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1

27.12.2013, 22:58

650er Ventilfederkraft

Hallo zusammen,

da ich im Moment etwas Zeit ist, habe ich mir die Kompression von einem 650er Motor, vermutlich von einer MT10/11/16 weil 12V, welchen ich bekommen habe, genauer angesehen.
Die Kompression fällt auf beiden Zylindern sofort ab. Die Kolben und Ringe machen einen guten Eindruck, daher habe ich mir die Ventile genauer angesehen um sie ev. einzuschleifen.

Folgendes ist mir aufgefallen. Die Federn am Auslass sind extrem leichtgängig. Die Federn konnte ich ohne Werkzeug ausbauen, einfach mit einem Finger die Federn zusammendrücken und die Keile herausnehmen. Das kann so nicht OK sein. Am Einlass gehen die Federn stärker.

Aus diesem Grund würde ich mich über euer Feedback zu folgenden Fragen freuen:
1) Ist es OK, dass die Stärke der Federn am Eingang u. Ausgang unterschiedlich ist?
2) Gibt es eine Möglichkeit festzustellen wann die Stärke der Federn optimal ist?
3) Meine Absicht ist eine Scheibe unterzulegen um die Druckstärke zu regulieren, früher hat man das auf jeden Fall so gemacht. Gibt es Einwände für solch ein Vorgehen?
4) Was ist der Vorteil der Verwendung von zwei Ventilfedern für ein Ventil? (Meine K750, R100 usw... haben nur eine Feder)
5) Sind die MT10/11/16 650er Motoren ident?



Danke für eure Hilfe

2

27.12.2013, 23:16

Hallo Wauschi!
zu 1.:nein
zu 2.:man sollte mal Ende Dezember und dann nochmal gegen Ende Juni nachmessen
Dezemberwerte auf jeden Fall aufschreiben und dann akribisch mit den Juniwerten vergleichen!
zu 3.:Nö
zu 4.:2 Federn federn doppelt,damit hat der Russe sich SO am Reißbrett nicht befasst....dann geht woanders was kaputt
zu 5.:Kann sein,muß aber nicht!

Nicht verzweifeln,........oder doch........

Alles Gute aus Lippe

3

27.12.2013, 23:30

Komplett neue Federn einbauen, am besten die vom 650er Ural-ohv.

4

27.12.2013, 23:35

Verbrenner, danke für die rasche Rückmeldung.

Gerne möchte ich meine 2. Frage noch genauer fassen:
Leider habe ich keinen Möglichkeit die Federkraft in Nm direkt und absolut messtechnisch zu erfassen. Einfach mit dem Finger zu drücken und zu beurteilen ob die Kraft optimal ist, traue ich mir nicht zu.

Vorstellen könnte ich mir die Feder mit einem definierten Gewicht zu belasten und die Öffnung der Ventile zu messen.
Hat sowas schon jemand gemacht?

Wichtig ist auf jeden Fall die Aussage, dass alle 4 Ventile gleich stark gehen sollten. Damit kann ich auf jeden Fall schon was anfangen.

Neue Federn stehen auf jeden Fall schon auf der Einkaufsliste, ob die Qualität besser ist als bei den Bestehenden wird sich herausstellen.

Danke,
Wauschi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wauschi« (27.12.2013, 23:37)


5

28.12.2013, 00:07

Verbrenner, danke für die rasche Rückmeldung.

Gerne möchte ich meine 2. Frage noch genauer fassen:
Leider habe ich keinen Möglichkeit die Federkraft in Nm direkt und absolut messtechnisch zu erfassen. Einfach mit dem Finger zu drücken und zu beurteilen ob die Kraft optimal ist, traue ich mir nicht zu.

Vorstellen könnte ich mir die Feder mit einem definierten Gewicht zu belasten und die Öffnung der Ventile zu messen.
Hat sowas schon jemand gemacht?

Wichtig ist auf jeden Fall die Aussage, dass alle 4 Ventile gleich stark gehen sollten. Damit kann ich auf jeden Fall schon was anfangen.

Neue Federn stehen auf jeden Fall schon auf der Einkaufsliste, ob die Qualität besser ist als bei den Bestehenden wird sich herausstellen.

