Potentieller Motorschaden

  • Hallo zusammen,

    jetzt hats mich auch erwischt.

    Ich komm aktuell mit meinem Wissen und ohne noch mehr zu zerlegen nicht weiter. Daher wollte ich euch bitten mal eure Glaskugeln anzuwerfen und mir zu helfen mein Problem zu finden.


    Folgende Situation: 80kmh auf der Landstraße... Komisches Gefühl.... weniger Leistung...?!?

    c.a. 400m später klackernde Geräusche... Sobald ich das Gas auch nur ein bisschen bewege wirds ganz schlimm...

    Motor aus gemacht und rechts ran gerollt...


    Für mich klang das nach "AUA DA IST IRGENDWAS GEBROCHEN!!!"


    Am Straßenrand die erste Inspektion:

    Kardanwelle ist ok.... im Leerlauf schieben kein Problem.... Kupplung Trennt sauber.... im Gang ohne Kupplung schieben nicht möglich.. mit Kupplung kein Problem...


    Nochmal versucht im Leerlauf zu starten... Motor springt an, klingt GRAUSAM und es wird abartig wenn man das Gas auch nur anschaut... also schnell wieder aus gemacht...


    Hab mich dann die letzten 3 km bis nach hause abschleppen lassen...


    Zuhause angekommen, Fehlersuche...

    Links 7,5 Bar Kompression

    Rechts 8 Bar Kompression

    Kardan abmontiert.... der Funktioniert einwandfrei...


    Der Motor lässt sich auch ganz normal über den Kickstarter drehen und man hört ihn atmen...

    Ventile geprüft... bewegen sich alle einwandfrei... (steuerzeiten nicht mit geprüft)


    Dann den linken Zylinderkopf runter (der einfachere) und ich konnte dahinter kein Problem feststellen... Kolben bewegt sich sauber...


    Getriebeöl abgelassen, keine übermäßigen Späne...

    Motoröl abgelassen, ein kleine Wolke auf dem Magneten aber nichts was mich erschreckt hätte...



    An dieser Stelle bin ich auf die Idee gekommen den BEiwagen weg zu schrauben und den Motor auszubauen... aber bevor ich damit anfang wollte ich euch fragen....


    Kann man schon abschätzen, was der Fehler ist?

    Wie gehe ich ab hier am besten vor?

    Ich bitte demütig um eure Hilfe.



    Liebe Grüße



    PS: Das alles nur weil ich mir in der Mittagspause 10km weiter einen Döner kaufen wollte..... Der hat so beschissen geschmeckt wie noch kein Döner zuvor <X

  • .......... Motor springt an, klingt GRAUSAM und es wird abartig wenn man das Gas auch nur anschaut... also schnell wieder aus gemacht...

    Genau so war es bei meinem Motor, als eine Kurbelwange gerissen war. Nicht gebrochen, nur gerissen. Der Motor ließ sich ganz normal starten, rummelte dann und beim Gas geben wurde es ganz schlimm und die Drehzahl ging ganz runter, bis aus. Beim Gas weg mehmen rumpelte er im Leerlauf vor sich hin.

    Neue Kurbelwelle, oder Kurbelwelle neu aufbauen lassen.

  • Damit hab ich gerechnet....


    Alles klar... ich bin bereit mich der Herausforderung zu stellen...

    Aber für die die noch Grün hinter den Ural Ohren sind....


    Motor ausbauen.... krieg ich das alleine Hin?

    Was wiegt der Kerl?

    Erst Getriebe runter oder am Stück...

    Zylinder dran lassen um besser heben zu können oder runter mit den Jungs und dann den Motor raus?


    Ich weis... klingt lächerlich aber wie ist das beste Vorgehen...


    Ich hab zwar das Reparaturhandbuch... da ist das grad mal eine Seite.... aber ich hoffe auf eure Hinweise wies am leichtesten geht ;)

  • Getriebe raus, Zylinder dran lassen und 2 Mann. Viel Erfolg :)

  • Frage so am Rande, wieviel hat die Maschine gelaufen?

  • Oh, böse Zungen behaupten, die Kurbelwellen brechen zwischen 13000 und 20000 km.

    Bei meiner waren es 11500 km, glaube ich!?

  • Genau so war es bei meinem Motor, als eine Kurbelwange gerissen war. Nicht gebrochen, nur gerissen. Der Motor ließ sich ganz normal starten,

    dito


    Bei meiner waren es 11500 km, glaube ich!?

    bei mir etwa 12.500 Km

  • Der Datenschutz (? ,also irgendwer) hat Dein Profil so weit beschränkt, dass ich nicht sehen kann, was Du für eine Maschine hast.

    An der Dnepr mit 750er SV Motor hatte ich jedenfalls den Motor (und Getriebe) schon etliche Male draußen, der Beiwagen blieb aber immer dran. Der stört gar nicht. Motor geht gut nach links raus. Ein Mann reicht dafür auch, (bequem ist es zu zweit) es sei denn, der 650er wäre schwerer, als ein SV. Dürften so ca. 50-60 kg sein.

