Dnepr MT-11 4. Gang

  • Hallo in die Runde =)


    Prinzipiell bin ich mit meiner Dnepr MT-11 schon zufrieden.

    Sie springt beim ersten Kick an(Pekar 68, 110HD, Nadel eine Kerbe frei um sie tiefer zu hängen)(Zündung wohl die Digitale) und hält auch das Standgas.

    Es stellt auch kein Problem dar 3 Personen mitzunehmen.


    Was ich aber feststelle: Im 4. Gang ist gefühlt keine Leistung vorhanden.(Mit oder ohne Sozius)


    Ich kann die Dnepr(wenn ich es drauf anlege) im 3. Gang auf 80KM/h(Tacho, GPS) bringen. Schalte ich nun in den 4. Gang, hält meine Dnepr die Geschwindigkeit und tut sich extrem schwer weiter hochzudrehen. Im 4. Gang fahre ich von 50Km/h sehr gediegen in die 80KM/h, danach tut sich der Motor schwer.


    Mit Rückenwind schaffe ich es auf gerader ebene im 4. auf 105(laut Tacho).

    Prinzipiell fühlt sich die Maschine im letzten Gang wirklich zäh an.


    Ist das Normal?


    Reifen benutze ich Mitas E05 4.00x19, ca. 2mm bis 3mm Luft zum Kardan.

    Ventile sind auf 0.1Einlass und 0.15Auslass gestellt.

    Motor hat laut Tacho etwas mehr als 5200KM runter, habe die Dnepr mit knapp 2000km bekommen und am Motor(ausser den Zylinderköpfen) nichts gemacht. Der EA wurde regeneriert mit deutschen Lagern und mit Hilfe von Tuschierpaste eingestellt. Das Getriebe ist mit Rückwärtsgang und hat als Luftfilter diese Zylinderförmige Einheit. Dort ist auch ein Luftfilter ohne Fließ drinnen.


    LG und euch allen ein frohes Osterfest =)

  • Ich kenne das Problem..........mein Motor lief eigentlich sehr gut, kam aber nie so richtig in in Fahrt. Ich habe alles versucht, alles passte, aber die Kiste lief nicht schneller als 70-80 km/h. Alle Dneprs liefen besser als meine.

    Dann habe ich auf BMW Motor umgebaut und war meine Probleme los. Den Originalmotor habe ich dann für kleines Geld verkauft. Der Käufer hat mir später berichtet, es wäre ein Supermotor ........nur die Nockenwelle war Schrott. Völlig falsche Steuerzeiten! Der Tausch der Nockenwelle hat den Motor dann auf normale Leistung gebracht und alles war gut.

    Es hat wohl früher öfter mal große Streuung bei der Herstellung der Nockenwelle gegeben.

    Da würde ich, wenn alles andere stimmt(ZZP, Vergasereinstellung, LuFi frei,Bremsen los) einfach mal die Welle tauschen.

    Ich habe aber keine Ahnung wie man eine gute Welle erkennt......da gibt es hier aber Spezialisten.

  • Danke für die Info.


    Hm... also BMW Motor wird bei mir schwierig...steh auf Schmerzen und habe deswegen wohl eine MT-11 BJ 94.... :/

    Also Welle meinste?


    Gut, ich habe noch ein Paar Motoren da. Teste die jetzt nicht alle durch, aber dann weiss ich dass ich beim aufbauen eines Motors direkt mal eine neue Welle, bessere Welle kaufe.

    Wie gesagt, der Motor läuft ja. Solange dieser jetzt nicht total ausfällt habe ich auch keinen zeitlichen Druck einen anderen Motor fertigzubekommen.


    Ich hoffte dass es evtl. ne einfachere Lösung gäbe. Aber Welle ist ja nicht so schnell gewechselt.


    Vielen Dank =)

  • Ich hoffte dass es evtl. ne einfachere Lösung gäbe.

    hast du im EA eine Beiwagen- oder Solo Übersetzung ?

    ist eventuell ein schneller 4. Gang im Getriebe verbaut ?


    Gruß Radi

  • Gut, ich habe noch ein Paar Motoren da. Teste die jetzt nicht alle durch, aber dann weiss ich dass ich beim aufbauen eines Motors direkt mal eine neue Welle, bessere Welle kaufe.

    Eine neue Welle ist nicht unbedingt eine bessere Welle.

    Geht eigentlich nur mit Gradscheibe und Messuhr. Nach diesen Werten die beste Welle auswählen.

    Geht bei eingebauten Motor recht gut zu wechseln.

  • Pekar 68, 110HD, Nadel eine Kerbe frei um sie tiefer zu hängen ......

    Hänge die Nadel doch mal ganz nach oben.