Danke,
Wauschi

Zu 2.:Da hab ich mal versucht dich ein bißchen zu foppen..............hat hoffentlich keiner gemerkkt :whistling:

Federn sollte alle ungefähr gleich sein, egal in welchem Monat :D
Die Materialqualität unterlag(unterliegt immer noch??)starken Schwankungen.
Unterlegen einer (angepassten)Stahlscheibe reduziert das einhämmern ins Alu.
Schon mit Hammer und Schlüssel gelesen?
Da gibts so manchen Tipp....
wird schon
Alles Gute aus Lippe

6

28.12.2013, 00:11

Habe gerade Tabelle 7, Seite 68 im Ural 650 Reparaturhandbuch gefunden.

Wenn ich das richtig lese sollte ich die 43mm Feder mit 1,5kg auf ca. 34mm drücken können.
Bzw. die 39mm Feder mit 1kg auf ca. 30mm drücken können.

Habe ich da einen Verständnisfehler oder könnte das so gehen?

@Verbrenner: Werde noch Hammer und Schlüssel lesen, danke für den Hinweis.

Lg,
Wauschi

7

28.12.2013, 00:14

Hallo Wauschi,
zu 1: kann/darf sein. Bei Dnepr nicht.
zu 2: keine Ahnung. Wird aber Möglichkeiten geben...........
zu 3: da wäre ich vorsichtig. Wenn die Feder auf Block geht, hast du ein Problem. Ventilfedern sind in der Regel (mein Kenntnisstand!) linear. Macht also keinen Sinn.
zu 4+5: keine Ahnung. Bei 5 sollten der Ersatzteilkatalog helfen, Teilenummern!
Zum prüfen: Gewindestange, Mutter-Scheibe-Feder-Scheibe, Feder-Scheibe,........, Mutter. Das Paket langsam anziehen, immer mal messen und die Federn aussortieren die im Maß abweichen. Immer erst 2 Neue suchen, die gleich sind. Achtung!, das die Scheiben sich auf der G.stange nicht haken!!!!!!!!!!
Der Vorschlag von Bibri ist wahrscheinlich der Beste.
Gruß
Kalle

8

28.12.2013, 09:42

Hey Kalle,

Zu Punkt 3: auch wenn die Federn linear sind, erhöht man die benötigte Kraft durch eine Vorspannung der Federn. Mit einer unterlegscheibe macht man nämlich nix anderes als eine (zusätzliche) Vorspannung auf die Ventile zu bringen.
Es bringt also schon was. Das die nicht auf Block gehen darf ist natürlich absolut richtig!

Mit der Angabe von Wauschi kann man ganz einfach genormte Federn kaufen, sollte man der Ersatzteilqualität misstrauen. Die Maße sollten bekannt sein und die Federrate kann man berechnen oder steht sogar mit im Handbuch.
Grüße

9

28.12.2013, 11:58

Wenn man die Federn mehr vorspannt brechen die leichter....

10

28.12.2013, 12:10

Der Vorschlag von Bibri ist wahrscheinlich der Beste.

Könnte man meinen.

In Wahrheit sollte man natürlich den russischen Konstruktören mißtrauen und die Federn aufgrund der gegebenen Motor-Konstruktion neu berechnen und die so erhaltene Federrate in Prüfstandsversuchen verifizieren. Dann mit den gewonnenen Daten die Federn bei Gutekunst anfertigen lassen.

Mitleser

unregistriert

11

28.12.2013, 12:57

Wer keine Möglichkeit hat, beim Motoreninstandsetzer, eine Ventilfederdruckwaage zu nutzen. So geht es auch.
Kaufen ist bei unseren russ. Gespannen auch nicht sinnvoll. Die Dinger kosten einige hundert Euro, nach oben keine Grenze. ;)

Mal schnell was gemalt. Da bleibt die Ventilfeder auch dort wo sie soll. Und fliegt nicht durch die Gegend. :rolleyes:

Für den Hausgebrauch mit einem handelsüblichen Bohrständer und einer digitalen Haushaltswaage.

Wichtig dabei, die Messfläche muss durchgehend/flächig das Gewicht messen können, keine einzelne Metall-Sensoren.
Die untere Ventilfederaufnahme schön flächig (breiter Durchmesser) mit der Drehbank anfertigen, so hat man einen guten Stand und nichts verkantet oder rutscht weg.
Auch das Bohrfutter etwas geöffnet halten sonst funktioniert es nicht. Dient auch als Führung beim herunterdrücken des Hebels des Bohrständers oder Tischbohrmaschine .
Ablesen der vorgegebenen Werte lt. Handbuch (Federdruckkraft, Zentimeterangaben der Ventilfeder) dann an der Waage bzw. der Skala am Bohrständerhebel etc..
Durch draufklicken wird das Bild grösser.

