Einweisung in die Heilanstalt, oder noch zu gesund?

      Einweisung in die Heilanstalt, oder noch zu gesund?

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      Hallo,

      bin gerade ja dabei mich in die Materie ein zu arbeiten, wegen der Wolf eines Bekannten, aber schon seit 20 Jahren habe ich immer mal im Kopf mir eine Solomaschine mit Schwingsattel für die Alten Tage zu zu legen.
      Vielleicht ist das je jetzt auch ein Wink des Schicksals, dass ich mich jetzt näher mit Rubos beschäftige.

      Angefangen habe ich als junger Bursche mit Choppern, dann kam später die Gassucht und ich blieb bei Suzukis der späten 80er hängen. 139ps offen, also Spass am Gas.
      Da ich lange Jahre nur ein Bike hatte und alles damit gemacht habe, Einkauf, viel mit Sozia unterwegs, brauchte ich die Leistung auch, um zumindest auch bei ruhiger Gangart unten rum gut Power zu haben.
      Nach meiner letzten Rücken-OP im Winter fahre ich nun ein halbes Jahr wieder, war aber in der Zeit nicht einmal wirklich Heizen. OK, ein paar mal auf der Autobahn schnell unterwegs, habe meine alte Dame aber nicht annähernd ran genommen. Da stellt sich schon die Frage ob vielleicht doch entschleunigen angesagt wäre.
      Bin ein felxibler Fahrer und fahre jedes Fahrzeug nach seiner Charakteristik, also Sportwagen schnell, langsam Kleinwagen eher gemütlich, also langsamer ist nicht wirklich ein Problem für mich.

      Nun die Frage, was wäre geeignet, was kostet es?
      Da angeschlagene Gesundheit und jahrelange Ausfälle eben auch den Geldbeutel schwächen, würde ich hier gerne mal abklopfen ob so ein Schätzchen für mich finanzierbar wäre.
      Es muss All-Tags und -Wetter beständig sein, Solomaschine definitiv, Gespann geht zu sehr auf Rücken wegen dem Gegenhalten.
      Optik geht mir am Ar... vorbei, Rost wird beseitigt und drübergepinselt, die Technik muss laufen. Meist sind meine Maschinen/Motoren innen sauberer als aussen.
      Ein OHV wäre wohl eher was für mich, weil unter 100KmH Vmax doch in NRW und seinem hektischen Verkehr eine Bremse und somit eine Gefahr sind auf Landstrassen.

      Was meint ihr, wäre das richtige für mich und mit welchen Preislagen muss ich rechnen, für eine Maschine, die erstmal läuft. Verbessern kann man ja immer noch.
      Bin ich schon reif für die Einweisung, oder sollte ich doch was warten?

      Fragen über Fragen.... und mein verfluchter Schädel arbeitet und denkt, seitdem ich nun wieder mit solchen Gefährten in Kontakt gekommen bin.

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      Dyo schrieb:

      Es muss All-Tags und -Wetter beständig sein, Solomaschine definitiv, Gespann geht zu sehr auf Rücken wegen dem Gegenhalten.


      Dyo schrieb:

      Was meint ihr, wäre das richtige für mich

      Kauf dir irgendeinen Japaner. Ist in jedem Fall besser und preisgünstiger. Mein Ernst.
      Seit wann gehen Signaturen wieder? Geht ignorieren auch wieder?

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      Oder mit ganz viel Mut eine gebrauchte Royal Enfield ab 2008. Also schon ne Bullet, aber halt schon mit Scheibenbremse und mit dem neuen Motor mit Einspritzung.
      Oder mit richtig viel Zeit, Schweiß und Geld einen Russeneimer selber aufbauen. Billig ist es nicht.

      Mit einer Vorderradschwinge und vernünftigen Federbeinen vorne kann man ein Uralgespann mit einer Hand durch die Kurve lenken. So viel Lenkkräfte brauch man da eigentlich gar nicht. Mit Telegabel sieht das schon anders aus.

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      Neeee, dann kann ich meine weiter fahren, so ungemütlich ist die GSX1100F auch wieder nicht.
      Es geht sich zum einen um gut gefederten Sitz wegen dem Rücken, zum anderen um richtig schöne alte Motorentechnik.
      Nette Motoren sind bei den Japanern selten wenn man von Hochleistungstriebwerken absieht.

