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15.05.2016, 01:26

Ural 650 Endantrieb Dichtungen und 'Innereien'

Hallo zusammen!

Wie man das als Neuling so macht, stelle ich mich erst einmal vor.
Ich komme aus Köln, 34 Jahre, und seit Oktober stolzer Besitzer einer Ural 650. Bisher auch glücklicher Besitzer einer Ural :-) Die Kleine macht einfach Spaß.
Ich habe mir absichtlich eine Ural gekauft, um ab und zu auch etwas basteln zu können. Bisher habe ich mehr mit Tastatur und Elektronik gearbeitet, aber in meiner Freizeit möchte ich gerne etwas anderes tun. Etwas was nach Öl riecht, die Finger dreckig macht und womit auch ich ohne Mechatroniker Ausbildung klarkomme.

Ich war in dem Forum schon seit einer Weile "stiller Mitleser". Eine schöne Community hat es hier!

Schon früh ist mir bei meiner kleinen aufgefallen, dass der Endantrieb etwas undicht ist. Gut, sie ist Baujahr 1994 und hat 'erst' 6000km, aber so Dichtungen werden ja auch nicht jünger.
An diesem Wochenende war es also soweit. Ich habe beschlossen, mir den Endantrieb mal etwas genauer anzuschauen, und bei der Gelegenheit nicht nur mehr über diesen silbernen Kasten zu lernen dafür sorgt dass ich vom Fleck komme, sondern auch noch die Dichtungen zu tauschen. Wer weiß, vielleicht fällt ja auch eine bebilderte Anleitung dabei ab.

Ich habe ein paar Bilder hinzugefügt. Man sieht ganz gut, dass das Öl recht üppig aus dem Endantrieb suppt. Ich konnte nicht exakt sagen WO es herauskommt, aber es ist deutlich dass etwas nicht stimmt. 200ml alle paar Wochen ist selbst für eine Ural anscheinend ungewöhnlich ... wobei mir ein Freund aus Russland auch sagte: "Wenn die Kiste kein Öl mehr verliert, heisst das: Es ist kein Öl mehr drin."

Beim zweiten Bild sieht man, dass zumindest nichts davon an die Bremsen gekommen ist. Das war eine meiner Sorgen, denn sie bremst hinten nur in geringen Dosen. Aber zumindest DAS liegt nicht an Öl in der Bremse.

Beim weiteren Vordringen, drittes Bild, grabe ich die erste Dichtung aus, und sehe gleich eine anständige Menge Öl außen drauf. Mir fehlen einige Vergleichsmöglichkeiten, da das meine erste Ural ist, aber ich nehme an dass das nicht so üppig sein sollte.

Da ich das ganze Ding ohnehin auseinander nehmen will, mache ich weiter, und finde etwas seltsames ... (siehe nächster Beitrag wegen Anhängen)
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15.05.2016, 01:32

Das erste Bild zeigt nochmal die ölige Außenseite. Anscheinend kam hier ein großteil des Öls heraus.

Ich nehme also die Verbindung zur Antriebswelle heraus. Das Gehäuse hat außen einige Riefen... sieht aus als wäre mal was dran geschleift. Aber sieht nicht ernst aus. Beim reinschauen fällt mir allerdings gleich auf ... da fehlt was.
Es sieht so aus, als wäre ein Stück des Gehäuses weggeraspelt! Die fehlende Stelle ist recht gut sichtbar, und hat einen scharfen Rand ...
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15.05.2016, 01:46

Nun wollte ich es genau wissen, und habe den Endantrieb komplett zerlegt, und auch einen Blick auf die Stelle im Inneren geworfen (erstes Bild). Dass hier etwas fehlt ist sehr deutlich.
Im ÖL konnte ich aber weder Splitter, noch verdächtige silberne Schlieren feststellen. Auch im Gehäuse lag nichts verdächtiges.

Als ich mir das Verbindungsstück zur Antriebswelle, was ich eben noch ausgebaut hatte, näher angeschaut habe (Bild zwei) ist mit aufgefallen, dass hier an einer Stelle kleine feine Abriebspäne aussen dran haften. Man sieht sie auf dem Bild sogar als verschwommenen silbernen Klecks am linken Bildrand.

