150W Lima lädt ungenügend

  • Ausgang: Von mir, mit profundem Halbwissen, gepaart mit Stammtischweisheiten, fragmentösen Kenntnissen aus dem Physikunterricht und Größenwahn, überholte und nach Dnepr-Handbuch geprüfte 150W Lima.

    Gemacht wurde: Rotor neu gewickelt (hatte unendlichen Widerstand zwischen den Schleifringen und mit Prüflampe auch keinen Durchgang), hat jetzt über Schleifringe 7,5 Ohm. Dioden ausgelötet und einzeln geprüft und für ok befunden. Prüflampe wird in eine Richtung gesperrt und in der Anderen nicht. Drei Dioden sperren Richtung Gehäuse, 3 Richtung Mittenkontakt.

    Ausgebaute Wicklungen auf Durchgang geprüft. An einer Seite Batterie und dann über Prüflampe an Masse Batterie.

    Neue Lager.

    Beim kurzzeitig in der Garage laufen lassen bekomme ich 14V bei 3A in die ca. halbvolle Batterie(12,3V). Keine weiteren Verbraucher an.

    Bei der Probefahrt, ohne Verbraucher, geht die Ladekontrolle aus und die Spannung an der Batterie wackelt so um die 14V. Beim zuschalten von Standlicht geh die Spannung auf ca. 13,6V runter. Ladekontrolle bleibt aus. Beim zuschalten des Fahrlicht bricht die Spannung auf unter 12,5V zusammen (auf A59 bei >90km/h). Ladekontrolle geht an.

    Bei 2 Regler das gleiche Bild.

    Darauf hin habe ich die einzelnen Verbraucherkreise gemessen.

    Nur Batterie 12,4V bei 0A in der Hauptleitung.

    Zündung an= Lastrelais, Limarotor, Regler, Ladekontrolle, TSZ = bei 11,9V 2,7A = 32,1W

    Standlicht+ Lastrelais, der Rest abgeklemmt =12,1V 2A =24,2W

    Stand und Fahrlicht +Lastrelais, der Rest abgeklemmt =11,8V 6,2A =73,2W

    Wenn ich jetzt die 73,2W + die 32,1W vom Verbrauch „Zündung an“ zusammen nehme bleiben doch eigentlich noch über 40W zum laden übrig.

    Habe ich da jetzt Denkfehler oder messe ich Mist?

    WAS könnte ich noch WIE prüfen?

    Über Sinn oder Unsinn der 150W Lima möchte ich jetzt hier nicht diskutieren…..

    Über Vorschläge zur weiteren Prüfung würde ich mich freuen!!!!!

  • Hallo Kalle

    das erinnert mich an meine Moto Guzzi. Die Lima hatte aber wohl 240 Watt. Die Batterie wurde nie richtig geladen. Habe die Lima bei einem Fachbetrieb messen gelassen mit dem Ergebnis die Lima sei defekt, was ich aber nicht glaubte. Habe die Kiste danach noch 2 Jahre gefahren. Musste aber darauf achten, das ich die Drehzahl möglichst über 3000 hatte, dann gings einigermaßen. Wahrscheinlich lags aber an der Batterie. Die war vom Louis. Im Guzzi Forum sagte man, bei den Batterien vom Louis könnte es sein, das sie überlagert seien u. deshalb die Ladung schneller abbauen würden.

    Bei meiner Ural Bj. 2000 arbeitet die Lima, 150 W sehr gut. Die Batterie ist immer gut geladen.

  • Hallo,


    Offensichtlich hat die LIMA zu wenig Ladeleistung. Der Regler funktioniert weil du sonst nicht 14V erreichen würdest.


    Mehrere Möglichkeiten:


    eine oder sogar 2 der 3 Drehstromphasen fehlen.
    Kannst du ganz leicht mit einem Oszi prüfen, ggf. mit einem Motortester einer Werkstatt.