      OK, da wäre noch ne alte Goldwing zu erwähnen mit ihrem 4Zyl Boxer, aber alleine der Name bedeutet leider schon teuer, abgesehen davon stehe ich nicht auf Lehnselsselmoppeds mit Christbaumbeleuchtung.
      Eine Chopper ist nicht meins, Eintöpfe gibts auch nicht, die eine starke Beladung zulassen. Der Rest ist so Seelenloser Einheitsbrei.

      Die alten Russen schwirren mir halt schon so ewig im Kopf rum, für später mal, wie man so schön sagt.

      PS: Eine Enfield wäre schon eher meins, aber bitte ohne Einspritzung. Bin Vergaserentusiast, da kann man wenigstens noch was selber machen.

      Wie schauts denn mit nem Chinesen aus?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dyo“ ()

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      Ich fasse mal zusammen...
      >Solo-Motorrad
      >alte Motorentechnik
      >alltagstauglich und zuverlässig
      >Komfortfahrwerk
      >hohe Zuladung
      >mind. 100km/h
      >günstig in Anschaffung und Unterhalt
      >Flasche Flens, die nie alle wird...


      Wenn die letzte beiden Punkte verzichtbar sind: BMW 2-Ventiler
      Seit wann gehen Signaturen wieder? Geht ignorieren auch wieder?

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      Dyo schrieb:

      Wie schauts denn mit nem Chinesen aus?

      Die sind meistens gelb, schaffen die 100km/h aber selbst mit der besten Rikscha nicht.

      Gradwegfederung is nix für Rücken.
      Seit wann gehen Signaturen wieder? Geht ignorieren auch wieder?

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      Klar Aussage....

      Also auch mit weichem Schwingsattel, nicht so weich wie es aussieht und folglich ungeeignet.
      Hab die Dinger eben wegen dem Sattel, für angenehm weich gehalten, was ich bei den alten Japanern noch nie hatte. Die Japse kennen nur schlechtes Fahrwerk weich, gutes Fahrwerk fast schon hart. Deswegen will ich ja Leistungsmässig deutlich reduzieren, damit das schlechte Fahrwerk nicht gefährlich wird.

      Ne im Ernst, die Japse bauen tolle Bikes, aber die Erfüllung für jemanden der ohne Öl an den Fingern nicht lebensfähig ist, sind die nicht. Motoren hochqualitativ gefertigt, trotz Serienfertigung aber dennoch irgendwie fehlt da was. Vielleicht einfach nur der Wahnsinn.

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      Dyo schrieb:

      Wie schauts denn mit nem Chinesen aus?

      ...zuverlässig, schnell und gut gefedert.
      Gruß Lienhard

      In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr, als in einer übertrieben genauen Rechnung.
      (Carl Friedrich Gauß, dt. Mathematiker, Physiker & Astronom, 1777-1855)



      Menschen, Tiere, Sensationen:
      Die Chang aus der Kiste

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      eGo! schrieb:

      Kauf dir irgendeinen Japaner. Ist in jedem Fall besser und preisgünstiger. Mein Ernst.


      Bzw bleib bei deiner kleinen GSX!
      Dein Geldbeutel wird es Dir danken!
      Glaub mir, ich hab locker den Neupreis einer heutigen Ural in meinen beiden Russen versenkt.
      Nur die Umrüstung auf Scheibenbremse, ohne Eintragung :cursing: , waren pro Moped schon knapp 2.000 Euro.
      Kaufpreis Molly, ohne Tüv, deutsche Papiere, murks Elektrik 1.800
      Kaufpreis Jolene, mit Tüv, deutsche Papiere, Spezialeinspritzanlage 3.600

      Sag also nicht wir sind schuld wenn Du dir einen Russen oder Chinesen kaufst.
      Alternative zum Geldversenken, Märklin H0 :D

      Gruß
      MM
      Ich hab schon das Papier, mit der Empfehlung in die Anstalt zu gehen 8|
      Moin Moin

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      Dyo schrieb:



      PS: Eine Enfield wäre schon eher meins, aber bitte ohne Einspritzung. Bin Vergaserentusiast, da kann man wenigstens noch was selber machen.



