Öl im Ventildeckel

  • Hallo an alle!


    Es geht um eine 650er Ural Baujahr 1992.


    Wir sind nun gerade mit dem ersten Thema fast durch - neue Kolben + neue Vergaser (Dell'orto). Hab nun im Zuge der Einstellung der Ventile aber bemerkt, dass im rechten Ventildeckel viel Öl ist. Wenn ich den linken abschraube, dann rinnt ein wenig Öl raus und das war es.


    Schraube ich den rechten ab, dann rinnt es erstmal richtig raus, ca. 1/4 Liter würde ich schätzen, wenn nicht mehr.


    Hab nun zweimal die Deckel aufgemacht, immer das selbe Ergebnis. Links, recht wenig, rechts für mich zu viel.


    Nun meine Fragen:


    - Wie viel Öl soll im Ventildeckel sein?

    - Wenn rechts zu viel ist, was kann der Grund sein?

    - Wenn links zu wenig ist, was kann der Grund sein?

    - Gibt es sonst noch Fallen, die ich in dem Bereich (Ventildeckel) beachten soll?


    Danke dür Eure Hilfe und Tipps! :)

  • Schraube ich den rechten ab, dann rinnt es erstmal richtig raus, ca. 1/4 Liter würde ich schätzen, wenn nicht mehr.


    Ölrücklauf auf Durchgang checken. Irgendwo geht der Rücklauf um die Ecke (Kopf- oder Fußdichtung?), da muß man bei der Dichtungsmontage aufpassen, daß das frei bleibt.

  • Fussdichtung falsch montiert! Christian hat recht!

  • Schraube ich den rechten ab, dann rinnt es erstmal richtig raus, ca. 1/4 Liter würde ich schätzen, wenn nicht mehr.

    Ölrücklauf verstopf wurde schon gesagt, ich hab mal einen Motor mit gleichen Problem repariert, die Rücklaufbohrung im Motorblock war zwar angebohrt aber nicht durch !!!!!!!!!!!


    Gruß Radi

  • Ölrücklauf verstopf wurde schon gesagt, ich hab mal einen Motor mit gleichen Problem repariert, die Rücklaufbohrung im Motorblock war zwar angebohrt aber nicht durch !!!!!!!!!!!


    Gruß Radi

    War der neu oder ist der so gelaufen? Das wird doch immer voller oder verstehe ich das ?

  • War der neu oder ist der so gelaufen? Das wird doch immer voller oder verstehe ich das ?

    die Ural hatte mehrere Vorbesitzer keiner hat das Ding richtig zum Laufen gebracht. Alles eingestellt lief gut.

    nach zwei Tagen Kolbenfresser. Ölstand minimal weil das Öl im rechten Zylinderdeckel stand. Ursache wie oben geschrieben.


    Gruß Radi

  • Richtig. Zu viel Flüssigkeit im Kopf, heisst es fehlt wo anders. Als cleveren Schachzug hat der Radi es deshalb repariert.

  • Fussdichtung falsch montiert! Christian hat recht!

    Dann waren da noch die verbesserten Dichtungen...ohne Loch bzw Loch an der falschen Stelle.

    Irgendwann is voll, dann läuft es über andere Wege zurück, wie das beim Mata 2,8i ausgeht habe ich heute Vormittag gesehen....

  • Um die Ecke geht es bei der Kopfdichtung, der Kanal ist ziemlich flach, mit ner dicken zu weichen Kopfdichtung könnte man das vielleicht schaffen den zu blockieren. Ural hat ja nur die dünnen Stehbolzen für den Kopf, ich glaube eher reisst man die Stehbolzen ab oder aus dem Kopf bevor man die Dichtung so breit quetscht. Wir haben bei meinem z.Zt. verbauten Ersatzmotor auch dickere Dichtungen verbaut, mit den dünnen Aludichtungen war es nicht dicht zu bekommen. Sehr kurbelwellenschonende Kompression, läuft aber ganz gut (bis auf das von mir stoisch ignorierte Klappern wenn er kalt ist).


    Das Potential zum verkehrt herum einbauen hat die Fußdichtung. Auf der linken Seite glaube ich, bin mir aber da nicht sicher. Aber das hat ja mit dem Rücklauf nichts zu tun, oder irre ich mich?


    Kopf muss runter (wegen dem umme Ecke) und dann mal mit dicken Draht fühlen wie tief es geht. Vielleicht ist es ja tatsächlich nur das bereits erwähnten ggf zu kleinen Loch an der falschen Stelle. Kanäle zu oder nicht durchgebohrt ist natürlich ein Volltreffer, ich dachte das gibt es nur bei Dnepr 8o

  • Ich hatte ähnliche Probleme und habe mich dann systematisch vom Block zum Kopf gearbeitet. Zuerst die Bohrung im Block geprüft und auf das Innenmaß der Rücklaufleitung im Zylinder gebracht. Die Löcher in Kopf- und Fußdichtung 0,5mm größer als Bohrung (falls die Dichtung doch quillt). Im Zylinderkopf habe ich die Borung mit der Nut zusammen verrundet und etwas erweitert. Das Öl muss hier in einem strömungsungünstigen Querschnitt um die Ecke. Viel Raum ist da nicht, sonst bleibt zu wenig Dichtfläche. Nach zwei Stunden Arbeit keine Probleme mit der Baustelle mehr gehabt. Hoffe ich konnte helfen, Gruß von der Küste

  • Danke an alle.


    Am Wochenende wird das Boot wohl wieder abgeschraubt und dann mach ich mich auf die Suche nach dem bösen Loch 😉.


    Elektrik wird die nächste Baustelle, ich freu mich schon 😆.

  • An den Dichtungen muß ggfls rumgeschnippelt werden, damit die Schose ungehindert strömt. Das ist ja nichts Ungewöhnliches. Man muß das Ganze vorher mal zusammenhalten, genau ankucken und verstehen ...

  • So, ein kleiner Zwischenbericht:


    Heute Bastelstunde und mit dem Ergebnis...


    Zylinderkopf: Loch da und es war frei, Zylinderfuß: Loch da und es war frei. Jetzt kommt es - Motorgehäuse: Loch war da, aber nicht durchgebohrt bis in den Motor rein, wie von Radi bereits geschildert.


    Ich frage mich, wieso das niemanden vorher aufgefallen ist... aber egal, Loch wird gebohrt und somit sollte sich diese Sache mal erledigt haben.

  • Ich frage mich, wieso das niemanden vorher aufgefallen ist..

    es fällt ja nicht direkt auf und viele machen sich nicht die Mühe den Fehler tiefgründig zu suchen.

    Aber du hast es gepackt :thumbup::thumbup::thumbup:


    Gruß Radi