    Da sieht man sofort an der Welligkeit der Ladespannung.
    Entsteht wenn Dioden defekt oder StatorwWicklungen unterbrochen sind.


    zu geringe Erregerleistung. Erregerwicklung oder Erregerspannung n.i.O. Vielleicht ist die neue Wicklung falsch gemacht?


    große defekte Batterie die irre viel Strom saugt.


    Auch mal die Masseverbindung der Lima prüfen.


    Gruß

    Oliver

  • Statorwicklungen sind mit Prüflampe auf Durchgang geprüft und durchlässig. Die Dioden sind, wie beschrieben, geprüft.

    Die Lichtmaschine lief bis zu einem internen Kurzschluss ca.20 Jahre unauffällig. Grund für den Kurzschluss war ein defektes Lager.

    Nach dem Einbau neuer Lager lief sie auch noch einige Zeit. Dann kein Durchgang mehr am Rotor.

  • Ich kenne die Dnepr Lima leider nicht, aber die 7,5 Ohm für die Rotorwicklung finde ich recht viel. Muß das so?

    Keine Ahnung! Ist aber das Kabel was drauf war. Ein intakter Rotor hatte bei gleicher Messung etwa den gleichen Wert.

  • Moin Kalle,

    Was sagt die Batteriespannung wenn Du sie mit ca 50Watt belastest? Z.B Halolampe...

    Wenn alle starken Verbraucher eingeschaltet sind und die Batterie is mackig liegt es nicht an der Lima an sich.

    150Watt sind halt 150Watt.

    Gruß

    Andi

  • E Starter der XS650 geht mit der Batterie.

    Aber ich mess mal.

  • aber die 7,5 Ohm für die Rotorwicklung finde ich recht viel. Muß das so?

    hab mal nachgemessen: Rotorwicklung 11Ohm, Feldwicklungen: zwischen den drei Anschlüssen jeweils 0,7Ohm


    Gruß Radi

  • Bert

    Fällt von 12,4 auf 12,1V. Hängt jetzt am Ladegerät....

    Radi Danke!! Bei den Statorwicklungen komme ich auf 1,1Ohm. Der Rotor hat, über die Kohlen gemessen, zwischen 11 und 14 Ohm. Wenn ich eine Prüflampe in die Zuleitung zum Rotor mache, flackert da beim langsamen drehen aber nichts.

  • Der Spannungsabfall ist aber im Rahmen.

    Wäre jedoch interessant was die Ladekontrolle macht wenn die Batterie extern geladen wurde.

  • Der Spannungsabfall ist aber im Rahmen.

    Wäre jedoch interessant was die Ladekontrolle macht wenn die Batterie extern geladen wurde.

    Werde ich probieren. Allerdings hatte ich vor ein paar Jahren, bei dieser Lima, einen Plattenschluss? an der Batterie. Spannung unter 10V. Konnte noch gut Starten. Musste aber an der Ampel, mit Licht an, deutlich über Leerlauf drehen lassen.

  • dann hätte er keine 14 Volt.


    Gruß Radi

    ich denke schon, weil der Regler eine fehlende Phase einfach durch mehr Erregung kompensiert.

    Der Regler regelt ja die Erregerspannung solange hoch bis die Soll-Ladespannung erreicht ist.

    Das müsste er auch mit einer fehlenden Phase schaffen wenn die Belastung nicht zu hoch ist, die Drehzahl hoch genug ist und es die Lima hergibt.

    Wenn die Ausgabespannung der Lima ausreichend durch die Batterie und den Kondensator im Regler geglättet wird merkt der Regler doch gar nicht wie viele Phasen an der Spannungserzeugung beteiligt waren.


    Zumindest meine Theorie, müsste man mal im Versuch testen.


    Gruß

    Oliver

  • Beim kurzzeitig in der Garage laufen lassen bekomme ich 14V bei 3A in die ca. halbvolle Batterie(12,3V). Keine weiteren Verbraucher an.