Ich habe etwas Bremsenreiniger auf den Kopf gesprüht um besser sehen zu können. Es scheint als wären hier Laufspuren bzw. Riefen zu sehen. Die einzelnen Zähne haben am unteren Ende minimale Einkerbungen, als hätten sie mit "etwas" unfreundlichen Kontakt gehabt.

Und nun meine Preisfragen an euch:

- Woher kann der Abrieb am Gehäuse kommen? irgendwelche Ideen? Die Lager sehen in Ordnung aus. Der Antrieb lief auch gut. Kein Hängen, kein ungewöhnliches Klackern, kein Knacken. Auch beim Ausbau habe ich kein ungewöhnliches Spiel in den Teilen bemerkt.

- Was denkt ihr über die Spuren an dem Zahnrad? Ist das normaler Verschleiß, oder ein deutlicher Hinweis den erfahrenere Schrauber als ich sofort erkennen?

- Wie sieht es mit dem Gehäuse aus? Sollte es unbedingt getauscht werden, oder hält sich die Beschädigung soweit in Grenzen, dass ich es entgraten und weiter Benutzen kann?

Ich freue mich schon auf eure Antworten und Kommentare!
»056 larU« hat folgende Dateien angehängt:

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15.05.2016, 12:01

Hallo,

Das sieht doch ganz gut aus.

Das Kegelrad hat zwar Spuren aber kaum Verschleiß, d.h. Stahlqualität und Wärmebehandlung ist ok. Also drinnen lassen weil Ersatzteil schlechter sein können.
Tellerrad sieht auch, soweit sichtbar, ok aus.

Das fehlende Stück des Gehäuses finde ich unbedeutend.

Der Außenring des Doppel-Schrägkugellagers 3304 hat sich mitgedreht, da war die Feststellmutter nicht fest genug angezogen.
Man kann das Lager auch zusätzlich mit Loctide sichern, vor allem wenn viel Einbauspiel ist.

Dieses originale Lager 3304 mit Messing-Lagerkäfigen und zweiteiligen Innenring ist eine Schwachstelle des Antriebes, wenn die axiale Spannung (durch den Keil der Gelenksgabel erzeugt) fehlt zerstört sich das Lager selbst. Ein lockerer oder verlorener Keil ist nichts seltenes. Die Innenringe gehen auseinander, Messing-Lagerkäfige brechen und die Bruchstücke und das enorme Radialspiel zerstören dann auch den Rest des Antriebes.

Also gegen ein 3304 mit einteiligen Innenring tauschen, z.B. SKF (sehr teuer) oder ISB (billig aus China aber ident zu SKF...) oder tschechische ZKL von der polnischen Oldtimergarage. Haben moderne Kunststoffkäfige. Es gab mal auch welche von ZKL mit Stahlkäfig, noch aus der CSSR Produktion, die waren mir am liebsten.

Gruß
Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cyboli« (15.05.2016, 22:41)


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15.05.2016, 12:26

Hui...den Hinweis hätte ich mal letzte Woche gebraucht. Nun ist das Lager mit geteiltem Messingkäfig verbaut. Axiale Vorspannung ist nicht viel, da sonst das Lager nicht leicht dreht sondern zwischendrin klemmt als ob es verspannt sitz. Ich hab daher nun nur das Spiel rausgenommen und gut. Sollte ich doch besser noch ein Skf Lager verwenden? Taugen die Messingkäfige generell nix?

Sorry wenn das jetzt grad den TE unterbricht .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »der garst« (15.05.2016, 20:43)


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15.05.2016, 18:18

200ml alle paar Wochen ist selbst für eine Ural anscheinend ungewöhnlich

.....viel......da solltest du dich nicht wundern wenn es raus kommt

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15.05.2016, 23:14

Hui...den Hinweis hätte ich mal letzte Woche gebraucht. Nun ist das Lager mit geteiltem Messingkäfig verbaut. Axiale Vorspannung ist nicht viel, da sonst das Lager nicht leicht dreht sondern zwischendrin klemmt als ob es verspannt sitz. Ich hab daher nun nur das Spiel rausgenommen und gut. Sollte ich doch besser noch ein Skf Lager verwenden? Taugen die Messingkäfige generell nix?

Sorry wenn das jetzt grad den TE unterbricht .


Hallo,

Ich glaube den Antrieb solltest du nochmals durchsehen, da paßt was nicht.

