Olga auf dem OP Tisch

      Hi, wegen dem Klack:

      nimm mal den Deckel für das Ölpumpenzahnrad ab. Eventuell ist auf der Nockenwellen beim Antriebszahnrad ein Grat und nimmt dir bei jeder zweiten Umdrehung das Ölpumpenrad mit bis an den Deckel (hat ja ein Bisschen Spiel das Zahnrad zum Deckel).

      Schöne Restaurationsdoku machst du hier, dankeschön :)

      SG
      Markus
      "Wo Rauch, da Feuer" - hab nen Feuerstuhl ;)

      Gehst Du noch, oder Fährst du schon?
      Hallo Markus !

      Du hast Recht das wäre auch eine mögliche Quelle für das Geräusch. Allerdings ist das "Klack" beim Rückwärtsdrehen des Motors identisch wie beim Vorwärtsdrehen. Das bedeutet das es nicht das Ölpumpenrad sein kann , da ja beim Rückwärtsdrehen die Nockenwellenschnecke das Ölpumpenzahnrad nicht anhebte sondern umgekehrt auf seinen Sitz drückte.

      Gruss Stefan :)
      Stefan,
      hast Du denn schon mal an klackende rechtsdrehende Milchsäuren gedacht? Suche den klingenden Joghurt!
      Vielleicht ist ja aber auch eine klackernde teneriffische Gans ganz wild auf Altaluminium und ins Gefieder...äh...Gehäuse geschlüpft. Dann bitte nochmal zerlegen und befreien. Anschließend ganSdicht verschließen! :rolleyes:

      Interessanter Bericht hier, finde ich guuut! 8o
      Da kann man schön mit den Händen in den Taschen....äh....auf der Tastatur das Werden beobachten - und lernt noch was! Und das war jetzt ernst gemeint - mal so zur Abwechslung. :D
      Na und Du schraubst ja sonst an nicht ganz so großen Schrauben, watt? M1 ist da schon dick, näch? Daher lässt Du die Tenifferistenprofis ran...verstehe die Problematik, si claro!

      Gruß Joachim
      In einem vorigen Post beschrieb ich das meine Anwerferklinke über den Jordan gegangen ist.

      Was ich erst vor ein paar Tagen herausfand , war der Grund der sie veranlaßte das zeitliche zu segnen.

      Es gibt in unserem M72-Getriebe ein Bauteil das die Aufgabe hat die Klinke aus dem Weg zu schieben , sobald das Anwerferpedal seine Ruhestellung erreicht.

      Damit kann das Anwerferritzel schön frei laufen da es ja vom Zahnrad des ersten Gangs auf der Nebenwelle schön mitgenommen wird.

      Erst wenn das Anwerferpedal seine Ruhestellung verläßt , darf die Klinke auf der Anwerferwelle seine Position ändern und in die Zähne im Innern des Ritzels eingreifen um den Startvorgang einzuleiten.


      Genau dieses Halbmondförmige Bauteil war locker und konnte je nach Laune eine mehr obere oder mehr untere Position einnehmen.

      Damit hatte die Klinke keine Chance den Zähnen im Kragen des Anwerferritzels auszuweichen und das ganze klackerte schön vor sich hin.

      Also liebe Freunde , beim Aufbauen eines M72-Getriebes auch dieses Teil in Augenschein nehmen und beim Zusammenbau prüfen ob auch alles an der Anwerfermechanik seine vom Inschenör zugedachte Aufgabe erfüllt.

      Gruss Stefan

      PS. Joachim , solltest Du Recht haben und sich irgendwelches Federvieh in meinen Motor verirrt haben , so wird es tunlichst bestraft mit einem unangenehmen Aufenthalt im Backofen !
      Bilder
      • Halbmond für Klinke.jpg

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      • Mechanismus.jpg

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      Ich habe vor die korrekte Position dieses Halbmonds durch probieren herauszufinden und danach diese Stellung bei der endgültigen Montage durch Loctite auf seiner Planfläche zu sichern.

      Kann man das so machen oder ist das Pfusch ?

      Ich frage die Experten in Maschinenbau dieses Forums nach ihrer Meinung.

      Gruss Stefan
      Hallo Stefan,

      die Position des Anschlags für die Kickstarterraste ist doch an sich fest vorgegeben. Einzige Aufgabe ist, die Raste soweit zurück zu drücken,
      dass diese sicher nicht mehr im Eingriff des Kickstarterrades ist.

