MT11 Aufbau / Sanierung - Fragensammlung

  • Servus,

    wenns recht ist würde ich gern hiermit einen Thread starten, in dem ich meine beim Wiederaufbau auftretenden Fragen stelle - so dass ich nicht immer einen neuen thread aufmachen muss.


    Eigentlich wollt ich die Karre gar nicht zerpflücken, aber am Stück hab ichs nicht vom Anhänger gekriegt, also erstmal Beiwagen ab. Da der SW-Bremszug fehlte, hab ich auch mal das Rad abgemacht, und siehe da, die Bremstrommel war leer...und der Dämpfer total verrostet, und sowieso Rost überall. Sowas hat mich schon an meinem Defender in den Wahnsinn getrieben (da wars Alu-Korrosion), also erstmal Rahmen und Boot kleingemacht, entrostet, geprimert und neu gelackt. Stoßdämpfer und Bremsenteile bestellt, beim Einbau gemerkt dass ich die Federn der Bremsbacken vergessen hab..naja, nochmal bestellen.


    Wenn das alles wieder zusammen ist, kommt das eigentliche Moped dran. Der Motor soll laut Scheppertreiber noch gut sein, also plane ich erstmal, den kompletten Antriebsstrang eingebaut und zusammen zu lassen, nur Öle wechseln und gucken ob sichs bewegen lässt.

    Zündung (Ducati) liegt im Karton, bei der Elektrik muss ich generell mal sehen ob alles da ist...eins nach dem anderen. Mal gucken was noch kommt.

  • Nummer eins: An der Schwingenachse vom Beiwagen müssen links und rechts Scheiben drauf, damit die Lager-Gummis nicht rausrutschen. Stimmt das so wie ichs gemacht hab (s. Foto), oder muss die große Schüsselförmige Scheibe auch mit dabei?


    Ich hab auf diversen ex-Zeichnungen geguckt, da sieht aber alles anders aus oder ist nicht klar zu erkennen.

  • Da gehören zwei Scheiben hin.

    "Scheibe des Gummi-Metallagers"

    "Deckscheibe"

    Diiese Scheiben greifen mit Ihren "eingedrückten Klauen" in den Schlitz des Lagerbolzens ein.

    Hierdurch wird verhindert, dass die Scheiben bei Schwingenbewegung sich verdrehen und ggf. die Befestigungsschraube lockert.

  • Den Dr. ... ( Kapitän zur See? )

    als " Rotzleffl " zu bezeichnen find ich schon fragwürdig! :):^:

    Gruss von dem, der Spätzle macht!

  • Servus,

    ich hab mal noch ne Frage zur Beleuchtung - ich finde keine Zusammenstellung die auf Gespanne bezogen ist. Aus dem Gesetzestext werd ich auch nicht ganz schlau....

    Folgendermaßen hab ich mir das zusammengereimt:

    -Beiwagen nach vorne: Positionslicht weiß, Blinker

    -Beiwagen nach hinten: Rücklicht, Bremslicht freiwillig, Blinker, Rückstrahler rot?

    -Moped vorne: Blinker nur links, Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht

    -Moped hinten: Rücklicht, Bremslicht, Blinker links

    -Kontrollleuchten: nicht verpflichtend, wenn aus Schalterstellung klar erkennbar


    Hab ich was vergessen oder was zuviel?


  • Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler am Motorrad,...Kontrolleuchten für Blinker wird es schon brauchen und für Fernlicht wohl auch. Ich hatte das schon in AT, da heißt es das auch so "Schalterstellung blablabla". Ich mußte die Kontrolle trotzdem herstellen obwohl der Schalter nur die Stellungen UNTEN und OBEN hatte.

  • Kontrolleuchten für Blinker wird es schon brauchen und für Fernlicht wohl auch.

    Kann ich so nicht bestätigen. Vielleicht ein bedauerliches Einzelschicksal.

  • Andere Länder andere Sitten. Gibt es in Österreich Blinker haben die auch eine Kontrolleuchte zu haben. Grundsätzlich soll man daran ja auch eine auftretende Fehlfunktion erkennen können - wobei lastunabhängige Relais hier ja kontraproduktiv sind. Beim Fernlicht ist es eben gleich schwammig formuliert wie in DE, hier glaube ich das Einzelschicksal durchaus. Sicher ist sicher und erspart den Streß.

  • Seitl. am Beiwagen einen gelben Reflektor?

  • vielen Dank an alle, das hilft mir weiter. Auch wenns recht gruselig ist mit den ganzen Vorschriften.

    Die Blinkergläser sind noch original russisch (oder sowas), ohne E oder Welle. Schon komisch, die Karre war ja so zugelassen. Naja, ich werd die erstmal so lassen...

  • noch was:

    ich würde gerne die Zündung getrennt vom Licht einschalten können. Erstmal schont das die Batterie (denke ich), und zweitens muss dann der Strom für alle anderen Verbraucher nicht komplett durchs Zündschloss geführt werden - das selbige soll ja nicht so unbedingt zuverlässig sein.

    Dachte ich mache das über einen Batterie-Trennschalter an Masse, zwischen Batterie und Lima, so könnte ich mit Zündschloss auf "0" trotzdem starten, und würde übers Zündschloss nur Licht / Standlicht schalten.


    Macht das Sinn, und wichtiger, geht das ohne die LiMa zu frittieren (beim abschalten, wenn der Motor noch läuft)? Oder sollte man eher den Pluspol "hinter" der Lima trennen (also zwischen Lima und Verbrauchern)?

    Sorry falls das ne doofe Frage ist, bin als Metaller nicht so firm mit dem Stromzeugs ;-)

  • Nein, das wird nur eine zusätzliche Fehlerquelle.

    Die Zündschlösser taugen nicht allzuviel, mir sterben auch immer 1-2 pro Jahr.

    Da tut es auch ein x-beiebiger Schalter.


    Sinnvoll ist, mit dem Zündschloß/-schalter ein Relais zu schalten welches den

    Strom dann komplett freigibt. Wenn das irgendwo geschützt liegt hält das ewig.

  • Über einen Masseschalter nur die Zündung zu unterbrechen geht (fast) nicht. Der Schalter muss in die +Leitung. Das braucht ein paar Änderungen am Kabelbaum.

    Ein vernünftiges Zündschloss ist da wohl die einfachere Lösung.

    Nachteil deiner Idee ist zusätzlich die Möglichkeit, das z.B. jemand den Schalter betätigt und dir dann die Zündspule abrauchen kann....

  • Mit ein bisschen Pech nimmt die Lima das übel wenn im laufenden Betrieb die Batterie abgehängt wird. Wenn zusätzlichen Schalter dann davor.

    Ich würde es aber lassen. Gibt doch noch den Lichtschalter am Lenker oder nicht?

    Gibt ja auch Ansätze das das Licht erst bei erlöschender LKL per Relais eingeschaltet wird. Da müsste man dann aber auch ne Verriegelung vorsehen das das Licht nicht automatisch wieder ausgeht (bei 90kmh auf der Landstraße im dunklen Wald)