Schwergängigkeit K750 beim Antreten

      hallo yochtan,

      ich kann dir nur raten, den Motor auf die Werkbank zu legen und mal alles in ruhe zu zerlegen und zu kontollieren....bei mir sind dabei noch ein paar dinge dazugekommen...kolbenbolzenbuchsen neu, neu kolben und Zylinder und Ventile....dreck überall...dann kannst du gleich neben deinem Problem den rest mitmachen....und dann ist ruhe und du kennst dich aus......ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele dieses schöne Hobby wieder aufgeben, weil sie nie an der Basis schrauben, sondern nur die Symptome beheben.....
      gruß, gerhard

      Bibri (scheinbar) schrieb:

      Ich tippe auf gewachsene Hefekolben.

      Gruß Christian


      Daneben getippt, denn deswegen sind die Zylinder ja bereits ab ;)

      Radi schrieb:

      Der Motor muss nun mal auseinander anders wird das nichts,Ich tippe auf verdrehte KurbelwelleGruß Radi


      Wie meinst du "verdreht"? Windschief eingebaut und deswegen Druck auf dem Lager, oder am Pleuelfußlager falsch verpresst?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TE-MAX“ ()

      TE-MAX schrieb:

      Bibri (scheinbar) schrieb:

      Ich tippe auf gewachsene Hefekolben.

      Gruß Christian


      Daneben getippt, denn deswegen sind die Zylinder ja bereits ab ;)

      Radi schrieb:

      Der Motor muss nun mal auseinander anders wird das nichts,Ich tippe auf verdrehte KurbelwelleGruß Radi


      Wie meinst du "verdreht"? Windschief eingebaut und deswegen Druck auf dem Lager, oder am Pleuelfußlager falsch verpresst?


      OK, dann keine Hefekolben.

      Verdrehte Welle heißt, daß die sich in den mit den Wangen verpreßten Hubzapfen verdreht hat, und somit nicht mehr 180° im Überschlag hat und die Lagerzapfen nicht mehr fluchten. Sozusagen.
      Ist tatsächlich die plausibelste Ursache.
      No Nukes

      TE-MAX schrieb:

      danach waren 3-4 KW-Umdrehungen unter hohem Kraftaufwand zu schaffen, bis die ominöse Kolbenstellung wieder eintraf.

      Deutet auf defektes Wälzlager hin. Alles ander hat ja nauch ein oder zwei (Nockenwelle) wieder die gleiche Position.
      Einem System Innenring-Wälzkörper-Aussenring ist das nicht der Fall.
      ...oder die Ölpumpe/Antrieb. Wie ist da eigentlich die Übersetzung?
      Also weiter;
      Lima ab
      Ölpumpenzahnrad (oben neben der Lima) raus
      Nockenwelle raus

      Dazwischen immer mal wieder testen.
      Wenn am Schluss nur noch die Kurbelwelle drin is und es immer noch klemmt, Bau den Motor aus und zieh die Kupplung ab.

      Wenns dann noch klemmt.....
      Ich würde mir ja (s. Hatta) mal das Zahnradpaar Kurbelwelle/Nockenwelle genau ansehen. Extrem außermittige Bohrungen (oder eine krumme Welle) könnten das merkwürdige Verhalten erklären.
      Mfg. Walter
      Eile ist Irrtum
      Nachdem ich meinen Adrenalinspiegel etwas runtergefahren habe, habe ich am WE mich weiter der Fehlersuche gewidmet. Beide Zylinder sind runter, es ist nicht´s gravierendes festzustellen.
      Nur etwas ist mir aufgefallen, wenn man mit einer Lampe in das Kurbelgehäuse des rechten Zylinders schaut, ist auf dem Oelbad etwas, was wie ganz feiner Messingabrieb ausschaut. Das Krad stand lange und es scheint, das aus irgendeinem Lager (Nur welches) Oel mit feinen Messingpartikel rausgelaufen ist und die Partikel sich auf der Oberfläche des Oel`s in der Oelwanne angesammelt haben.
      Te - Max wird mich diese Wochen noch mal zum Gedankenaustausch besuchen.
      Sonst ist alles Rückgebaut für den Motorausbau, ich hoffe, man kann das Getriebe drinnen lassen.
      Über ein paar nützliche Tipps für den Motorausbau würde ich mich freuen.
      mfg Jochen
      Hi,

      es hatte schon seinen Sinn, warum wir hier von hinten angefangen hatten. :whistling:

