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1

21.01.2016, 09:42

Bootaufhängung, Alternative zu Gummidämpfern

Trotz Suche nix gefunden:

hat einer schon mal ne Alternative zu den beiden Gummidämpfern gebastelt? Dämpfer vom (vollgefederten) Fahrrad, oder Gasdruckfedern aus dem Werkzeugbau?
Die org. Gummidämpfer sind viel zu schwach, außerdem tendiert das ganze Boot bei voller Beladung Richtung Motorrad zu walken.
Ideen/Anregungen?

2

21.01.2016, 13:26

Gasdruckfedern gibt es relativ kleine, würde mir die aber nicht unter das Boot schrauben, die sind für drussen nicht allzu geeignet.
Schau mal nach Silentblöcken, die gibt es auch mit beiderseits einvulkanisiertem Gewinde und im passenden Durchmesser sollten die auch genug halten.

3

21.01.2016, 17:49

Von einem richtigen Federweg hat bis hierher niemand geredet.Da sind Gummitöpfe nicht unbedingt Erste Wahl.
Wenn es machbar sein sollte: Die alten Blattfedern sind wohl ganz gut,wenn der SW zum Personentransport dienen soll.
Mit seitlich angebauten Moped-Federbeinen geht es wohl auch,wenn man den Spott ertragen kann.
Fangband bei Gummitöpfen nicht vergessen!

4

21.01.2016, 17:56

tendiert das ganze Boot bei voller Beladung Richtung Motorrad zu walken
ist mir besonders aufgefallen, als ich den Ural-Cross-Beiwagen montiert hatte, weil dieser noch höher baut. Ich habe dann die Gummis einfach durch kurze doppel-T Eisenträger in der gleichen höhe ersetzt. Beim Originalboot ist das schwierig, weil ja im Boot so ein Tunnel ist, der ein gebogenes Eisen erforderlich machen würde.

Wenn es mich beim Originalboot nerven würde, würde ich da etwas starres einbauen und gleichzeitig tiefer legen

Thomas

5

21.01.2016, 22:15

Ich habe heute einen dritten gummidämpfer verbaut und die jeweils äußeren etwas schräg angeordnet. Mal sehn wie es sich im Feld schlägt.

6

21.01.2016, 22:20

Vorspannung draufgeben. Stahlseil, Schraube, Gewicht usw.

doc

7

22.01.2016, 09:47

Fahrraddämpferelement funktioniert nicht, hatten wir hier schoma, arbeitet nur entsprechend bei der originalen Hebelei-Anlenkung.

Um die elastische Boot-Aufhängung zu stabilisieren, aber elastisch zu lassen, so ich machte:
"Silentblöcke" / Schwingungsdämpfer, Durchmesser 35 mm (meine ich zu erinnern ... so daß es genau in die orig. Gummiträger innen rein passt), M 8, Typ B (männchen-weibchen);
Gewinde entspr. kürzen; so viele (H ca 25 - 35 mm) übereinander zusammenschrauben (Loctite) dass es lang genug passt;
der unterste Block ist allerdings ein Typ A (männchen/männchen); unten Gewinde soweit kürzen dass eine grosse Scheibe & Mutter rangefriemelt werden kann;
obere Schraube/eingegossene Scheibe aus orig. Gummidämpfern friemeln, den Schwingungsdämpferblock innen in orig. Gummis rein (mit Talkum ;-), oben ragt Schraube des eingesetzten Blockes raus;
unten mit entspr. großer Scheibe & Mutter auch festschrauben.

(PS: bezieht sich bei mir auf 90er 650)

Addendum:
Durchmesser: 30 mm;
z.B. (max Höhe bei neuen Puffern) 3 St. a 35 mm Länge & 1 St. 15 mm

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »madS« (22.01.2016, 19:43)


8

22.01.2016, 13:31

Fahrraddämpferelement funktioniert nicht, hatten wir hier schoma, arbeitet nur entsprechend bei der originalen Hebelei-Anlenkung.
Hier zahlt sich Gesetzestreue aus (in diesem Fall Hebelgesetz 8) )

9

22.01.2016, 18:54

Fahrraddämpferelement funktioniert nicht, hatten wir hier schoma, arbeitet nur entsprechend bei der originalen Hebelei-Anlenkung.