Das Lager 3304, ganz besonders das mit zweiteiligen Innenring, darf weder am Außenring noch am am Innenring axial locker bzw. mit wenig Kraft eingespannt sein.
Außen machts die große Feststellmutter, innen der Keil der Gelenksgabel.

Wenn das bei hoher Kraft klemmt ist was faul....

Ich vermute nicht optimal distanziert, Distanzscheiben unterschiedlicher Stärken sind essentiell zur korrekten Einstellung, gibts bei den Lagerhändlern.

Messingkäfige sind sehr gut, werden aber heute kaum mehr verwendet weil teuer und gegen manche moderne Öle nicht beständig.
Das Problem beim russischen 3304 ist der zweiteile Innenring.
Wenn sich die Innenringe axial auseinander bewegen laufen die Kugeln aus der Bahn und zerstören alles. Wahrscheinlich auch Stahl- und Kunststoffkäfige.

Schmeiß das russische 3304 raus, die 22Euro für eines mit einteiligen Innenring sind es wert eine Sorge weniger zu haben.

Gruß
Oliver

8

17.05.2016, 23:32

Vielen Dank für die hilfreichen Tipps!

Ich möchte euch hier ein Update geben.
Ich habe alle Teile ordentlich mit Bremsenreiniger gereinigt, und auch die "fehlende" Stelle im Gehäuse noch einmal angeschaut. Ich bin mir nach genauer Betrachtung nicht mehr sicher, ob das tatsächlich "weggeraspelt" wurde. Ich habe probeweise das Kegelzahnrad eingesetzt, und festgestellt dass es nirgendwo schleift,oder auch nur in die Nähe kommt. Auch das Tellerrad kommt nicht in die Nähe.
Wisst ihr zufällig wie die Gehäuseteile hergestellt wurden? Könnte es sein dass es sich um eine sehr unglückliche Fertigungsungenauigkeit handelt, die hier eben ausgerechnet an einer Stelle sitzt an der sie direkt auffällt?

Der äußere Ring vom Kegelrad wird wegen dem fehlenden teil an einer Stelle nicht "angepresst", aber ich denke die stelle ist so klein dass es keine Auswirkungen hat.
Ich habe ein Bild vom Kegelrad im Gehäuse angehängt (erstes Bild). Der äußere Ring liegt an dieser Stelle etwas frei, aber nur minimal.
Beim drehen klingt für mich gut soweit ok. Kein verdächtiges Klemmen zu spüren.


Nachdem ich alle Teile gesäubert habe, habe ich in dem leckeren Sud in meiner Plastikwanne nach bester Goldwäscher Art feinen silbernen Abrieb gefunden. Allerdings nicht so viel dass es das abgelassene Öl verfärbt hätte. Da der Antrieb gerade erst 6000 km hinter sich hat, nehme ich an das ist normaler Abrieb von neuen Bauteilen. Dem Zustand des Öls nach wurde auch seit ca 4000km immer nur Öl nachgeschüttet aber kein vollständiger Wechsel gemacht.


Ich habe einen Dichtungssatz besorgt, der eigentlich auf meine Ural 650 passen sollte. Interessanterweise tut er das nicht genau. Die Dichtung zur Kardanwelle hin, die in der Feststellmutter sitzt, hat in meinem Original 49,4 x 33,4 x8,5 . Mein neuer Dichtring hat glatte 49 x 34 x 8.

Ich habe einem Dichtring mit meinen krummen Maßen gesucht, aber keinen mehr gefunden ... Blöde Frage ... aber ist jemand von euch hier auch schonmal drauf gestoßen?
Der neue Dichtring passt auf die Welle, scheint auch bündig zu schließen, sitzt aber nicht stramm. Was meint ihr? Hat jemand Erfahrung damit? Sollte es auch mit dem neuen gehen oder kommt es hier auf die exakten Originalmaße an. (Oder sollte man lieber auf eine komplett neue Feststellmutter wechseln bei der andere Maße passen?)

Das zweite Bild zeigt einmal die beiden Dichtringe. Unten alt, oben neu. Unspektakulär, ich weiss, aber vielleicht sieht jemand von euch etwas was mir entgangen ist.


Im dritten Bild habe ich einfach mal den Abrieb in der Wanne fotografiert, damit ihr eine Vorstellung von der Menge und Körnung habt.


