Überholung 750 SV

  • Hallo liebe Leute

    Da ich keinerlei Erfahrung mit dem Chinamotor habe, musste ich mal reinschauen.

    Fußdichtungen waren ohnehin undicht.

    Meine Frage an euch: Kann ich den Steuerraddeckel einfach abbauen?

    Ist da etwas besonderes, auf das ich aufpassen muss?

    Wenn ihr mir da mal helfen könntet, währe ich sehr froh.

    Gruß

    Franz

  • Schau ruhig auf die Seite von Metricustom in berlin.dagibt es alle guten Info s zum SV.tuning incl.

    Gruß Christian

  • Meine Frage an euch: Kann ich den Steuerraddeckel einfach abbauen?

    Quote

    Ja.

  • Hallo an Alle

    Danke für die guten Tipps.

    Stirnraddeckel hab ich einfach abgeschraubt. Gar kein Problem.

    Motor sieht innen sehr sauber aus. Aber diese komischen Schleuderbleche?????

    Kann man die kotrollieren? Kurbelwelle möchte ich nicht ausbauen.

    Wer kann mir da helfen?

    Dichtungen für den Kopf sind vom Vorbesitzer mitgeliefert worden.

    Kann jemand etwas empfehlen?

    Schönen Sonntag noch.

    Gruß

    Franz

  • Das hinter Schleuderblech kannst Du dir ja anschauen und den „Füllstand“ sehen. Das Vordere sieht dann vermutlich genauso aus.

    Wenn sie zu voll sind kommt kein Öl mehr zum Pleuellager und dann kommt der Motorschaden.

  • Was hat der Motor denn gelaufen? Beim Eisenbahner waren Schleuderbleche nach 17.000 km randvoll!


    Die Schleuderbleche habe ich genau drei mal saubergemacht: das erste Mal, das letzte Mal und das einzige Mal.

    Bei Bedarf kommen die bei meinen Motoren neu.


    Die Kopfdichtungen sind alle subotpimal:

    Alu - ganz oben rechts - die fliegen weg

    die grünen in der Mitte - sehen aus wie Dichtpapier und werden verbrennen

    Mehrstoffdichtungen - ganz unten rechts - werden gut dicht, sind zu dick und bringen Leistungsverlust gepaart mit thermischen Problemen wegen guter Isolierung gegen den Kopf

    Kupferverbund - unten links - kann man nehmen wenn man kein Kupfer 0,3mm hat, wird gut dicht, es fehlt aber Leistung


    Die ventileinstellschrauben sind Schrott, weil durch ungenügende Härtung eingeschlagen. Werden die neuen im Handel befindlichen Teile auch wieder machen.

  • Die Schleuderbleche habe ich genau drei mal saubergemacht: das erste Mal, das letzte Mal und das einzige Mal.

    Da schließe ich mich an...


    Deckel- (Kopf) Dichtungen habe ich nit den Kupferverbunddichtungen keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Eine Kupfervolldichtung hat mal etwas abgeblasen, die verzeiht keine ungenauen Dichtflächen. Werde ich bei der nächsten Motorrevision mal drangehen.


    Eine Frage zu den Muttern, die den Zylinder halten (sollen), ist das eine "schmale" Ausführung?

  • Hallo finko, Hallo Bordmechaniker

    Kann beide Schleuderbleche sehen und auch fühlen.

    Aber nichts über den Füllstand sagen.

    Wie soll das gehen? Bin da wirklich überfragt.

    Die Muttern sind schmal und je 2x pro Bolzen vorhanden.

    Sollte ich die Kurbelwelle ausbauen, kann das doch nur über die Kupplungsseite funktionieren. Oder?

    Nach vorne bräuchte ich die Ehrlich Brüder. Glaub ich.

    Gruß

    Franz

  • Na ja, die Schleuderbleche enthalten so manches....

    "Kiloweise" extrem festgebackener Dreck, ging sehr schwer raus.

    Ist allerdings von meiner 650er Ural, aber das ist da auch nicht anders.


    Gruß

    Lars

  • Danke kleines Wunder

    Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich vorne die Steuerräder abbekomme.

    Nockenwelle wird nur mit zwei Senkkopfschrauben gehalten. Seh ich das Richtig?

    Gruß

    Franz

  • Die beiden M6 Senkschrauben für den vorderen Nockenwellenflansch weg, Gehäuse vorn anwärmen und die NW nach vorn herausnehmen.

    Bei 6V die M8 Schraube in der KW läsen und das KW-Zahnrad anwärme, bis der Arzt kommt und mit Zweiarmabzieher abnehmen.

    Die 4 M6 Schrauben für das vordere Lagerschild lösen und abnehmen.


    Sicherungsblech für die KW-Schraube hinten zurückschlagen und die Schraube lösen (SW36) aber nicht ganz heraus schrauben, wenn kein Druckstück zum Schwungrad abdrücken vorhanden ist.


    Schwungradabzieher ansetzen und Schraube anziehen, mit einem trockenen Schlag die Schwungscheibe vom Konus lösen.


    Die M6 Schrauben für das hintere Lagerschild entfernen und das Lagerschild mit einer Anziehbrücke und Stiftschrauben/Gewindestangen aus dem Kurbelgehäuse herausziehen.


    Das Kurbelgehäuse komplett gut spuckwarm anheizen und die KW mit dem Kunststoffhammer aus den vorderen Lager heraustreiben.

    KW kippen und nach hinten aus dem Gehäuse herausnehmen.


    Wenn der Schwungscheibenhalter, der Abzieher und die Abziehbrücke nicht vorhanden sind, hier im Forum mal suchen. Da sind einigen Behelfs-Lösungen beschrieben worden.

  • Hallo SOVMOTO

    Danke für die Antwort, ist sehr hilfreich und bestätigt meine Vermutungen.

    Wegen der Schleuderbleche hab ich jetzt mal die Kupplung abgebaut.

    Ist sicher kein Fehler die auch zu Überholen.

    Jetzt noch eine Frage: Kann ich das Zahnradpaket der Nockenwelle beisammen lassen, beim Ausbau der NW?

    Gruß und Danke für die Hilfe:thumbup:.

  • Wegen fehlender Erfahrungen mit dem Freilaufdingens würde ich das schön zusammen lassen...

    Müsste peoblemlos mit der NW rausgehen.

  • Hallo Sovmoto und alle liebe Leute

    Hab mal zehn Minuten Zeit gehabt und die Kurbellwelle ausgebaut.

    Das reimt sich sogar:).

    Glaub aber nicht, daß ich das jemals wieder zusammen bringe;(.

    Mit ein wenig Verzweiflung,

    Grüße

    Franz