      Das Geriebe muss raus. Spätestens beim heben des Motors steht die Ölwanne am Getriebe an und der Motor geht nun mal nur nach oben zur Seite raus.
      Zum Endantrieb und Getriebe siehe Posts von weiter oben. Eventuell nochmal nachschauen ob da auch dabei steht, dass der Kupplungsseilzug ausgehängt wird....
      Zum Motor:
      erst mal Öl ablassen, das geht so am einfachsten.
      Tank abbauen.
      An den Vergasern die Seilzüge aushängen (Je nach Vergaser oben den Deckel abnhemen, den Schieber herausziehen und das Seil aushängen)
      Seilzug bei vorhandener Kontaktzündung abbauen.
      Alle anderen Kabel Leitungen usw. abbauen.
      Obere Motorhalterung abschrauben, am besten ganz wegbauen (da wird die vordere Beiwagenstrebe mitgeschraubt, Motorrad/BW bleiben aber auch ohne diese stehen)
      Lichtmaschine ausbauen (geht dann leichter zum ausfädeln und der Motor wieg weniger)
      Irgendwas stabiles (am besten geht ein Rangierwageheber) unter die Öwanne stellen.
      Die Zylinder sind ja schon weg, ansonsten abbauen, alles wegen Gewicht und Beweglichkeit.
      Die beiden Motorhaltebolzen öffnen, kann schon mal spaß machen, da die vermurkst, verrostet usw sein können.
      Bolzen raus, dann sollte der Motor nur mehr am Wagenheber stehen und kann nach oben herausgenommen werden. Etwas nach vorne kippen und seitlich am oberen Rahmenrohr vorbei herausnehmen.
      Auf die Werkbank damit und dann geht's wieder weiter.

      SG
      Markus
      Oder was zm anhängen suchen und den Motorheber nehmen...

      Geht alleine besser und schont das Kreuz...
      Hallo Markus,
      Einen Großteil dessen was du geschrieben hast, habe ich schon gemacht. Ich möchte mich aber, bevor ich weitermache, noch mal bezüglich der Messingablagerungen auf der Oeloberfläche noch mal mit Te - Max unterhalten und die Steuerräder unter die Lupe nehmen. Noch ne Frage zu den Motoraufhängungen im Rahmen, die vorderen beiden sind wohl Stehbolzen, die mit einer Kontermutter aus dem Motorgehäuse geschraubt werden müssen, während die hintere Befestigung eine durchgehenden Gewindestange ist, die ich herausschlagen muss ???
      Falls ich noch Fragen habe, melde ich mich, vielen Dank aber schon.

      Jochen

      yochtan schrieb:

      die vorderen beiden sind wohl Stehbolzen, die mit einer Kontermutter aus dem Motorgehäuse geschraubt werden müssen, während die hintere Befestigung eine durchgehenden Gewindestange ist, die ich herausschlagen muss ???

      es sollten beides durchgehende Bolzen ("Gewindestangen") sein.
      Gruß Lienhard

      In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr, als in einer übertrieben genauen Rechnung.
      (Carl Friedrich Gauß, dt. Mathematiker, Physiker & Astronom, 1777-1855)



      Menschen, Tiere, Sensationen:
      Die Chang aus der Kiste
      Hallo,
      ich bin etwas irritiert, komme gerade aus meiner Werkstatt und habe noch mal nachgeschaut. Alle vier Befestigungspunkte sind meiner Meinung nach Stehbolzen, die ich mit einer Kontermutter rausschrauben muss, auch die hinteren, auf denen die Fußrasten montiert werden.
      Neh, das kann nicht sein, das sind je 2 Stangen mit Gewinde auf beiden Seiten, Es reicht die Muttern auf der Beiwagen Seite zu entfernen und den Motor vorsichtig mit dem Wagenheber anzuheben, dabei überprüfen wann sich die Stangen leicht drehen. Dann kann man sie mit leichter Gewalt rausbekommen. Leichte Schläge helfen da manchmal.
      www.seitenwagen-antrieb.de