    Bei der Probefahrt, ohne Verbraucher, geht die Ladekontrolle aus und die Spannung an der Batterie wackelt so um die 14V. Beim zuschalten von Standlicht geh die Spannung auf ca. 13,6V runter. Ladekontrolle bleibt aus. Beim zuschalten des Fahrlicht bricht die Spannung auf unter 12,5V zusammen (auf A59 bei >90km/h). Ladekontrolle geht an.


    Ist der maximale Ladestrom so gering bei der 150er Russenlima? Nach der Standardrechnung sollte das bei 12V immerhin 12,5A und bei 14V noch 10,71A sein. Die Denso "500W" bringt z.B. 40A Ladestrom bei Nennspannung.


    Ich denke wenn ich Deine Verbräuche durchrechnete würden sich die 3A Ladestrom in Luft auflösen? Machmer mal, Du sagst ja die Ladespannung brich auf unter 12,5 ein wenn alles ein ist: P = U * I --> 105,3W / 12,5V = 8,42A - 8,42A aus der Batterie und 3A rein ergäbe eine überaschlagsmäßig fehlende Ladung von 5,42A. Ich würde hier nachforschen.

  • Ich kenne die Dnepr Lima leider nicht, aber die 7,5 Ohm für die Rotorwicklung finde ich recht viel. Muß das so?

    ist eher zu wenig. Sollte so bei 10 Ohm liegen. Wurde ggf. für die Neuwicklung zu dickes Draht genommen, oder beim Wickeln zwischen den Wicklungen Kurzschluss verursacht?


    Gruß

    Peter

  • Ist der maximale Ladestrom so gering bei der 150er Russenlima? Nach der Standardrechnung sollte das bei 12V immerhin 12,5A und bei 14V noch 10,71A sein.

    Du schreibst hier von der max. Leistung. Wenn die Lima Permanent diese Leistung auf die Batterie schicken würde, bekäm diese wahrscheinlich nach ein paar Minuten dicke Backen....

    Ich denke wenn ich Deine Verbräuche durchrechnete würden sich die 3A Ladestrom in Luft auflösen? Machmer mal, Du sagst ja die Ladespannung brich auf unter 12,5 ein wenn alles ein ist: P = U * I --> 105,3W / 12,5V = 8,42A - 8,42A aus der Batterie und 3A rein ergäbe eine überaschlagsmäßig fehlende Ladung von 5,42A. Ich würde hier nachforschen.

    Wegen dem WIE und WO habe ich ja mein Problem hier aufgezeigt.

    ist eher zu wenig. Sollte so bei 10 Ohm liegen. Wurde ggf. für die Neuwicklung zu dickes Draht genommen, oder beim Wickeln zwischen den Wicklungen Kurzschluss verursacht?


    Gruß

    Peter

    Ich habe wegen 0- Durchgang die Rotorwicklung ordentlich entfernt. Ich wollte die Schadstelle sehen. Es gab in der Wicklung keinen Schaden! Also wieder aufgewickelt. Die von mir gemessenen Werte stimmen mit den Tabellenwerten (Lackdraht, 0,2mm) ziemlich gut überein. Der Rotor meiner XS hat kleiner 5 Ohm, an der BMW liegt der (glaube ich, müßte nachschauen) auch so in der Größenordnung. Ist also für das, was ich kenne, schon recht hoch.

  • Dioden ausgelötet und einzeln geprüft

    vielleicht sind Dioden beim wiedereinlöten den Hitzetod gestorben.

    Die kannst du auch einzeln durchmessen ohne Löterei, die Statorwicklungen sind ja an der Diodenplatte geschraubt befestigt.

    Schneller und besser ist es aber sich die Lima mit dem Oszi anzusehen.


    Gruß

    Oliver

  • Habe gerade mal für die XS nachgeschaut: 5,15 Ohm +-10%

  • Moin Kalle,


    wenn Du 150W-Lima-Teile brauchst ... bitte melde Dich :*


    Habe alles in funktionierend da, sogar einen Anker.


    Grüße

    Christian