      An den modernen Enfields bleibt noch genügend übrig zum schrauben, da vibriert noch genug ab. Und der E-Starter ist wohl eine nicht ganz so katastrophale Fehlkonstruktion wie bei den pre-Units. Und Du riskierst eben nicht das Du evtl. nach 15tkm schon eine Motorrevision machen musst. Aber auch alte können laufen, am besten eine die bei einem guten Schrauber schon mal das "Haltbarkeitsupdate" bekommen hat. Breitarschsattel drauf und gut is. Meine Enfield ist im Vergleich zu meiner 93er Ural echt wartungsarm. Fahren in Herrenreiterposition, Fahrwerk ist auch brauchbar. Aber bei den alten Vergaser-PreUnits ziehen inzwischen auch schon die Preise an.

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      MattenMeier schrieb:

      vgtlndr schrieb:

      aber bitte ohne Einspritzung. Bin Vergaserentusiast, da kann man wenigstens noch was selber machen.


      EFI? Da kann man auch alles selber machen :thumbup:
      Mancher vergewaltigt ein Herzstück einer möglichen ECU um einen Tacho zu steuern :rolleyes:


      Das nennt man verfälschendes zitieren, ich habe das nicht geschrieben 8) Das schrub der TS... Heute ne Runde den Tacho spazieren gefahren, flattert nix mehr.

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      Für Fahrer mit kaputten rücken ist ein Gespann mit schwinge eher empfehlenswert als schweres solo Motorrad. Satell mit gummiblock gelagert ist für dein Vorhaben auch von Vorteil, ich weiß wovon spreche, bin selber betroffen.
      Gruß Oleg

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      Zum länger gute 100 Sachen fahren geht auch ein Russe mit BMW-Motor. Da sind die schlimmsten Übeltäter (Motor und Lima) schon mal halbwegs zuverlässig ersetzt. :D
      Solcherart Ketzerei kann aber auch zu Missachtung und Hohn führen. ;)
      Woher ich das alles weiß? :whistling:
      Artificial intelligence is no match for natural stupidity.

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      Vielleicht kommen meine Gedanken eher aus der Suche nach dem Ultimativen Kick als Schrauber, gepaart mit einem Faible für die Optik dieser Maschinen und nostalgischem Rückschritt, zurück den den stößelgesteuerten Boxern.
      Habe die gesamten 90er mit ebensolchen 4 Zylindern eines grossen deutschen Herstellers verbracht. Egal welche Karosse drauf war, Boxer waren mein Ding.
      Wobei ich mich mit den neueren Modellen von BMW nie anfreunden konnte. Back to the Roots, innenliegende Nocke und Stößel.
      Ob die Zwille von Opel, ob gewerblich im Hanomag... Das waren immer meine Lieblingsmotoren, aber mit Abstand der Boxer.

      Die Russengespanne haben mich von je her mit Ihrer Optik gereizt, bislang war ich aber nie an dem Punkt, dafür die Power auf dem Bock dran zu geben.
      Nach den letzten OPs (bin dabei dem Gevatter von der Schippe gehopst) ist was passiert, was meinen gesamten Lebenswandel und auch meinen Fahrstil verändert hat, ich glaube ich bin an dem Punkt wo ich einfach ruhiger werde. Habe keinen Bock mehr auf den Eiertanz 139PS auf kalter nasser Fahrbahn im Zaum halten zu müssen. Denn das ist echt Präzision am Gas, besonders im Stadtbereich mit vielen glatt lackierten Linien und Radwegen.

      Wir werden sehen was wird, Heilanstalt definitiv, obs diese wird, zeigt die Zeit.

      Aber eine Frage hab ich noch.
      Wenn die Qualität der Russen so schlecht ist, wie kommen denn die Russen damit klar, dort wo es eben nicht alle paar KM ne Werkstatt gibt und die Bedingungen so hart sind, dass man sich oft eine Panne nicht erlauben kann?
      Liegt es vielleicht einfach nur an unserer hektischen westlichen Art mit der Technik umzugehen?
      Ich meine bei den Käfern damals waren auch fast alle Schäden am Motor durch unsachgemässe Behandlung produziert. Ich hatte nie einen Ausfall und meine haben auch nie gesifft, zudem fraß ein Käfer bei mir nie mehr als 8 Liter.