  • Radi

    ich denke es ist eine Gespannübersetzung. Ich weiss es wirklich nicht im Augenblick. Ich gehe jedoch davon aus. Ich habe 8 Zähne gezählt bei dem kleinen Zahnrad.


    lamento

    Die Nadel habe ich letzte Woche um eine Kerbe tiefer gehangen. Seitdem springt sie wirklich deutlich besser an und ich habe das subjektive Gefühl, dass sie auch das Gas besser annimmt. Hatte das Problem auch schon bevor ich die Nadel tiefer hing.

    Aber könnte es morgen tatsächlich mal testen die Nadel höher zu hängen.


    Bin beim Vergaser einstellen nach dieser Anleitung vorgegangen. Bin der Meinung genau diesen Text auch hier im Forum gefunden zu haben.

    Was ich nicht gemacht habe, ist mit Unterlegscheiben auf genau 43,65mm Nadellänge zu kommen. Ich bin jetzt bei ungefähr 43,5mm.

    Aber ist ja schnell umgebaut und getestet(Nadel höher hängen).


    Seitdem ich die Maschine "eingestellt" habe(Vergaser, Zylinderköpfe, Ventile) ist diese auch sehr sehr leise und klingt wie ein modernen 4-Takter O.o


    Kalle

    Wenn der Motor eingebaut ist? Da muss man aber Profi zu sein oder?


    LG Wuschel =)

  • Hatte aktuell das gleiche Problem,früher 750er Ural Motor,sprang gut und hatte in den ersten drei Gänge Leistung,im vierten verhungerte er.


    Bei mir wars die fehlende Kompression auf dem linken Zylinder...,Ventile hatten kein Spiel mehr...,eingestellt und gut wars.


    Gruß

  • Kalle

    Wenn der Motor eingebaut ist? Da muss man aber Profi zu sein oder?


    LG Wuschel =)

    Nein! Chemielaborant, jetzt Rentner, reicht!

  • So am eingebauten Motor rum zu schrauben, ist doch viel zu umständlich!


    Da ist doch die Gabel und das Schutzblech im weg.

  • pjotre

    Ok, geh ich morgen sofort nochmal durch. Danke für den Hinweis =)


    Kalle

    Ok, so tief war ich noch nie in den Eingeweiden drin. Habe auch eine Gabelschwinge. Mal sehen. Teste es erst an einen der anderen Motoren;) Aber etwas Ahnung muss man schon haben um das machen zu dürfen.


    Also, morgen:

    Zu erst die Ventile überprüfen. -> Testfahrt

    Nadel ganz hoch hängen. -> Testfahrt


    Bonner

    Sowas braucht jeder =D find ich persönlich echt toll :saint:8)

  • Da ist doch die Gabel und das Schutzblech im weg.

    Da sieht man auf dem Bild nix von!

    Ist in 15 Minuten aus und abgebaut.8)

  • Guten Morgen!


    Also Spiel habe ich jetzt nochmal kontrolliert. War auf der rechten Seite etwas zu viel, die 0,15 Leere hatte viel zu leicht gepasst.

    Probefahrt erst Dienstag, da in Sachsen wohl zu viel kontrolliert wird. Gestern wurden Freunde von der Polizei rausgezogen, ob sie einen triftigen Grund hätten hier herumzufahren.

    Deswegen, Testfahrt Dienstag, auf dem Weg zur Arbeit.


    Euch frohe Ostern.

  • Hier ist es erlaubt rumzufahren...

    Hauptdüse zu klein könnte noch sein, oder halt nicht genug Frühzündung...

  • Huhu,


    Zündung glaub ich fast nicht, da die Maschine in den ersten drei Gängen sehr gut zieht...


    Habe jetzt pjotre den Druck gemessen. Auf dem Linken Zylinder 6.0 Bar und auf dem Rechten 5.0 Bar.

    Gemessen habe ich so:

    Mit der Dnepr 500m gefahren, dort dann die Messuhr am Zylinder angeschlossen, die Maschine angetreten und laufen lassen, bis sich der Zeiger der Uhr nicht mehr bewegt hat.


    Gut, ich habe den Druck mit einem Ventilsiel von 0.07 gemessen. Ich werde das heute nochmal machen, mit einem Spiel von 0.15 Auslass und 0.10 Einlass. Oder kann das noch was anderes sein?


    LG Wuschel

  • Gemessen habe ich so:

    ... die Maschine angetreten und laufen lassen, bis sich der Zeiger der Uhr nicht mehr bewegt hat.

    Wie misst du bei einem Einzylinder?

  • Huhu,


    da würde ich solange den Kickstarter treten bis sich auch hier der Zeiger nicht mehr bewegt. Es sei denn ich habe einen Elektrostarter, dann würde ich diesen benützen.


    LG