Um die elastische Boot-Aufhängung zu stabilisieren, aber elastisch zu lassen, so ich machte:
"Silentblöcke" / Schwingungsdämpfer, Durchmesser 35 mm (meine ich zu erinnern ... so daß es genau in die orig. Gummiträger innen rein passt), M 8, Typ B (männchen-weibchen);
Gewinde entspr. kürzen; so viele (H ca 25 - 35 mm) übereinander zusammenschrauben (Loctite) dass es lang genug passt;
der unterste Block ist allerdings ein Typ A (männchen/männchen); unten Gewinde soweit kürzen dass eine grosse Scheibe & Mutter rangefriemelt werden kann;
obere Schraube/eingegossene Scheibe aus orig. Gummidämpfern friemeln, den Schwingungsdämpferblock innen in orig. Gummis rein (mit Talkum ;-), oben ragt Schraube des eingesetzten Blockes raus;
unten mit entspr. großer Scheibe & Mutter auch festschrauben.

(PS: bezieht sich bei mir auf 90er 650)


Verstehe ich das richtig das Du die originalen Dämpferelemente dringelassen hast und mit einem Implantat aus Silentblöcken verstärkt hast? Interessanter Ansatz, da muss ich auch bei - mein Boot steht schon schief hinten so ausgenuddelt sind die orig Gummidämpfer. Könnte natürlich auch erstmal neue Gummidämpfer einsetzen - oder gleich beides...

10

22.01.2016, 19:42

Bei Gernot gibt es die verbesserte Version :D

Du kannst die alten auch zum Runderneuern hinschicken, kostet dann nur doppelt so viel :^:

M.M.

11

22.01.2016, 21:56

Was sind wir wieder lustig heute... Sammelbestellung bei Gernot ist eh fällig.

12

27.01.2016, 23:07

Fahrraddämpferelement funktioniert nicht, hatten wir hier schoma, arbeitet nur entsprechend bei der originalen Hebelei-Anlenkung.


Ei dann... Machen wir doch einfach die Hebeleianlenkung entsprechend:

P1000485.JPG

P1000487.JPG

P1000490.JPG

Die Anlenkpunkte bin ich gerade am Ausbrüten. Am Rahmen so 'ne Art Lagerbock, am Boot ein Aluwinkel auf einer großen Platte, um die Kräfte großflächig in den Boden einzuleiten. Nach einer groben Rechnung über den dicken Daumen sollte das durchaus funzen. So 6- 7 cm Federweg wären dann drin.

Ciao Rolf

13

28.01.2016, 10:19

sehr schön,
halte uns auf dem Laufenden. Wie nimmst du die Querkräfte auf? So ein (hoch) geladenes Boot wankt gewaltig.
Wie gesagt: ich habe aktuell drei originale Gummidämpfer installiert und die beiden äusseren je leicht nach innengeneigt verbaut. Federt noch gut, jedoch sitzt das Boot wesentlich straffer und wankt nicht mehr so wild.

14

01.02.2016, 19:41

Pendeln bei hoher Ladung?
Wieviel Spiel ist in der vorderen Drehlagerung?

Unsere "Boot-Federung" ist butterweich und seit ich Ladung auf dem Gepäckträger mit Spanngurten an 2 Ösenschrauben vor dem E-Rad und 2 Ösenschrauben am Scharnierband der Klappe festzurre ist einigermaßen Ruhe.

15

01.02.2016, 23:57

Wie nimmst du die Querkräfte auf? So ein (hoch) geladenes Boot wankt gewaltig.


Weiß ich noch nicht genau- falls die vorderen Lager das nicht ausreichend packen, müßte ich noch einen Panhardstab- oder besser Panhardstäbchen :D - dranfrickeln.

Oder noch besser: Nicht einen Federdämpfer längs, sondern 2 quer drunterbauen. Wäre gut zum Querkräftebändigen, und das ganze Boot wird dann auch nicht der starken Zugbelastung ausgesetzt. Da kämen locker 200 Kilo zusammen. Die müßten vom Bootsboden und der vorderen Aufhängung erstmal geschluckt werden.

Aber das steht nicht so weit oben auf meiner Bastelliste... Muß ich noch ein bißchen drauf 'rumdenken.

@ Hardy: Das Uralboot hat hinten eine andere Abstützung als die Dnepr- und offensichtlich auch die bessere. Kann ich aber leider nicht 1:1 übernehmen, wegen der Antriebswelle. Bei Euch wohnen in dem Wellentunnel die Gummifedern. Ergo: Selber was ausbrüten... ;)


Ciao Rolf

16

24.04.2016, 09:57

Schön' Sonntach zusammen...

