Produktionsbeginn Dnepr 11

  • Hallo,


    kennt jemand eine zitierbare Quelle, in der das Jahr des Produktionsbeginns der Dnepr 11 (КМЗ-8.155) angegeben ist ?
    Tom van Endert gibt in seinem Buch 1981 an, der russ. Artikel in der Wikipedia zu Dnepr 1984, der ukrainische 1985, in der dt-sprachigen Reparaturanleitung für die Dnepr 11 und 16 ist eine Zahl angegeben, die man als 1988 deuten könnte.


    Vielen Dank im voraus


    motoziklist

  • Ich habe hier eine Medaille von 1979 für die 1Millionste Dnepr. ;-) Und abgebildet ist dort jedenfalls kein Seitenventiler.

  • definitiv wurden MT12 (Seitenventiler) und MT10 und MT10TWD gleichzeitig gebaut und noch 1980 angeboten, vom Generalimporteur Spiesberger über AVTOEXPORT Moskau

  • Laut KOLYASKA 1984


    Das Dniepr MT-11 Motorrad (KMZ 3.8-155) ist eine der häufigsten Maschinen auf unseren Straßen aus Kiew. Von manchen gemocht, am meisten gehasst wegen der Fehlerrate und der schrecklichen Verarbeitungsqualität;
    Lack ohne abblätternde Grundierung, schuppiges Chrom, Bedienelemente,
    die aus der Verkleidung kommen und für nichts an ihren Platz
    zurückversetzt werden können - die Liste der Dinge, die den Besitzer in
    Rage bringen, ist lang. Ist der Nachfolger des MT-10-36-Modells, dessen Produktion 1984 endete.
    Das Motorrad wurde in einer Version mit einem Sofa sowie mit geteilten,
    herzförmigen Sitzen sowie in einer Version mit einem für Benzin LO 72
    angepassten Motor und einer Version für 93 Oktan (KMZ 3,8-155,6)
    hergestellt. Viele Benutzer erinnern sich sicherlich an die "Fabrik" des hinteren Kotflügels, die um die Schwinge gebogen ist.
    nach angaben von kmz-mitarbeitern war die form beschädigt, und dass
    niemand an der reparatur interessiert war, kamen alle kotflügel ab
    anfang der 90er jahre beschädigt raus.


    Natürlich hatte dieses Motorrad auch seine Vorteile;
    präsentierte eines der letzten in Kiew produzierten Modelle, in dem
    alle bisher im Werk eingeführten Innovationen sowie ein Luftfilter mit
    austauschbarem Einsatz und Bremse am Seitenwagenrad zum Einsatz kamen. Von 1983 bis 2005 wurden 708792 Einheiten produziert.


    Länge - 2500 mm
    Breite - 1880 mm
    Höhe - 1100 mm
    Motorrad Radstand - 1500 mm
    Bodenfreiheit - nicht weniger als 125 mm
    Das Gewicht eines trockenen Motorrades mit einem Wagen - 325 kg
    Wagengewicht - 110 kg
    Zulässiges Gewicht einschließlich Fahrer und zwei Passagiere - 260 kg
    Zulässiges Gesamtgewicht - 585 kg
    Maximale Achslast - 2,37 kN
    Höchstgeschwindigkeit auf asphaltiertem Untergrund - mindestens 105 km / h
    Kraftstoffverbrauch bei voller Beladung der Fahrbahn mit einer Geschwindigkeit von 50-60 km / h - 7,5 l
    Motor - Viertakt, Oberventil, Zweizylinder, Boxer
    Schmiersystem - gemischt, Getriebeölpumpe und Spritzwasser
    Hubraum - 649 cm3
    Kompressionsrate - 7,0 oder 8,5, je nach Version
    Kolbenhub x Zylinderdurchmesser - 68 mm x 78 mm
    Maximale Leistung - mindestens 32 PS / 23,5 kW
    Geräteleistung - 0,04 kN
    Maximale Drehzahl - 5200 U / min
    Zündung - Batterie, 12V
    Vergaser - K-63T für jeden Zylinder
    Kraftstoff - Benzin LO-72 oder LO-93 je nach Ausführung
    Übersetzungsverhältnisse: erster Gang - 3.6
    zweiter Gang - 2.28
    dritter Gang - 1,70
    vierter Gang - 1.30
    rückwärts - 3,67
    Hauptübersetzungsverhältnis - 4,62


