Typ 3 Zündung eingebaut

  • Hallo, will nur meine Erfahrung mit euch teilen. Habe gestern bei meiner Dnepr MT16 eine Mikroprozessor gesteuerte Typ 3 Zündung eingebaut (die mit dem goldfarbenen Läufer und dem Hall Sensor). Zündung, Zündspule und Silicon Kabel inklusive um ca. 100 Euro. War nicht ganz `plug und play´ da mit vorhandener Grundplatte der Spätzündungspunkt nicht erreichbar war, obwohl der Läufer genau am Vierkant des Gegenstückes der Nockenwelle saß. Musste das obere Langloch auf der Grundplatte bis zum Maximum erweitern um auf die Spät - Markierung am Schwung zu kommen. Abgeblitzt und es funktioniert. Habe jetzt eine Probefahrt gemacht, alles gut und das Ding läuft gefühlt ruhiger und hat unten mehr Power. Sonst sieht das alles recht ordentlich und aufgeräumt aus, die Zündspule wird mit 2 Steckern angesteckt und der plus Pol mit einer Lüsterklemme angeklemmt. Ich hoffe es hält auch.
    Erich

  • War nicht ganz `plug und play´ da mit vorhandener Grundplatte der Spätzündungspunkt nicht erreichbar war, obwohl der Läufer genau am Vierkant des Gegenstückes der Nockenwelle saß.

    Das ist normal, die passen glaube ich, bei keinem plug aud play.

  • Update: Bin heute das 1. Mal nach 2 Monaten Quarantäne richtig ausgefahren, seit ich die Typ 3 Zündung eingebaut habe. Folgende Beobachtungen:

    Kalt springt die MT16 jetzt schlechter an als mit Unterbrecher, warm ist kein Unterschied.

    Beim Abblitzen steht die Spät Markierung auf dem Schwung nicht ruhig sondern wandert ca. 2mm auf und ab. Die Früh Markierung ist selbst bei

    Vollgas nicht vollständig im Sichtfenster zu erreichen.

    Gefühlt hat der Motor unten mehr Kraft wie vorher, dreht aber trotzdem hoch genug. Da setzt meine persönliche Schmerzgrenze früher ein.

    Fazit: Offensichtlich ist die Glocke vom Zündungsgeber nicht sehr präzise gefertigt und die elektronische Zündverstellung auch etwas lahm.

    Mit beiden kann ich vorerst leben, jetzt wird einfach mal gefahren.

  • Was erregte deinen Verdacht bezüglich der Glocke?

    Die Glocke läuft nicht 100% rund und eine kleine Abweichung von 10tel Millimetern bei den Trigger Ausschnitten macht viel aus am Umfang der Schwungscheibe. Habs jetzt nicht nachgerechnet, aber der MM macht das schon.

    Ich nehme an, dass es nicht an der Elektronik liegt, es sei denn , es handelt sich um "Fuzzy Logic" wie es in den 90ern modern war.

    Das Stroboskop ist ein deutsches Markenprodukt und die Elektrik funktioniert sonst auch ordentlich.

    Also lasse ichs mal so, und werde zur Sicherheit eine komplette Unterbrecher Zündung mitführen. 8o

  • Offensichtlich ist die Glocke vom Zündungsgeber nicht sehr präzise gefertigt und die elektronische Zündverstellung auch etwas lahm.

    Mit beiden kann ich vorerst leben, jetzt wird einfach mal gefahren.


    Der Zündversatz (Markierung wandert 2mm hin und her) kommt von eiernden Nockenwellen. 2 mm sind eigentlich nichts.

    Die elektronische Zündverstellung ist programmiert und wird von der Drehzahl bestimmt. Die kann nicht lahmen, höchstens daß die Kurve nicht stimmt (unwahrscheinlich).


    Du solltest die Langlöcher in der Grundplatte so bearbeiten, daß die volle Frühzündung erreicht wird. Im Leerlauf ist die OT-Markierung dann beim Abblitzen nicht mehr sichtbar, weil da auch etwas Frühzündung herrscht, und das ist richtig so.


    Christian