Fragen Motor M72/ Toleranz Zylinderdeckel/ Länge Zylinder

      sovmoto schrieb:

      Da wird sich mit Sicherheit das Getriebe nicht montieren lassen oder wenn die Kupplungscheiben
      außermittig verbaut wird die Lebensdauer der leidtragenden Bauteile ziemlich in den Keller gehen.


      ...sprach der Zerspanungsfremde ! Wenn Lagergasse/hinterer Sitz und Zentriersitz Getriebeaufnahme und Stehbolzengewinde in ein und der selben Aufspannung gemacht wird, stimmt das alles zueinander. Der Gesamtversatz zur Mitte des Gehäuses ist was gänzlich anderes................
      [align=center][color=#ff0000][size=14]"I tried religion, meditation, even therapy... then I realized all I really needed was more horsepower. "[/color][/size][/align][align=center][size=12][color=#0000ff][b]10.Russenboxertreffen Siegerland 15.06.-18.06.2017 Koordinate 51.001765,8.002274
      diesmal 4 Tage wegen Feiertag[/b][/color][/size][/align]

      Ralph schrieb:

      Wenn Lagergasse/hinterer Sitz und Zentriersitz Getriebeaufnahme und Stehbolzengewinde in ein und der selben Aufspannung gemacht wird, stimmt das alles zueinander. Der Gesamtversatz zur Mitte des Gehäuses ist was gänzlich anderes................

      Ja, WENN... da würde ich Dir zustimmen. Wir sprechen hier aber von Russenteilen. Und WENN das korrekt gemacht wird, sind auch die Zylinderflächen gleich weit von der KW-Mitte entfernt.
      Alles theoretische Diskussion, der Themenstarter könnte da ja mal messen. Das wäre schon aussagekräftiger.

      Gruß, sovmoto
      PS: Und WENN Du so korrekt arbeiten würdest, wie Du Sprüche machst, hätte das Getriebe passende Bohrungen gehabt... :thumbdown:

      sovmoto schrieb:

      Ja, WENN... da würde ich Dir zustimmen. Wir sprechen hier aber von Russenteilen. Und WENN das korrekt gemacht wird, sind auch die Zylinderflächen gleich weit von der KW-Mitte entfernt.
      Alles theoretische Diskussion, der Themenstarter könnte da ja mal messen. Das wäre schon aussagekräftiger.

      Gruß, sovmoto


      Irgendwie habe ich schon seit dem Themenstart das Gefühl, dass Du ziemlich agro drauf bist. Andere Meinungen als Deine, zählen irgendwie bei dir wenig, so scheint es.
      Auf gar keinen Fall! Das ist dem herben Charme und Humor der Südheidjer - der oftmals und gerade für Bewohner anderer Landesteile schwer verständlich ist - geschuldet und keine böse Absicht. :saint:

      Meinungen anderer? Wenn ich darauf keinen Wert legen würde, würde mir geschätzt 70% meines Wissens fehlen oder ich hätte die Fehler, die andere schon gemacht hatten noch mal gemacht.

      Die nächste Kurbelwelle z.B. die keine Ölbohrungen mehr an den oberen Pleuelaugen bekommt, hab ich mir nicht selbst einfallen lassen. Und die kolbenbolzen ohne Sicherungsringe zu verbauen
      auch nicht...

      sovmoto schrieb:

      Ralph schrieb:

      Wenn Lagergasse/hinterer Sitz und Zentriersitz Getriebeaufnahme und Stehbolzengewinde in ein und der selben Aufspannung gemacht wird, stimmt das alles zueinander. Der Gesamtversatz zur Mitte des Gehäuses ist was gänzlich anderes................

      Und WENN das korrekt gemacht wird, sind auch die Zylinderflächen gleich weit von der KW-Mitte entfernt.
      :thumbdown:


      Du hast es nicht verstanden. Die Zylinderflansch-Flächen haben mit der KW-Lagergasse und der bearbeitungstechnisch fluchtenden Getriebeaufnahme nichts zu tun. Da kann durchaus Versatz zu den Gehäuseaußenflächen sein. Vielleicht hast du ja schon mal gesehen, daß Stehbolzen und Bohrungen meistens gar nicht mittig in den bearbeiteten Gehäuseflächen liegen ....
      No Nukes
      Ich glaub schon, dass ich das verstanden habe. Mein aktuelles NW Zahnrad ist von Gusskontur zur späteren Bearbeitung so versetzt, das Dir schwindelig wird...

      Leider gibt es keine - oder ich kenne sie nicht - Doku, wie die Blöcke bearbeitet wurden. Gesetzt den Fall, ein Bearbeitungszentrum kam
      zum Einsatz, das gleichzeitig vordere Lagersitze, hinteren Sitz für den Lagerdeckel, Getriebezentrierung UND Zylinderflächen fertigt,
      scheidet der Versatz aus. So wurden z.B. die Motorblöcke für den Käfer mindestens seit Ende der 40er Jahre gemacht.
      Wurde das Gehäuse aber mehrfach gespannt und bearbeitet, sind alle möglichen Kombinationen des Versatzes möglich.

