsnägel verbraucht ...
      ausgespült ...
      in den Ecken war noch ganz wenig Rost punktuell zu sehen ...
      (3) dann einen Durchgang mit Zitronensäure ...
      280 g kristalline Zitronensäure eingefüllt
      kochendes Wasser bis voll eingefüllt
      so 5 Stunden stehen lassen
      1 Teelöffel Abflußreiniger rein - umgerührt ...
      ausgekippt ...
      mit Wasser ausgespült ...
      mit Spiritus ausgeschwenkt ...
      auslüften lassen ...

      blitzblank ... :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Robert“ ()

      Ist aber knifflig, das genau zu treffen mit Salz und Wasser ohne Tendenz zu sauer oder alkalisch, und dann gilt noch der Satz "Russe und Salz, dann zerfallt's" (by KNEPTA). ;)

      Manche haben Cola probiert, was wegen des enthaltenen Phosphats gut ist. Damit gibt's eine schwerer angreifbare Oberfläche. So gehen auch verschiedene Rostumwandler.
      Artificial intelligence is no match for natural stupidity.
      Ich habe meinen Tank zu Egon Damm geschickt. Der macht prof. Tankreinigung für Motorradtanks.
      Kostet grob 100,- (incl.Versiegelung).
      Löcher zuschweissen/löten (hinter Knieschutz war der Tank durch) hat nochmals 100,- gekostet.
      Dann ist Ruhe.
      Ist ne menge Geld, aber mat hat danach Ruhe und die Benzinfilter etc. sind nicht verstopft.
      Gruß Wolfgang

      Wolferl schrieb:

      Ich habe meinen Tank zu Egon Damm geschickt. Der macht prof. Tankreinigung für Motorradtanks.
      Kostet grob 100,- (incl.Versiegelung).
      Löcher zuschweissen/löten (hinter Knieschutz war der Tank durch) hat nochmals 100,- gekostet.
      Dann ist Ruhe.
      Ist ne menge Geld, aber mat hat danach Ruhe und die Benzinfilter etc. sind nicht verstopft.
      Gruß Wolfgang


      Ich persönlich würde im Tank nix versiegeln.
      Hab bei zwei Tanks versucht das wieder raus zu bekommen weil es Blasen geworfen hat und unterwandert worden ist.

      Ist sicher eine Frage wer es und ob er das professionell und nachhaltig durchführt....
      aber Restrisiko bleibt in meinen Augen.
      Da brauchts nur mal einen Dehnungsriss oder ne Delle reindrücken.....

      der garst schrieb:

      Ich persönlich würde im Tank nix versiegeln.


      Ich auch nicht. Habe bei mir irgendwann mal entschieden das ich einen zweiten Benzinhahn einlöten möchte und das hätte z. Bsp bei einem versiegelten Tank dann Probleme gegeben.
      Irgendwann, wenn entrosten ohne Versiegeln keinen Sinn mehr macht, muss man sich halt notfalls einen neuen bzw. Ersatztank besorgen.

      Zimmi schrieb:

      Ist aber knifflig, das genau zu treffen mit Salz und Wasser ohne Tendenz zu sauer oder alkalisch, und dann gilt noch der Satz "Russe und Salz, dann zerfallt's" (by KNEPTA).

      Da sollte unser "Chefchemiker" Kalle bitte mal korrigierend eingreifen..

      Robert spricht von natriumhydroxidhaltigem Abflussreiniger.
      Natriumhydroxid hat die chemische Formel NaOH; also ohne Cl = Chlor. (Natriumhydroxix ist im Volksmund als Natronlauge bekannt.)

      Bei "Russe und Salz..." wird das idR. nur winterlich verbreitete Streu-Salz mit der chemischen Formel NaCl bezeichnet. Enthält also Chlor, welches in wässeriger Lösung den Stahl angreift. Es bildet sich dann FeCl3 = Eisen(III)-Chlorid; eine vorzügliche Basis für eine Weiterbildung zum Rost (Fe²O³)

      Die Innenbehandlung mit Phosphorsäure erscheint mir als günstigste (und bllige) Lösung.
      Es bildet sich nämlich Eisenphosphat. Dazu sagt Wikepedia:
      Eisen(III)-phosphat, alte Bezeichnungen Ferriphosphat, Ferrum phosphoricum oxydatum oder phosphorsaures Eisenoxyd, chemische Formel FePO4·n H2O (n meist 2 oder 4), bildet gelbliche Kristalle, die sich in Säuren, nicht aber in Wasser oder Ethanol lösen.
      .
      Also auch nicht durch ethanolhaltigen Sprit.

      Ist ein Tank -meist unten :D - löcherig wie ein Sieb, dann zuerst zB. Sandstrahlen, dann Lötpaste auftragen, diese anschmelzen und mit zB. Eichenholz verreiben, dann flächig Karosserielot aufkneten.
      Ob dann nach der Verschliessung der Undichtigkeiten noch Kreem oder POR 15 zur weiteren Innenversiegelung verwendet wird, ... kann man machen oder auch nicht.

      Nachträglich am Tank angebrachte Beulen oder "Spannungsrisse" werden dann auch nicht zu befürchten sein, weil die Pampe iwie immer etwas dauerelastisch bleibt.

      ____________________

      Falls -fast- in diesem Zusammenhang Interesse besteht, wie ich Tanks ausbeule, sage Mann/Männin Bescheid; hab' da ein parr Foddos. ;-))