Und so sieht 's jetzt aus: Die Sänftenfederung Typ "Windelweich" ist vollendet! ^^

Meine Dnepr (460).JPG

Meine Dnepr (461).JPG

Die teuersten Brocken sind die beiden Moutainbikefederdämpfer. Wobei das hier jetzt mit 40 € recht billige sind. Die Federn sind extra gekauft, weil die mitgelieferten mit 650 lbs/inch viel zu hart sind. diese hier haben "nur" 175 lbs/inch.

(Das komische Maß besagt, daß eine Kraft von 650 Pfund wirken muß, um die Feder um 1 Zoll zusammenzudrücken. 1 lb entspricht etwa 0,45 kg. Mußte ich mir auch erstmal aneignen, dieses Wissen...)

Dann 4 lange Schrauben M10 , das U-Profil aus der Schrottkiste der Werft und die 2 Platten für den unteren Anlenkpunkt.

Den habe ich so gestaltet, daß man am Rahmen weder bohren noch schweißen muß, alles kann spurlos wieder rückgebaut werden.

Um die Kräfte am Boot zu verteilen, habe ich ein Verstärkungsblech druntergepoppt, 380x180x4 mm. Kleines Poppvestival sozusagen... :D

Meine Dnepr (462).JPG

>>Lesen Sie weiter auf Seite 2<<

17

24.04.2016, 10:11

U-Profil und Bootsboden werden dann mit 3 Schrauben M10 verbunden. Sollte halten.

Meine Dnepr (464).JPG

Meine Dnepr (466).JPG

Damit kommt man jetzt auf satte 60 mm Federweg! Mit der Einstellmöglichkeit der Federvorspannung kann ich die Sache sowohl für 70-Kilo-Würstchen als auch für 110-Kilo-Wikinger ohne Werkzeug anpassen.

Optischer Nachteil: Das leere Boot steht jetzt natürlich mit dem Bobbes weit nach oben. Aber damit kann ich gut leben...

Meine Dnepr (469).JPG

Auf den Fotos habe ich den Durchfederungsanschlag vergessen, oben auf dem zentralen Bügel der alten Ausfederbegrenzung ist jetzt ein dicker Gummiring.

Das Ganze hat dem TÜFF-Mann übrigen sehr gut gefallen- am Donnerstag gab's die Plakette "ohne Mängel"... :D

Bis jetzt bin ich selbst zwar nur ein paar hundert Meter im Boot mit gefahren, aber das war schon ein extremer Unterschied! :thumbup:

Wie lang diese billigen Federbeinchen die Belastung aushalten, krieg' ich im Sommer zu sehen. 3 Wochen Holterdipolterpisten werden 's zeigen...


Ciao Rolf

18

24.04.2016, 18:40

Wie lang diese billigen Federbeinchen die Belastung aushalten, krieg' ich im Sommer zu sehen. 3 Wochen Holterdipolterpisten werden 's zeigen...
zu bedenken ist, die Kräfte werden nicht gradlinig genug in den Dämpfer eingeleitet, der Anstellwinkel ist schon sehr extrem.

19

24.04.2016, 20:48

die Kräfte werden nicht gradlinig genug in den Dämpfer eingeleitet,

Was ist damit gemeint. ?(
Techisch gesehen sind das Pendelstützen, die nur Kräfte in Längsrichtung aufnehmen können.
Die "Schrägheit" der Dämpfer hat doch nur zur Folge, dass bei großem weg des Bootes nur ein kleiner Dämpferweg zurückgelegt wird.
letztlich eine Frage der Federn/Einstellung.

20

24.04.2016, 23:29

Techisch gesehen sind das Pendelstützen, die nur Kräfte in Längsrichtung aufnehmen können.

Wenn denn die Augen als Gelenk funktionierten.In Wirklichkeit ist da eine teilweise Einspannung gegeben.
Dieses ist aber beinahe nebensächlich,nachdem die "Berechnungen" hier mit völlig aberwitzigen Annahmen begonnen wurden.
Man sollte schon unterscheiden können zwischen Querkräften und Seitenkräften,wenn man statische Berechnungen anstellen will.
Abgesehen davon,daß dynamische Kräfte aus dem Blick geraten sind.
Wenn wir schon dabei sind: Bleche verschiedenen Materials im Spritzwasser-Bereich flächig übereinander anzubringen,ist auch eine Idee,auf die man ersteinmal kommen muß.