      Es stellt sich aber auch die Frage der Wahrscheinlichkeit. Es handelt sich um einen M72, gefertigt als die Sowjet-Industrie noch streng geführt wurde.
      Da wurde anders gearbeitet und kontrolliert als z.B. Mitte der 90er Jahre bei Ural oder Dnepr Inlands-Modellen.
      Weiterhin sind die Jahrzehnte lang gelaufen - mit einem Versatz im Gehäuse wahrscheinlich eher mäßig.

      Dann nimmt sich jemand des Motors an. Und ist sich ganz offensichtlich nicht im Klaren darüber was er tut und lässt mal eben die Schmierbohrungen weg.
      Da liegt dann der Verdacht nah, dass da noch mehr im Argen liegt, wie z.B. die von Lamento angeführte Pleuel-Länge durch nicht zentrische obere Pleuelbuchsen
      oder gut gemeinte Planarbeiten an Kopf-/Fußdichtfläche mit unterschiedlichen Maßen pro Zylinder.

      Aber wie schon gesagt: mal messen brächte Ergebnisse.

      Gruß, sovmoto
      Hatte noch kein gehäuse das gleich war, hab immer (wenn auch nur minimal) nachgearbeitet.
      Waren aber alles neuere ohv Gehäuse.
      Was nicht dran ist, geht nicht kaputt!!!!!!
      "Der Saarländer unter Fremden, also zum Beispiel in der Pfalz, hat ein Problem, weil ihn keine Sau versteht..."
      Für neuen Bildschirm Nagel hier-> O <- einschlagen... :whistling:
      Ich hatte bislang 4 Sätze K750 Zylinderdeckel in Händen.
      Aus 4 Sätzen ergaben sich 3 Paare und 2 waren Ausschuss.
      Die Brennraumtiefe gemessen von der Dichtfläche zur tiefsten Stelle in den Ventilaussparungen schwankte zw. 8,5 und 6mm.
      Bei manchen Deckeln war die Kontur innen über dem Auslassventil deutlich erhöht, bei manchen war es fast eine Ebene mit dem Einlass.
      Die Gussqualität war stark verschieden und tw. Käseartige Löcher in der Größe 2er Stecknadelköpfe in der Brennraumkontur vorhanden.
      Ich kann nur mutmaßen das es sich um Köpfe verschiedener Hersteller (Ural/Dnepr), Baujahre oder tw. sogar Nachbauten handelt da ich diese Köpfe aus verschiedenen Quellen zusammen getragen habe, und bis auf einen, immer ohne das Stammfahrzeug zu kennen.
      manche hatten eine dunkelgraue stumpfe Oberfläche, manche waren silbrig glänzend.
      Teilweise waren sie derart schlecht entformt das es Querverbindungen zw. Kühlrippen gab.

      Allen 4 Sätzen war aber 1 gemein:
      Kein Satz war geometrisch symmetrisch.

      Mit dem Messschieber hab ich mir die Paare vorsortiert,
      ich halte es aber für wenig aussagekräftig letztendlich mit dem Messschieber Paarungen auszusuchen, sondern nutze dazu eine Spritze mit 10w40.

      Die montierten Deckel bekommen, bei Kolben in Zünd-OT (Ventile zu), durchs Kerzenloch Öl gespritzt bis Oberkante.
      Eingespritzte Menge wird notiert und mit der gegenüber liegenden Seite verglichen.


      Einen Höhenunterschied in den Zylindern hatte ich bislang noch nicht. Ich tippe hier auf verschiedene Pleuel, oder sonstiges.
      Zerlegen, messen, vergleichen.
      Alles andere ist Glaskugellesen.
      Also Unterschiedlich sind definitiv die Zylinderdeckel im Abstand Dichtfläche zur Quetschkante (ich nenne es einfach mal so), etwa 1,5mm Unterschied. Zylinder selbst sind gleich. Die Kurbelwelle sitzt auch nicht mittig im Gehäuse. Ich werde es durch verschiedene Fußdichtungen und bearbeiten der Zylinderdeckel ausgleichen.

      Hat jemand eine Bezugsquelle für die dünnen 0,6mm Kupferkopfdichtungen ohne Zwischenlage? Ich finde derzeit nur die dicken mit der Zwischenlage.... Oder kann ich die auch zerlegen und die Kupferbleche davon einzeln benutzen?


      Gruß
      Nimm Alu.
      Geht genauso gut.
      Ich persönlich halte nichts von den Verbundstoffdichtungen bei luftgekühlten Motoren. Die Wärmeleitfähigkeit ist schlechter, der Kopf/Deckel wird heisser.

      Statt direkt dickere Fussdichtungen zu nehmen, liter doch erstmal die Brennräume mit montierten Köpfen aus.
      wenn beide Volumen gleich sind ist alles gut.