Lichtmaschine Anker defekt

      k-mehl-treiber schrieb:


      @Shikamaru: was hast du im Parallelthread mit "Spulen" gemeint? Hast du dich da verrechnet und die Zündung und die Zündspulen separat gerechnet?


      Das habe ich aus dem verlinkten Thread rübergenommen. Habe ich zwar bisher so auch nicht daran gedacht aber der Funke Wahrheit ist schon da:

      Lässt man Verluste, Anlaufkurven und andere Dinge der Praxis einfach mal unbeachtet, dann ergibt sich:Die Bordspannung ist 12V, der Innenwiderstand der Zündspule (es ist nur eine!!) beträgt 0,5 Ohm. Folglich kann der fliessende Strom (I=U/R) maximal 24A sein. Das ist eine Leistung von maximal (P=U*I) 12*24=288 [W].

      Quelle: powerboxer.de/theorie-technik/565-zuendspule

      Nehme ich jetzt die gerne mitverkaufte Japanerspule mit 4,5 Ohm, sind 32 W Lastspitzen fällig plus dann noch die Elektronik selber. Wollte man Spule und Elektronik gemeinsam auf 10W oder weniger drücken, müßte die Spule schon irgendwo 10 bis 15 Ohm haben.
      @Radi Nein, es werden schon ein paar mehr Windungen werden. Mit 0,63mm starken Kupferlackdraht der einen Querschnittsabhängigen Wiederstand von 0,0548 Ohm/m hat müsste man schon eine ziemlich große Spule wickeln um mit 10 Windungen auf 4,5 Ohm zu kommen.

      Eine Feldspule mit mehr Windungen und einem größeren Wiederstand ist Ankerschonender da der Strom verkleinert wird. Die 10A maximalleistung die der Anker abkann bleiben natürlich unverändert, mein problem sind ja schließlich nicht die maximale leistung, sondern die Haltbarkeit der Russischen Teile :D Mit 65W komme ich gut aus.

      Gruß aus dem Sauerland
      @ Kalle:
      "reine" KOh krieg ich in der Firma. Ein Freund ist auch Inhaber eines Gifbezugsscheines. Das wäre eine zweite Quelle.
      Auch kann man, so unglaublich das auch sein mag, fertig gemischte Lauge über die elektronische Bucht kaufen, oder KOh als Plättchen oder Tabletten auch übers Internet, oder etwas altmodischer in der Apotheke erstehen und dann selbst mischen.
      Herr Strehler von GAZ hatte mir zum mischen der Lauge folgendes geschickt:
      wässrige KOH-Lösung (Dichte 1,2 kg/l, bei 25°C, entspricht ca. 281 g 85%iges KOH in 1l destilliertem Wasser) + LiOH-Zusatz (8g auf 1l)

      Den LiOH Zusatz habe ich weggelassen, das soll nur die Kapazität noch etwas vergrößern, macht aber sonst keinen Unterschied.

      Die Dichte der Lauge kann man mit einem "Säureheber" oder Refraktometer messen (muss natürlich für Laugen geeignet sein).
      In Ermangelung an am Wochenende erhältlicher "reiner" KOh-Lösung hab ich auch schon mal nur destiliertes Wasser nachgefüllt. Das hat dem Akku bislang auch nichts ausgemacht.
      Nachfüllen muss man eigentlich eh nur, wenn man da mal längere Zeit überladen hat.
      Zum Beispiel wenn ein Regler verreckt (warum ich das wohl weiß :pinch: )

      Zum eigentlichen Thema:
      die Diskussion über den Sinn einer umgewickelten Feldspule mit vielen technischen Betrachtungen sind im Thread von RGF schön beschrieben.
      siehe: Lima 6V Instandsetzung/Änderung, Regelbar auf 12V

      SG
      Markus
      @k-mehl-treiber
      Ich freue mich zu lesen, dass du dich damit beschäftigt hast! Kannst ruhig die Lauge alle paar Jahre mal komplett wechseln. (Wenn du die Möglichkeit hast, die alte Lauge vernünftig zu entsorgen)
      Ich hadere noch, bei 12V wird dann schon etwas teurer........
      Kalle
      Kurze Rückmeldung.

      Feldspule ist neu gewickelt auf 4,4 Ohm. Neuer Russischer Anker ist verbaut. Selbst im Neuzustand muss das ding angepasst werden, Lief unrund und Lager saßen zu stramm. Mal sehen wie lange der hält.

      Lichtmaschine lädt jetzt im Leerlauf schon mit 6,8V, bei etwas Gas direkt 7,2V. Mit eingeschaltetem Licht im Leerlauf 6,2V und bei erhöhtem Standgas 6,9V.

      Danke an alle für die Hilfreichen antworten in diesem Thread!
      Gruß aus dem Sauerland