Schwergängigkeit K750 beim Antreten

      So. Der Motor ist raus und zerlegt. Als ich das Getriebe abgebaut habe, sind mir gefühlte 2kg Aluminiumspäne entgegengekommen Die Kurbelwelle "eiert" dermaßen stark, dass die Schwungscheibe am Kurbelgehäuse extrem stark gescheuert hat. Das "eiern" ist auch optisch wahrzunehmen.
      Also Kurbelwelle raus und hier habe ich Fragen:
      - muss das schwungscheibenseitige Lager auch ab?
      - muss die Nockenwelle raus und wenn ja wie?
      - ist bestimmt schon oft abgehandelt wurden, wie wickelt man die KW aus dem Gehäuse ?
      - in Halle und näherer Umgebung gibt es keinen Motorenbauer, der die Welle richtet. Kann mir jemand einen gute Firma empfehlen.

      Gruß Jochen und Danke an Te - Max, der mir wieder geholfen hat

      yochtan schrieb:

      - muss das schwungscheibenseitige Lager auch ab?
      - muss die Nockenwelle raus und wenn ja wie?
      - ist bestimmt schon oft abgehandelt wurden, wie wickelt man die KW aus dem Gehäuse ?

      Moin,
      Wenn du sowiso schon alles in Teilen auf der Werkbank liegen hast, dann mach am Besten gleich alles.
      Neue Lager für KW und NW; Zylinder schleifen lassen; Ventile einschleifen (ggf. 3 Winkel nach Fräsen);
      neue Stößel komplett; Kolben + Ringe ; Neue Ventil Federn; Oelpumpe vom 650er OHV; ect.pp
      Tut einmal weh, denn is aber auch erstmal Ruhe.

      Gruß
      PS. wenn deine KW tatsächlich krumm ist und die Schwungscheibe das Gehäuse spanend bearbeitet hat,
      schau dir das Hintere Lagerschild (der Kurbelwelle) mal an ob das noch ok ist, sonst auch austauschen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „daniel“ ()

      Danke für die vielen Hinweise.

      Nachdem ich die Schwungscheibe abgebaut habe, konnte man die KW noch immer sehr schwer durchdrehen. Erst nachdem ich das KW - Lager ab hatte, war der eiernde Druck auf die Lager weg und ich konnte die KW leicht durchdrehen.
      Zum Beitrag von Daniel, bis auf die verpfuschte KW sind alle andere Teile im grünem Bereich. Der Motor wurde durch unsere russischen Freunde schon mal neu aufgebaut, neue Kolben, gehohnte Zylinder, neue Lager usw.
      Wenn ich alles neu mache, kann ich gleich einen neuen Motor kaufen und meine Frau lässt sich scheiden. Gut, das letzte könnte man noch verschmerzen, was tut man nicht alles für ein funktionierendes Motorrad. Das letzte war nur Spaß.
      Gruß Jochen
      Ich hab mir jetzt erst den Beitrag von geroe durchgelesen, es ist tatsächlich so, dass die mit Sicherungsblech versehene 36 siger Schraube der Schwungscheibe mehr als lasch angezogen war.
      Ich habe mir einen Ringschlüssen der Größe besorgt, die Schraube hätte ich mit einer Wasserpumpenzage abbekommen.
      Aber dem steht entgegen, dass nach der Demontage der Schwungscheibe die KW immer noch schwergängig war (siehe vorherigen Beitrag)
      mfg Jochen

      Ps alle Schrauben sind übrigens entweder gar nicht oder nur sehr lasch angezogen, irgendwie hätte ich die ersten Teile sowieso verloren
      Naja, Kurbelwelle begutachten.
      Dazu hilft auch das weiter oben verlinkte Ural Handbuch.

      die beiden Pleuel auf eine Seite bringen, einen Kolbenbolzen durch beide Pleuel gleichzeitig stecken und den Abstand von Kurbelwellenmitte bis zum Kolbenbolzen messen.
      Bolzen raus und die Pleuel auf die andere Seite drehen. Bolzen rein und wieder messen.
      Wetten, dass die Maße unterschiedlich sind? -> dann ist die Kurbelwelle ganz gewiss verdreht.

      Alternativ kommen die Mehrere Teile der KW entgegen, weil die gebrochen ist. Siehst du ja nach ausbau des hinteren Lagerschildes.

      SG
      Markus
      "Wo Rauch, da Feuer" - hab nen Feuerstuhl ;)

      Gehst Du noch, oder Fährst du schon?
      Hallo Markus,
      Wette gewonnen, habe die von dir beschriebene Messmethode angewandt und, allerdings nur mit einer Schieblehre, einen Unterschied von knapp 2mm festgestellt!
      Die Kurbelwelle ist nicht gebrochen und ich habe sie auch mit einiger Mühe aus dem Kurbelgehäuse "rausgewickelt"
      Leider hat noch keine Motorenbauerfirma auf meine Anfrage bezüglich einer Überholung der KW geantwortet. Deutschland ewig Servicewüste

      Gruß Jochen
      Ich bin gerade dabei, für den Motorenzusammenbau einige Dichtungen usw. zu bestellen.
      Nun bietet ein Händler ein Zentrierwerkzeug für die Kupplungsmontage an.

      Meine Frage, ist dieses Werkzeug notwendig oder gibt es eine andere Möglichkeit für die Montage.
      Vielen Dank

      Gruß Jochen