Im Endeffekt würde ich dem Rat von cyboli (Danke für deine Einschätzung!) folgen und das Kegelrad wieder einbauen. Dabei würde ich es mit Loctite auf dem äußeren Rand sichern und die Feststellmutter zur Kardanwelle richtig schön eng anziehen. Der Keil an der Verbindung zur Kardanwelle ist bei mir mit einem extra Splint zusätzlich zur Mutter gesichert. Da muss schon einiges unbemerkt passieren, damit der verloren geht. Der saß auch recht stramm drin. Habe ihn bei der Demontage nur mit dem Hammer herausbekommen. Genau so stramm würde ich ihn auch wieder einbauen. Wenn der Endantrieb den nächsten Dichtungswechsel oder sonst etwas fällig hat, dann kann ich das Lager immernoch tauschen, wenn es im Moment noch tut und bisher keinen groben Verschleiß zeigt.

Da fällt mir ein ... außen über dem Gewinde hat die Mutter (Feststellmutter zur Kardanwelle) einen Dichtring, der bei mir Porös ist. Wo ich schon dabei bin würde ich den gerne mit tauschen. Allerdings scheint es den nicht einzeln zu geben. Hat jemand einen Tipp wo ich so einen herbekomme? Standard Baumarkt Dichtringe, solange sie ölbeständig sind?
»056 larU« hat folgende Dateien angehängt:

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18.05.2016, 09:47

Wenn der alte Dichtring noch dichthält, dann würde ich den wieder einbauen, nicht, dass der neue weil die 0,4mm im Durchmesser fehlen dann was raussaut.
Den O-Ring kannste ausm Baumarkt nehmen, oder bei einem Kugellagerhändler, die haben da auch meist passendes.
Wenn du sowiso bei nem Russenhändler bestellst, dann kannst du ihm diese Fragen auch gleich selber stellen. Der kann dir dann auch Teile geben, die er zwar auf Lager hat, aber nicht im Internetshop drinn sind. Es ist nämlich ein Riesen Aufwand so nen shop aktuell zu halten. Da ist nicht immer alles gelistet, was auch tatsächlich auf Lager liegt.

SG
Markus

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20.05.2016, 22:52

Danke für die Tipps.

Ich war bei Motcom in Troisdorf. Aus dem magischen Kleinteileregister konnte Paul dort sofort alles herausziehen was ich brauchte. Sowohl den Dichtring in meinen krummen Maßen, als auch einen O-Ring als Ersatz für den alten an der Mutter. Hätte ich gleich machen sollen, aber ich hatte vorher leider keine Zeit. Beim nächsten mal bin ich klüger und fahre direkt dort vorbei. Nicht nur Teile, sondern auch noch gute Tipps dazu .. gehe dort immer klüger weg als ich angekommen bin :-)

Damit steht dem Zusammenbau nichts im Wege. Leider komme ich jetzt ein paar Tage nicht dazu. Ärgert mich etwas, aber kann ich nicht ändern.
Ich gebe hier ein Update vom Zusammenbau ... Dann wird die Geschichte in dem Thread auch rund. :-)

11

19.07.2016, 08:35

Ölverlust Achsantrieb

Hallo zusammen, habe das gleiche Problem wie oben beschrieben mit dem Ölverlust.
Die gleichen Bilder hätte ich auch einstellen können! Hat sich da schon eine Lösung
ergeben?? Sind ggf die Buchsen, durch die die Achse gesteckt wird zu kurz?
Gruß UralMark ?(

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19.07.2016, 22:41

Hallo,

zum Thema Ölverlust: Wenn der Endantrieb warm wird, drückt er wegen Überdruck im Gehäuse Öl am radseitigen Simmering (dem großen) raus. Das wird dann über eine Bohrung unten am Endantrieb abgeleitet, was dann zu Ölspuren führt. Der Endantrieb hat keine Entlüftung. BMWs, EMWs haben so was bei ähnlichen Konstruktionen, ist ein kleines Loch (d ca 1 mm) oben am Gehäuse. Ich hab die Einfüllschraube durchgebohrt und obendrauf einen kleinen Sinterfilter aus der Drucklufttechnik gesetzt, bei den Guzzis legen sie z.B. einen Schlauch die Schwinge lang, mit einem Benzinfilter am Ende oder so.
Außerdem habe ich statt der Papierdichtung oranges Dirko HT verwendet.
So kann der Endantrieb ziemlich trockengehalten werden.
Wichtig wäre noch die Verzahnung des Tellerradträgers sowie die der Bremstrommel auf Verschleiß zu prüfen, die Verzahnung ist ein Schwachpunkt.