    Auf den Defekt bin ich gespannt, aus aktuellem Anlass würde ich auch auf Kurbelwelle/Pleuellager tippen, oder eine losgerappelte Schwungscheibe.

  • also eigentlich solltest du alles sehen können..

    ich hab eine 95er 650 Ural....


    Ich bin dir jedenfalls für den Hinweis mit "vll gehts auch inkl Beiwagen dankbar... mal sehn ob ichs hinkriege

    Für niedere "Helfertätigkeiten" kann ich meine Holde Dame einspannen... aber alles was durch Muskelkraft geschehen muss wer ich wohl alleine machen müssen...

  • Hallo hallo liebe Leute,


    Ich hatte einmal ähnliche Probleme, die sich gefühlt so anhörten wie von Campino beschrieben. Es war jedoch nur ein Problem mit der Kupplung, bei einer Scheibe hatten sich die Nieten von der Scheibe gelöst und die Beläge rotierten und knirschten frei im Kupplungsraum hinter der Schwungscheibe. Vielleicht ist es auch nur das? Dann wäre der Schaden ja relativ begrenzt und schnell behoben.


    VG plus viel Erfolg

    Markus

  • danke für den Hinweis... da war tatsächlich irgend eine Privatsphäreneinstellung...

    Kann mich nicht erinnern die gesetzt zu haben....

  • also eigentlich solltest du alles sehen können..

    ich hab eine 95er 650 Ural....


    Ich bin dir jedenfalls für den Hinweis mit "vll gehts auch inkl Beiwagen dankbar... mal sehn ob ichs hinkriege

    Für niedere "Helfertätigkeiten" kann ich meine Holde Dame einspannen... aber alles was durch Muskelkraft geschehen muss wer ich wohl alleine machen müssen...

    Alles da:

    Beruf Holzkopf
    Hobbys Motorradreisen + Schrauben
    Motorrad Suzuki Bandit 1200S, Ural 650 Bj. 95


    Es geht definitiv mit Beiwagen dran. Tank ab, EA raus, Lufi ab, Getriebe raus, Auspuff ab, Tank ab, Zündung abklemmen oder ausbauen, Vergaser ab oder die Bowdenzüge dahin, Lima abklemmen oder ausbauen, Haltebolzen raus, Motor vorsichtig absenken, Motor rausholen. Dazu übers Moped beugen - Brustkorb auf den oberen Rahmenzug, Pobacken zusammenkneifen - Motor anheben und auf dem linken Rahmenzug absetzen. Umgreifen und raus damit. Geht auch alleine, zumindest den Motor aus dem Rahmen und auf den Fussboden. Für den Weg zur Werkbank falls die nicht gleich neben dem Moped ist schadet eine zweite Hand nicht. Öl vorher ablassen nicht vergessen.

    Die vierte Schraube vom Getriebe in Fahrtrichtung rechts unten ist vorn vorne reingeschraubt. Motorhalterung unterm Tank nicht vergessen. Zum Abnehmen des Getriebes muss der hintere Motorbolzen der auch die Fussrasten hält ggf. erstmal zu drei viertel raus gezogen werden.

    Ich habe mir für solche Aktionen angewöhnt alle Kleinteile "grob thematisch" in Tüten zu packen (und in den Beiwagen zu werfen). Wenn der Motor drin ist sollte der Beiwagen und alle Tüten leer sein.

    Vielleicht erstmal nur Getriebe ab und nur die Kupplung inspizieren. Wenn die Schwungscheibe eiert ist definitiv die Kurbelwelle hin (verdreht infolge gerissener Wange). Sonst vielleicht "nur" ein Kurbelwellenlager. Vielleicht vorm Motorausbaus schon mal den Stirndeckel ab und da mal nach dem rechten gucken. Lose Lichmaschinenritzel klingen auch nicht gut.


    Ein Ersatzmotor gehört eigentlich zur "Grundausstattung" wenn man 650er Ural fährt. Kannst natürlich auch mit in die braune Masse fassen. Ich hatte mit meinem ebay-Kauf Glück im Unglück, Köpfe kaputt und undicht (leider erst zu Hause bzw. nach dem Einbau gemerkt). Köpfe von dem kaputten Motor drauf, provisorisch abgedichtet und ich konnte erstmal wieder fahren. Der Motor ist inzwischen zum zweiten Mal im Einsatz, inzwischen abgedichtet und mit Herzogrädern.


    Viel Erfolg!

  • vgtlndr SUPER ANLEITUNG!!!

    Ich werd mich danach richten!

    Vielen Dank!


    ja... das mit dem zweitmotor.... hm ich werds mir überlegen wenn der erstmotor wieder läuft ;)

    Jetzt werd ich erstmal diesen Patienten behandeln bevor ich nen zweiten ins Haus hole ;)