    Übertragung auf das Hinterrad mit einer Kardanwelle
    Hinterradaufhängung - Schwinge mit federhydraulischen Stoßdämpfern
    Vorderradaufhängung - teleskopierbar mit federhydraulischen Stoßdämpfern
    Räder - austauschbar mit Reifen von 3,75-19 (95-484 mm)
    Seitenwagen - Beifahrertyp mit Hebelradaufhängung an einem federhydraulischen Stoßdämpfer
    Lichtmaschine G-424 12V
    Spannungsregler RR330
    Einstellung des Zündverstellwinkels - automatischer Fliehkraftregler Typ PM-302A
    Kapazitäten: Bak - 19 Jahre
    Motordeck - 2,2 l
    Getriebediagramm - 1,5 l
    Hauptgetriebe - 0,1 l
    Vorderradfeder - 0,130 l
    Stoßdämpfer hinten - 0,105 l


    Regulierungsdaten: Ventilspiel bei 15-20 Grad C: Saugventil - 0,07 mm
    Auslassventil - 0,07 mm


    Brechen Sie auf dem Zerhacker - 0.4-0.6 Millimeter
    An den Kerzenelektroden brechen - 0,5-0,65 mm oder 0,6-0,75 mm, je nach Ausführung


    Raddruck: Vorderachse und Rad des Wagens - 1,5-1,6 kg / cm2
    Rücken - 2,5-2,6 kg / cm²


    Zündwinkel im Verhältnis zu GMP - 32-36 Grad oder 34-38 Grad, je nach Ausführung

  • Vielen Dank für die Infos.
    Inzwischen bin ich in meinem eigenen Fundus auf ein Exemplar der Zeitschrift V/O AVTOEXPORT von 1984 gestoßen, in dem die Dnepr-16 vorgestellt wird. Interessant ist an diesem Artikel, daß man sich über die genaue Bezeichnung noch nicht im Klaren war - im Text ist immer von der "Dnepr-16" die Rede, der Kasten mit den technischen Daten wurde mit "DNEPR MT-16" überschrieben. Außerdem wird die Maschine im Text nur mit der DNEPR-12 und der DNEPR MT-10-36 verglichen, woraus ich schlußfolgern würde, daß die DNEPR-16 vor der DNEPR-11 fertiggestellt wurde. Die Fotos im Artikel zeigen übrigens auch noch nicht den dann üblichen Tonnenluftfilter.


    Vielleicht hat ja jemand noch eine frühe Ausgabe der Betriebsanleitung (vor 1989).


    motoziklist

  • Hallo,


    meine Dnepr 16 ist 1981 vom damaligen österreichischen Importeur Kradimpex typisiert worden, da steht Dnepr 16 in der Einzelgenehmigung.
    Hatte aber noch einige Details der OHV Vorgängermodelle, wie die dünnen gehärteten Ventilstössel mit eigenen Führungen, kugelige Instrumentenlampen, seltene Tankaufkleber, Getriebe mit Ölbadluftfilter und normalen langen 1.Gang, geringere Verdichtung, älterer Typ Rücklicht.

    Gruß

    Oliver

  • Zu der Zeit gab es eine MT 10 TWD

  • Inzwischen habe ich in der Zeitschrift V/O AVTOEXPORT Heft 2/1987 einen Übersichtsartikel über die zu dieser Zeit in der Sowjetunion produzierten Motorräder gefunden, in dem auch die Dnepr-11 gelistet ist. Eine frühere, zitierfähige Quelle war noch nicht aufzufinden.