Ansonsten: Dein Endantrieb sieht prima aus, ich schließe mich den Vorrednern an...
Simmeringe an Russenboxern haben krumme Maße, auf Veteranenmärkten gibt's aber öfters so graue Tüten russischen Ursprungs mit allen notwendigen Simmerringen. Reicht voll aus.

Gruß
Ben aus Hannover.

13

20.07.2016, 01:12

Der Endantrieb hat keine Entlüftung.

...gilt allerdings nur für (technisch unterlegene) URALs, nicht für Dnepr :D

14

20.07.2016, 07:57

Der Endantrieb hat keine Entlüftung.

...gilt allerdings nur für (technisch unterlegene) URALs, nicht für Dnepr :D

Seit Ihr mal wieder Dumm wie Brot?

Gruß
MattenMeier

Dessen Ural EAs haben eine Entlüftung ab Werk, sogar die alten...nennt sich Ölablaufbohrung :^:

15

20.07.2016, 13:25





Zitat von »Ben aus Hannover«



Der Endantrieb hat keine Entlüftung.

...gilt allerdings nur für (technisch unterlegene) URALs, nicht für Dnepr :D

Dem muß ich entschieden widersprechen.
Denn die überlegenen (da es noch genügend Ersatzteile ab Werk gibt) URALs haben im Peilstab eine Be-/Entlüftungsbohrung
:P

Bei meinem alten 650er EA (stille Reserve) hab ich oben im Gehäuse eine 1/8 Zoll Bohrung mit einer Verschussschraube mit seitlicher 1mm Bohrung. Das ist aber für Hochtemperaturfahrten zu wenig. Ich hatte den EA wärend der letzten Urlaubfahrt drinn und der hat bei heisem Wetterauf langen Strecken mit hoher Geschwindigkeit aus der unteren Ablaufbohrung gesäppert.
Der Reifen hatte eine glänzende Seitenfläche .... aber keinen Grippverlust.
Nächste Veränderung:
Anstatt des Stopfens eine 1/8" Schraubtülle für 4mm (innen) Schlauch. Ein Stück Schlauch 150 - 200 mm lang und ein Blech an der hinteren Deckelschraube um den Schlauch nach unten zu fixieren.

Gruß
Hardy

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20.07.2016, 13:41

Bei meinem alten 650er EA (stille Reserve) hab ich ......
Kann man da nicht einen Dnepr-Verschluss nehmen? ... oder ist das Gewinde unterschiedlich?

17

20.07.2016, 13:49

Ich kenne keinen Dneprverschluss .... wie sieht der aus und wo sitzt der?

18

20.07.2016, 13:58

Ich kenne keinen Dneprverschluss ....

Ich meinte die Verschlussschrauben mit Ölmessstab und Entlüftung für Dnepr-Getriebe bzw. Endantriebe. Die unterscheiden sich nur durch die Länge des Messstabes.
Sollte das Gewinde uraltauglich sein, so ist dieser sicher auf Ural-Länge kürzbar (ggf. auf Null). :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jacob Jundt« (20.07.2016, 14:07)


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20.07.2016, 14:32

Den älteren (650er) URALs fehlt aber der Gewindestutzen für den Peilstab im Grundgehäuse. Und eine Entlüftungsbohrung in der Einfüllschraube am Deckel (unterhalb der Radachse) sitzt m. M. nach zu tief am "Ölstand".

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20.07.2016, 18:30

Damit das Öl nicht durch die Entlüfterbohrung drückt, Hardy, nimmst du einfach eine Hinterrradachse einer MT16, bohrst sie axial durch und schraubst die Achse in den Endantrieb. Oben nochn Käppchen drauf wegen Schlechtwetter. Man kann auch nen alten Benzinhahn da einschrauben.

Mit anderen Worten: Alle Gewinde sind M14x1,5mm.
Ölablass Motor, Schaltgetriebe, Endantrieb, Seitenwagenantrieb sowie alle Öleinfüllöfffnungen (ausser Motor)