Nicht vergessen, alles auf Tara stellen. Dann messen. ;)



wird schon...... ;)

PS: vorher auch nochmal die Ventilfedern mit dem Winkel messen ;) , selbst bei angeblich neuen Federn aus der EU oder sonst wo her, sind die teilweise so schief, wie der schiefe Turm von Pisa.
Erschreckt nicht :D manche Federwerte sind grausam 8| , selbst bei angeblich neuen Federn X( . Also immer schauen, dass sie möglichst gleiche Werte lt. Handuch haben. ;)
Ich habe noch die Möglichkeit, die Ventil-Werte bei "meinem" Motoreninstandsetzer zu prüfen, aber diese Version für den Hausgebrauch ist ausreichend. :)

PPS: und ja, für die Erbsenzähler, Schreibfehler hab ich eben auch noch gefunden :D , is mir aber sowas von egal, ihr sollt Bilder anschauen.

12

28.12.2013, 15:13

gefällt mir :thumbup: #

wahrscheinlich dein bester Beitrag überhaupt :thumbup:

Die Drehteile kann amn bestimmt auch irgendwie improvisieren (Ferderteller....)

13

28.12.2013, 16:38

Zu Punkt 3: auch wenn die Federn linear sind, erhöht man die benötigte Kraft durch eine Vorspannung der Federn. Mit einer unterlegscheibe macht man nämlich nix anderes als eine (zusätzliche) Vorspannung auf die Ventile zu bringen.
Es bringt also schon was.

????????????
http://www.google.de/imgres?imgurl=http:…Q9QEwAw&dur=254
Gruß
Kalle

14

28.12.2013, 18:11

Was soll mir das Bild sagen?

Das hat nichts mit einer Vorspannung zu tun;-)

Das wäre das Bild gewesen um meine Aussage zu untermauern;-)

http://www.cyclomanix.de/daempferabstimm…en/image002.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ben« (28.12.2013, 18:13)


15

28.12.2013, 18:45

1) Ist es OK, dass die Stärke der Federn am Eingang u. Ausgang unterschiedlich ist?
2) Gibt es eine Möglichkeit festzustellen wann die Stärke der Federn optimal ist?
Die Zeit für diese Zeilen hättest du dir sparen können. Im Downloadbereich MT11/16 Instandsetzungshandbuch Seite 58 werden deine Fragen beantwortet, halte dich daran sonst wechselst du demnächst auch noch Stößel und eingelaufene Nockenwelle.

16

28.12.2013, 19:05

Hallo
hier mal die Werte


Gruß Radi

17

28.12.2013, 19:32

Danke für das viele, gute Feedback- DANKE.

Die Anleitung werde ich befolgen und danke für die Tabelle.
Den von Mitleser vorgeschlagenen Aufbau habe ich auch gleich gemacht.
Um die Messung zu vereinfachen werde ich 1kp = 1kg anwenden.

Danke,
Wauschi

18

28.12.2013, 19:52

Hallo Wauschi
ich hab Ural Federn genommen (von Gernot).
Damit bin ich diese Sorgen los. Ventilfedern gebrochen

Gruß Radi

19

28.12.2013, 20:25

ich hab Ural Federn genommen (von Gernot).

Das ist die Lösung. Dnepr-Federn brechen häufig.Ural-Federn brechen nur selten.
Man beachte: Es gibt mindestens einen Händler,bei dem die Federn von Dnepr und Ural unter der identischen Nummer verkauft werden. Unter solchen Umständen habe ich dann auch kein Vertrauen in die alternativ angebotenen angeblich verbesserten Federn.

20

28.12.2013, 21:14

Man beachte: Es gibt mindestens einen Händler,bei dem die Federn von Dnepr und Ural unter der identischen Nummer verkauft werden. Unter solchen Umständen habe ich dann auch kein Vertrauen in die alternativ angebotenen angeblich verbesserten Federn.

Ich würde sogar sagen, es gibt nahezu nur einen Händler, bei dem die Ural- und Dnepr-Federn nicht aus der selben Kiste entnommen werden .....