      Wenn das gegeben ist, Schraube festziehen und ggf. verstemmen oder Sicherung durch Schraubensicherungsmittel flüssig.

      Die Beurteilung, ob das fixieren des Anschlags mit Loctite ehrbares Handwerk oder Pfusch ist, steht mir nicht zu. Allerdings
      hat sich die Variante mit der Schraube in hunderttausenden von Fahrzeugen und über Jahrzehnte bewährt.

      So wie ich das Bild von Deinem Getriebe sehe, ist die Schraube nicht richtig angezogen aber trotzdem verstemmt worden.
      Das würde ich schon als Pfusch bezeichnen - und zwar ab Werk....

      Gruß, sovmoto
      Danke sovmoto

      Selbstverständlich wollte ich das Loctite auf der Planfläche des Halbmonds zusätzlich zu der Befestigungsschraube anwenden.
      Das Foto ist erst gemacht worden nachdem ich dieses Teil schonmal demontiert hatte , also die Position des Halbmonds und auch die Schlitzstellung der Schraube muß auf dem Foto nicht die gleiche sein wie "ab Werk".

      Die Schraube war locker , trotz Verstemmung am Rand , und der Halbmond kann sich ca 20º hin und her auf seiner Achse bewegen. Das bedeutet das wohl die Sicke im Gehäuse wo der Halbmond eingesetzt wird an ihrem Rand ausgeschlagen ist und jetzt diese Winkelbewegung zuläßt.

      Deswegen die Idee diesen Halbmond zusätzlich mit Loctite auf seiner Planfläche zu fixieren , da seine Position nicht mehr durch die Aussparung fest vorgegeben ist.

      Die Alternative wäre so einen Halbmond neu zu fertigen mit etwas Übermaß am Rand damit er wieder korrekt eingesetzt werden kann ohne zu wackeln.

      Gruß

      Stefan
      Wegen dem "Klack" beim Drehen der Kurbelwelle....

      Ich habe heute den Motor vorne aufgemacht um nachzugucken was los ist.

      Überraschung , der Mitnehmerstift zum Motorentlüfter saß fest auf seinem Platz.

      Nach abnehmen des Räderdeckels und drehen der KW ging das klacken weiter.

      Also der Mitnehmer fiel aus als Verursacher.

      Ich habe dann die vier Ventileinstellschrauben voll reingedreht , also das Ventilspiel auf "max" gestellt und auf einmal hatte ich statt einmal "Klack" alle zwei Umdrehungen , nun viermal "Klack" alle zwei Umdrehungen.

      Zur Sicherheit habe ich die Zylinder ca 10mm abgehoben und die Nockenwelle ausgebaut , dann die Zylinder mit zwei Muttern provisorisch befestigt und nochmal probiert.

      "Klacken" war weg !

      Einer der Stößel lief etwas schwerer in der Führung als die anderen , aber durchaus tolerabel.
      Also dieser etwas träge Stößel war der Verantwortliche.

      Sobald der Motor seine ersten 1000 Umdrehungen mit Öl im Leerlauf macht , schätze ich das Ruhe ist , da sich der etwas träge Stößel dann wohl einläuft.

      Also , wie schon @iwanbobber sagte , ein frisch aufgebauter M72-Motor muß klacken.

      Gruss

      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Askari“ ()

      Stoßen und Führungen messen oder vergleichen, vielleicht reicht schon ein tauschen unter einander, sonst den zu strammen Stössel oder seine Bohrung mit feinstem Nassschleifpapier Lappen,
      Gruß Jochen
      Hallo Jochen

      Habe heute das gegenteilige Experiment gemacht , also das Ventilspiel mal auf "Nullkommanull" gestellt.

      Klacken ist weg!

      Damit ist mir klar das das klacken am Anfang von einem zu gross eingestellten Ventil stammte.

      Die Stößel sind komplett neue mit ihren Führungen , die gehen sowieso etwas strammer als die alten die in Normallage des Motors schon durch ihr Eigengewicht Richtung Ventil rutschten.

      Also ich werde es riskieren , Motor zumachen , Ventile penibel einstellen und dann mit schönem SAE 40 Einbereichsöl losbrettern wenn es soweit ist.

      Gruss

      Stefan

      A-Körbchen schrieb:

      Askari schrieb:

      Damit ist mir klar das das klacken am Anfang von einem zu gross eingestellten Ventil stammte.

      Sobald irgendein Spiel vorhanden ist wird es klacken. Und das ist auch gut so.
      bei BMW-Fahrern heißt es: wenn man die Ventile nicht mehr hört wirds gefährlich ...
      Ich habe gestern meine Kardanwelle , meinen Fußschalthebel , meine Umlenkhebel der vorderen Dämpfer und meine vier Radnaben zum Spänemacher gebracht.

      Arbeitsplan Kardanwelle:
      1.- Richten
      2.- alte Tellerscheibe runter , am besten auf der Drehmaschine in Späne verwandeln bis der Sitz auf der Kardanwelle erscheint.
      3.- vordere Führungsbuchse weg und durch eine neue mit korrekten Maßen ersetzen
      4.- Sitz der Tellerscheibe auf Maß bringen - Aufschweißen und auf Maß drehen.
      5.- neue verchromte Glocke drauf mit Gummidichtung
      6.- neue Tellerscheibe aufsetzen.

      Arbeitsplan Fußschalthebel
      1.- Führungsstift zum Hebel der Fußschaltung ersetzen mit Neumaß.

      Arbeitsplan Umlenkhebel
      1.- Ausleger der Hebel durch Aufschweißen auffüttern. (Chromstahlelektrode , schön hart !)
      2.- Ausleger in gemeinsamer Aufspannung auf Maß bearbeiten (20 -0.25mm)
      3.- leichten Radius an die Ausleger bringen

      Arbeitsplan Radnaben
      1.- Radnaben im Bereich der Speichenköpfe außen ein paar zehntel mm nacharbeiten damit meine neuen Speichen tief genug fallen um die Felgemitte ohne zu biegen zu erreichen.

      So hab ich heute mal einen Tag für Ästhetik eingelegt!

      Obere Gabelbrücke , rechter Getriebedeckel und Handschalthebel ein bischen mit 180er Papier angeschliffen und dann poliert. Damit bleiben die Kampfspuren der letzten 60 Jahre zwar sichtbar aber sieht trotzdem toll aus.

      Die Ösenschrauben habe ich mit der rotierenden Drahtbürste geputzt und dann mit Ballistol Schnellbrünierung angepinselt. dasselbe mit den Klemmschrauben zu den Gabelrohren.

      Das gibt dann zu den polierten Teilen einen schönen Kontrast.

      Ich habe vor alle Schrauben die Handelsüblich zu haben sind durch neue (schwarze 10.9er) zu ersetzen , die anderen mit M10er oder M12er Feingewinde werden geputzt und brüniert.

      Ich weiß das meine Olga zwar hübsch werden soll , aber trotzdem soll man erkennen das das Mopped 60 Jahre hinter sich hat. Also eine "PebblesBeachConcours"-Restauration wird es nicht.

      Gruss

      Stefan
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      • Rechter Getriebedeckel mit Hebel.jpg

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      • obere Gabelbrücke.jpg

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      So , vor lauter Übermut habe ich den Dämpferzylindern auch ein wenig Liebe zukommen lassen , jetzt kommt der Qualitätsguss aus Ulitza Dejtarievskaja 26 erst richtig zur Geltung ! :P
      Bilder
      • Dämpferzylinder.jpg

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      Strastwutye oleg !

      Ich habe es in den technischen Zeichnungen nachgesehen , und ganau so isses. Aber es gab da einen Kerl der wie blöde auf dem Teller mit einem Hammer Tango getanzt hat. Damit ist der alte Teller für die Tonne. Ich habe glücklicherweise Ersatz. Also die alte Welle wird wieder auf Vordermann gebracht mit einem neuen Teller und mit einem neuen Endstück zur Führung der Nebenwelle des Getriebes.
      Das nächste mal wenn ich eine M72 in Teneriffa zerlege werde ich dich einfliegen lassen damit Du die Arbeiten überwachen kannst , das wäre eine gute Idee.

      Gruss Stefan
      Heute waren die Schwingenarme dran.

      Die Stahlteile die nicht lackiert werden , bekommen eine Ballistol Brunierung.
      Bilder
      • Schwingenarme bruniert.jpg

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      Sitzt du auf der Quelle (balistol)?


      Meine ehemalige Chefin hat auch ein Waffengeschäft , da krieg ich etwas Rabatt.

      Aber das Zeug ist so ergiebig das man sich das schon gönnen kann.

      Und die Ergebnisse sind nicht schlecht.

      Eine Brunierung steht altem Eisen viel besser zu Gesicht als frische Farbe.